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Lutterbek - Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Uwe Jacobsen   
Sonntag, 19. Februar 2006

27.250 Euro fließen in die "Alte Schmiede"

Einen schöneren Start ins Jahr 2006 hätte es für die Mitglieder des Vereins "Alte Lutterbeker Schmiede" nicht geben können: Anlässlich einer kleinen Feier zum Jahresausklang teilte Vereinsvorsitzender Heinrich Stark mit, dass der Landeszuschuss aus dem Programm "ZAL" (Zukunft auf dem Lande) in Höhe von 27.250 Euro eingetroffen sei. Das bedeutet, dass die Mitglieder ab sofort mit den Umbauarbeiten der „Alten Schmiede“ beginnen können – ja sogar müssen. Denn spätestens am 31. August 2006 müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Echt Staack: Roland Staack sorgte vor der Lutterbeker Schmiede dafür, dass auch draußen niemand frieren musste. Foto Jacobsen

Echt Staack: Roland Staack sorgte vor der Lutterbeker Schmiede dafür, dass auch draußen niemand frieren musste.
Foto: Jacobsen

"Ich habe zwar schon kurz vor Weihnachten gehört, dass wir ZAL-Mittel vom Land und der EU bekommen sollen, aber dass es so schnell klappt, damit habe ich nicht gerechnet", war Stark im ersten Moment ebenso sprachlos, wie es die Vereinsmitglieder dann am vergangenen Freitagabend waren. Die Gesamtkosten des Umbaus betragen allerdings das Doppelte. Nach den Plänen des Hohenfelder Architekten Hans-Werner Voss werden nämlich 54.500 Euro benötigt, um die Schmiede nach den Wünschen des Vereins herzurichten. "Ich hoffe nun, dass wir noch rund 6.000 Euro vom Kreis bekommen, denn den restlichen Betrag in Höhe von rund 21.000 Euro übernimmt die Gemeinde", so Stark, der neben seiner Funktion als Vorsitzender des Schmiedevereins bekanntlich auch Lutterbeks Bürgermeister ist.

Vorsitzender Heinrich Stark teilte den Mitgliedern des Vereins „Alte Lutterbeker Schmiede“ am Freitagabend mit, dass der Bewilligungsbescheid vom Land in Höhe von 27.250 Euro eingetroffen sei. Foto Jacobsen

Echt Stark: Vorsitzender Heinrich Stark teilte den Mitgliedern des Vereins "Alte Lutterbeker Schmiede" am Freitagabend mit, dass
der Bewilligungsbescheid vom Land in Höhe von
27.250 Euro eingetroffen sei.
Foto: Jacobsen

Seitdem nun der Bewilligungsbescheid vorliegt, wartet in den kommenden Wochen und Monaten jede Menge Arbeit auf die Gemeinde, die für die Sanierung verantwortlich zeichnet. Oder wie Stark es ausdrückte: "Jetzt müssen wir in die Puschen kommen." Hintergrund seiner für jeden verständlichen Äußerung: Bis zum 31. August diesen Jahres müssen unter anderem alle Maurer-, Zimmerer-, Klempner- und Elektroarbeiten fertig sein, damit die Maßnahme fristgerecht abgerechnet werden kann.

Übrigens: Ursprünglich hatte der Verein 30.000 Euro vom Land beantragt, denn unter dem Punkt "Unvorhergesehenes" waren noch 2.750 Euro einkalkuliert worden. Wie jedoch vorherzusehen war, wurde "Unvorhergesehenes" ersatzlos gestrichen.

Dafür hatte Vorsitzender Heinrich Stark aber noch eine weitere positive Nachricht an diesem gelungenen Abend parat: Jürgen Hus aus Fahren habe noch alte Schmiede-Werkzeuge auf Lager, die er dem Lutterbeker Schmiedeverein künftig zur Verfügung stellen werde.

 
 
 

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Lutterbek

Die Lutterbeker Schmiede - das Schmuckstück der Gemeinde wird derzeit restauriert

Lutterbek - ehemaliger Sitz des Klosters Preetz

Im Jahre 1240 begab es sich, dass erstmals Schriftkundige (wahrscheinlich Nonnen aus dem Kloster Preetz) in die Probstei kamen und über die Dörfer, deren Menschen und Leben berichteten und dieses niederschrieben. Das Dorf am "lauteren Bach" hatte einen derart prägenden Eindruck bei den Nonnen hinterlassen, dass der Sitz des Klosters in Preetz nach Lutterbek verlegt wurde, wenn auch nicht für eine sehr lange Zeit. Heute prägt das Veranstaltungslokal "Lutterbeker" das Erscheinungsbild und die Bekanntheit des Ortes am lauteren Bach. Das ehemalige Kloster, die alte Wassermühle, die Schmiede, die Dorfschule oder der Höker - diese Gebäude stehen noch, werden aber nicht mehr in ihrer ehemaligen Funktion genutzt.

 

Jens Peters 

Bürgermeister

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