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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Kay-Christian Heine   
Samstag, 27. Februar 2010

6-Taler-Essen: Traditionelle Leistungsschau

Die Schönberger gastronomische Tradition des 6-Taler-Essens wird am Dienstag, 16. März, im "Haus Felsenburg" am Schönberger Strand den beteiligten Köchen von sechs Probsteier Gastronomiebetrieben einiges abverlangen. Denn dann werden sie sich mit ihren eigens für diesen Tag erdachten Kreationen in einem Wettbewerb den kritischen Geschmäckern der Gäste stellen, die daraus nach dem Genuss aller sechs Gerichte den Sieger zu küren haben. Der Vorverkauf der Karten zu je 20 Euro findet statt am kommenden Freitag, 26. Februar, ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Schönberger Rathauses und ist begrenzt auf vier Karten pro Person. 

 

Kulinarischer Wettbewerb mit Tradition: Erik und Jan Meyer (links und rechts außen) vom Kalifornier Restaurant Seestern und (von links) Gastgeber Sven Asbahr vom Haus Felsenburg freuen sich gemeinsam mit Bürgermeister Wilfried Zurstraßen und Lutz Meier (Bei Lutzi, Kalifornien) auf die diesjährige Neuauflage des Wettstreits um das schmackhafteste 6-Taler-Essen. Foto: Heine

Kulinarischer Wettbewerb mit Tradition: Erik und Jan Meyer (links und rechts außen) vom Kalifornier Restaurant Seestern und (von links) Gastgeber Sven Asbahr vom Haus Felsenburg freuen sich gemeinsam mit Bürgermeister Wilfried Zurstraßen und Lutz Meier (Bei Lutzi, Kalifornien) auf die diesjährige Neuauflage des Wettstreits um das schmackhafteste 6-Taler-Essen. Foto: Heine

 

In der Küche des von Sven Asbahr geführten gastgebenden Betriebes "Haus Felsenburg" wird es dabei hoch hergehen: Die Köche aller teilnehmenden Betriebe werden sich bei dem Kochmarathon die Hotelküche teilen. Dies sind in diesem Jahr neben dem Gastgeber das Kalifornier Restaurant "Bei Lutzi", das "Ostseehotel Holm", das Schönberger "Hotel Stadt Kiel", "Witt’s Gasthof" in Krummbek und Vorjahressieger "Ruser’s Hotel" in Schönberg. Alle zur Teilnahme eingeladenen Betriebe gehören dem Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa) an.


Bei allem Wettbewerb unter den Betrieben herrsche an diesem Tag zwar Ausnahmezustand, aber ein sehr solidarischer, meint Schönbergs Bürgermeister Wilfried Zurstraßen, was die beteiligten Köche bestätigen. Denn das 6-Taler-Essen bringe die Betriebe zur Zusammenarbeit.


Außer Konkurrenz mit einem Schauteller nehmen mit den Kalifornier Restaurants "California" und "Seestern" sowie dem "Strand Cottage" (Schönberger Strand) drei weitere Gastronomiebetriebe teil. Noch bis zum 5. März haben die Betriebe Zeit, ihre kulinarischen Kreationen in Rezeptform beim Schönberger Tourist-Service einzureichen. Um die Vielfalt der Gerichte zu gewährleisten, wird dort eine Eingangsprüfung zur Vermeidung von Doubletten vorgenommen, erläutert Bürgermeister Zurstraßen das Verfahren.


Am Ende aber hat der Gast zu entscheiden. Moderiert vom Schönberger Kulturamtsleiter Rainer Runge und unterhalten von sechs musizierenden Nordlichtern mit "folksdans und kandidel" namens "hans dans" haben sie über das ihrer Meinung nach wohlschmeckendste Gericht zu entscheiden.
Die während des 6-Taler-Essens servierten Gerichte werden die Saison über auf der Speisekarte der teilnehmenden Lokale zu finden sein. Das gilt auch für die drei Schaugerichte. Der Preis wird dabei in Anlehnung an die alte Währung Taler bei etwa zehn Euro liegen.


"Das 6-Taler-Essen ist mittlerweile eine Schönberger Besonderheit", weiß Bürgermeister Wilfried Zurstraßen. Noch Anfang der 80er-Jahre habe es so etwas in verschiedenen Ostseebädern gegeben, mittlerweile sei Schönberg an der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste damit aber fast einzigartig. "Die Gäste selbst schmecken zu lassen ist die beste Werbung", meinte Zurstraßen. Das mache Appetit auf mehr und sei in der Wichtigkeit nicht zu unterschätzen. Denn Essen sei nun einmal in Schönberg ein Stück Kultur und die Gastronomie ein Eckpfeiler des hiesigen Tourismus.

 
 
 

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Schönberg umfasst heute nicht nur den Zentralort, sondern ferner die Ortsteile Schönberger Strand, Neu-Schönberg, Holm, Kalifornien und Brasilien. Die Einwohnerzahl beträgt rund 6.300. Neben einer Gewerbeansiedlung ist der Tourismus beachtlich gewachsen. Schönberg bietet ein breites Band von Ferienbetten an. Das Angebot erstreckt sich von Appartements im Ostsee-Ferienpark Holm über Gästebetten des Beherbergungsgewerbes, bis zu einer großen Anzahl von privaten Zimmern mit Frühstück oder mit Kochgelegenheit und Ferienwohnungen. Durch Eröffnung des Ostsee-Sanatoriums Holm (jetzt: Ostseeklinik) erfolgt über die Bundesanstalt für Angestellte (BfA) ein ganzjähriger turnusmäßiger Besuch von Erholungsgästen.

Wilfried Zurstraßen
Bürgermeister
Wilfried Zurstraßen
04344-306100 (dstl.)

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0172-9234881

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