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| Gesundheit und Natur | ||
| Geschrieben von Andreas Kay | ||
| Donnerstag, 14. April 2011 | ||
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Von äußeren Einflüssen völlig isoliert und mit einer Kunststoffwanne machen sich die diese beiden Kameraden auf den Weg zur Einsatzstelle, um die auslaufenden Gefahrstoffe aufzufangen. Foto: Kay |
Viel unternehmen konnten die Lutterbeker Feuerwehrleute zunächst nicht. "Dadurch, dass der LKW mit gefährlichen Stoffen beladen ist und diese austreten, besteht Gefahr für meine Kameraden. Wir sind für solche Schadenslagen nicht ausgerüstet. Die verletzte Person wird gerettet und wir sichern die Einsatzstelle. Anschließend warten wir auf die Kameraden vom Löschzug Gefahrgut", so Krause nachdem er die ersten Befehle gegeben hatte. Die Feuerwehrleute Karsten Bärlau und Tim Degenholbe rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus und wagten sich an die Unfallstelle. Der bewusstlose Fahrer, gespielt vom Brodersdorfer Feuerwehrmann Tim Vellage, musste aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Kein leichtes Unterfangen für die Retter. Mit der Windrichtung näherten sie sich vorsichtig dem LKW und schafften es schließlich, den Fahrer in einen sicheren Bereich zu retten. Nun war erstmal warten auf die Spezialkräfte angesagt.
Ole Kähler, Gruppenführer der Feuerwehr Brodersdorf, hatte die Übung ausgearbeitet. "Ich beschäftige mich schon seit fast sechs Monaten mit dieser Übung. Es waren einige Genehmigungen wegen der Straßensperrung einzuholen. Auch der vermeintliche Unfall-Lkw, eine Leihgabe der Landesfeuerwehrschule in Harrieslee, musste organisiert werden. Ich bin aber mit dem Ablauf der Übung bis jetzt zufrieden", so Kähler. Zwischenzeitlich trafen immer mehr Fahrzeuge des Löschzuges Gefahrgut (LzG) ein. Zu erkennen sind diese Fahrzeuge übrigens an der orangenen Lackierung. Das besondere am LzG ist, dass die Kräfte aus vielen Bereichen des Kreises Plön anrücken. So kamen die Feuerwehrleute am vergangenen Sonnabend aus Klausdorf, Laboe, Brodersdorf, Selent, Schlesen und Mönkeberg. Ergänzungseinheiten aus Schönberg und Wankendorf wurden ebenfalls angefordert und unterstützten die Einsatzkräfte. Insgesamt befanden sich neun Einsatzfahrzeuge und knapp 40 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle.
Stephan Atzpodien übernahm als Zugführer die Leitung des LzG. Er ließ eine Dekontaminationsanlage aufbauen und gab Befehl an die Mannschaft, sich mit chemischen Schutzanzügen (CSA) auszurüsten. In diesen Anzügen, bei denen schon das Anlegen nicht ohne fremde Hilfe gelingt, sind die Einsatzkräfte komplett von äußeren Einflüssen geschützt. Mehrere Trupps rückten nacheinander zur Einsatzstelle vor und retteten erneut Tim Vellage, der sich noch mal auf Wunsch von "Regisseur" Ole Kähler, als Opfer zur Verfügung stellte.
In den schweren Schutzanzügen war es für die Retter körperlich schwer, den "bewusstlosen" Fahrer zu retten. Schließlich schafften sie es aber und konnten, nachdem sie die Dekontaminationsanlage durchlaufen hatten, die Anzüge ablegen und sich erfrischen. Schließlich wurden das Austreten des Gefahrgutes abgestellt und die Flüssigkeiten wurden in unversehrte Behälter umgepumpt. Nach rund drei Stunden konnte dann "Übungsende" befohlen werden und die Nachbesprechung einer anstrengenden aber auch erfolgreichen Übung stand an. Einsatzleiter Thomas Krause von der Lutterbeker Wehr lobte die Zusammenarbeit mit dem Löschzug Gefahrgut. "Der Verlauf der Einsatz?übung die Zusammenarbeit lief reibungslos", resümierte Krause. LzG-Zugführer Atzpodien lobte die Lutterbeker Kameraden. "Sie haben schnell und richtig die Lage erkannt und die richtigen Maßnahmen wie Menschenrettung und Absperrung der Einsatzstelle sowie die Anforderung der Speizialkräfte eingeleitet."





