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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Silke Hergeröder   
Samstag, 28. August 2010

Alles drehte sich – alles bewegte sich

Noch vor einigen Jahrzehnten tuckerten alte Traktoren, teils noch mit Eisenreifen, mit mächtig viel Lärm und schwarzem Rauch über Felder und Wiesen. Heute sind es wahrlich Raritäten und ihren Sammlern und Liebhabern ist es zu verdanken, dass diese alten Traktoren der Nachwelt erhalten bleiben. Die zunehmende Technisierung der Arbeitsmaschinen im Wandel der Zeit ist natürlich auch an der Landwirtschaft nicht spurlos vorübergegangen. Alte Landmaschinen und Traktoren mit denen Väter und Großväter Höfe und den Acker bewirtschafteten, haben längst ausgedient, obwohl sie durchaus noch funktionstüchtig sind. Diese historischen Veteranen sind begehrte Sammlerobjekte geworden.

 


Ebenfalls sehr interessant war die Heuzange anno 1950, für Heu, Getreide und andere Lasten. Ein Seilzug, an dem die Heuzange befestigt ist, läuft unter dem zehn Meter langen, fünf Meter breiten und knapp fünf Meter hohem Dachstuhl entlang. Angetrieben durch einen kleinen Elektromotor wird die Zange mit einer Winde bis unter den Giebel gezogen, läuft gegen einen Anschlag und entleert sich durch den jetzt entstandenen Aufprall an dem gewünschten Platz. Foto: Hergeröder
 

Ebenfalls sehr interessant war die Heuzange anno 1950, für Heu, Getreide und andere Lasten. Ein Seilzug, an dem die Heuzange befestigt ist, läuft unter dem zehn Meter langen, fünf Meter breiten und knapp fünf Meter hohem Dachstuhl entlang. Angetrieben durch einen kleinen Elektromotor wird die Zange mit einer Winde bis unter den Giebel gezogen, läuft gegen einen Anschlag und entleert sich durch den jetzt entstandenen Aufprall an dem gewünschten Platz. Foto: Hergeröder

 

Mit Vorführungen, wie noch vor fast einem halben Jahrhundert, das Feld bearbeitet und das Getreide gedroschen wurde, entpuppte sich das Traktoren-Treffen der Oldtimerfreunde Probstei am vergangenen Wochenende in Krokau als wahrer Publikumsmagnet. Hier bot sich die Gelegenheit einen erklärten Einblick in alte Ernteverfahren und Produktionsweisen zu gewinnen. An jeder Ecke tuckerte es und ein auf Hochglanz polierter Traktor war schöner als der andere. Die Oldtimerfreunde Probstei ließen mit Dreschmaschinen, Selbstbinder, Steinbrecher und Co. von anno dazumal längst vergangene Zeiten wach werden.


Als sehr interessant erwies sich unter anderem auch die Wasserwirbelbremse der Bauart Junkers mit einer Nennleistung von 400 PS, die folgendermaßen funktioniert: Die Zapfwelle des Traktors treibt einen an der Außenseite mit Stiften besetzten Rotor an, der sich in einer geschlossenen Trommel bewegt. Das in der Trommel befindliche Wasser wird durch den Rotor beschleunigt und nach außen gedrückt. Da das Wasser den Stiften des Rotors einen Widerstand entgegensetzt, wird dieser und zugleich der Traktorenmotor abgebremst. Die Trommel ist pendelnd gelagert. Das vom Traktor aufgebrachte Drehmoment wird über das in der Bremse befindliche Wasser und die Trommel auf eine Pendelwaage übertragen, die entsprechend der Auslenkung des Pendels das Drehmoment anzeigt. Aber nicht nur Vorführungen gab es während des Traktoren-Treffens, die heiß begehrten Trecker-Rundfahrten mit Jochen Lilienthal kamen nicht nur bei den lütten Besuchern gut an. Vorsitzender der Oldtimerfreunde Probstei Jürgen Perkams zeigte sich rundum zufrieden und auch das Wetter spielte an diesen beiden schönen Traktoren-Tagen bis auf eine kleine Ausnahme mit.

 
 
 

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