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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Mittwoch, 24. November 2010

ZVO-Beitritt wurde schmackhaft gemacht

Schon zum 1. Januar 2011 soll der Wechsel perfekt sein. Barsbek plant – wie auch Krokau, Wisch, Fiefbergen und Höhndorf-Gödersdorf – die Übertragung der Schmutzwasserentsorgung auf den Zweckverband Ostholstein (ZVO).
 

  Uwe Schabel (links) vom Entwässerungsausschuss Amt Probstei, Jörg Gisselmann vom ZVO (Mitte) und Barsbeks Bürgermeister Joachim Gafert erläutern den Barsbekern den ZVO-Beitritt. Foto: Butzke

Uwe Schabel (links) vom Entwässerungsausschuss Amt Probstei, Jörg Gisselmann vom ZVO (Mitte) und Barsbeks Bürgermeister Joachim Gafert erläutern den Barsbekern den ZVO-Beitritt. Foto: Butzke


Dazu wurde am Donnerstag eine Einwohnerversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus einberufen, auf der Bürgermeister Joachim Gafert, Jörg Gisselmann, Geschäftsführer ZVO Entwässerung, und Uwe Schabel, Vorsitzender des Entwässerungsausschusses des Amtes Probstei, den Barsbekern Rede und Antwort standen.

Ein intaktes Abwassernetz sei in den Gemeinden des Entwässerungsverbandes vorhanden, erklärte Uwe Schabel, außerdem verfüge das Schönberger Klärwerk über moderne Technik. Trotzdem empfahl er den Anschluss an den ZVO, der den Gemeinden die Vorteile einer großen Solidargemeinschaft biete. Immerhin umfasst der ZVO schon 48 Gemeinden, 28.000 Hausanschlüsse und 756 Kilometer Kanalnetz – das alles überwiegend in Ostholstein; im Kreis Plön sind Köhn-Pülsen und (neu) Dobersdorf, Fargau-Pratjau und Probsteierhagen dabei.

Uwe Schabel, der auch stellvertretender Bürgermeister in Wisch (größter Einzahler in den Entwässerungsverband) ist, erinnerte an den Ausfall der Wischer Pumpstation in den 90iger Jahren und die damals erheblichen Reparaturkosten. Keine Gemeinde sei heute mehr so finanzkräftig, solche großen Schäden zu tragen. Im ZVO könnten Reparaturen wie diese ohne weiteres aufgefangen werden. Der ZVO-Service sei schlagkräftig und könne schnell handeln, wenn Not am Mann ist, bestätigte Jörg Gisselmann.

Die Bürger können sich bei einem Beitritt über leicht sinkende Gebühren freuen. Statt derzeit 2,50 Euro für den Kubikmeter Abwasser und 150 Euro Grundgebühr würden sie künftig zwar einen Kubikmeterpreis von 2,78 Euro, aber nur eine Grundgebühr von 96 Euro zahlen. Das spart jährlich 26 Euro bei 100 Kubikmetern Verbrauch und 12 Euro bei 150 Kubikmetern. Erst bei einem Verbrauch von 200 Kubikmetern und mehr wird es teurer als bisher. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Zum 31. Dezember müssen nur die Wasseruhren abgelesen und der Stand ans Amt Probstei gemeldet werden. Dann gibt es acht Abschlagsrechnungen und im November eine Jahresrechnung vom ZVO.

Die fünf Probstei-Gemeinden dürfen sich zusätzlich über einen warmen Regen für ihre Kassen freuen. Wie zu hören ist, will der ZVO dem Entwässerungsverband für die Leitungen, die in einem hervorragenden Zustand sind, eine Summe von 700.000 Euro zahlen, die je nach anfallender Abwassermenge auf die Gemeinden verteilt wird. Das und auch die "Sorgen um kommende Anforderungen bei immer weniger Einzahlern und steigenden Kosten" bewegte Bürgermeister Gafert, den Barsbekern den ZVO-Anschluss schmackhaft zu machen. Ähnliche Versammlungen wird es auch in den anderen vier Gemeinden geben.

 
 
 

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