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| Gesundheit und Natur | ||
| Geschrieben von Heiko Lükemann | ||
| Dienstag, 04. Oktober 2011 | ||
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| Motivation pur: Verkehrslehrer Jens Heerwagen gibt engagiert letzte Ratschläge auf dem Weg zur Fahrradprüfung der Schönberger Viertklässler. Foto Lükemann |
Die Verkehrserziehung ist an den schleswig-holsteinischen Schulen kein eigenständiges Unterrichtsfach. Sie ist integraler Bestandteil des gesamten Fächerkanons. An der Schönberger Grundschule besitzt das Thema Verkehrserziehung traditionell einen überaus hohen Stellenwert. Zahlreiche Bausteine hat die Schule entwickelt, um den Kindern Sicherheit im Straßenverkehr zu vermitteln. Bereits in den ersten Klassen gibt es in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei Busschulen und Gefahren werden auf dem Schulweg der Schulanfänger intensiv behandelt.
In Form eines Spiralcurriculums werden dann in allen Klassenstufen wichtige Verkehrsregeln und –zeichen fächerübergreifend immer wieder neu erarbeitet und wiederholt. Wichtigster Baustein im vierten Schuljahr ist die Vorbereitung und Durchführung der Fahrradprüfung. "Wir haben uns entschlossen, die Prüfung an den Anfang des vierten Schuljahres zu legen. Damit haben unsere Schüler noch die Möglichkeit fast ein Schuljahr lang auch mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen", sagte GS-Schulleiterin Gisela Schneider.
Polizeioberkommissar Jens Heerwagen von der Polizeidirektion Kiel ist das neue Gesicht im Verkehrsunterricht der Schönberger Grundschule. Drei Wochen lang hat der Polizist mit vier theoretischen Unterrichtseinheiten, einem Motorikcheck, einer Sicherheitsüberprüfung der Fahrräder und mit acht praktischen Übungsfahrten die Kinder auf die rund 1,5 Kilometer lange Prüfungsstrecke durch Schönberg vorbereitet. Parallel dazu erhielten die Klassenlehrerinnen begleitendes Unterrichtsmaterial und ein Fahrradtagebuch, das die Schüler bearbeiten mussten. Schwerpunkte waren die Vorfahrtsregeln, das sichere Abbiegen und das Beachten von Verkehrszeichen.
"Alle Kinder haben sich im Verlauf der Unterrichtseinheit stetig verbessert. Unsichere Radfahrer haben zusätzlich am Nachmittag mit ihren Eltern geübt. Das ist natürlich vorbildlich", berichtete Jens Heerwagen. Dennoch benötigten fast zehn Schüler eine Nachprüfung. Die meisten Probleme gab es bei den korrekten Handzeichen beim Abbiegen und bei Vorfahrtsregeln. "Daran haben wir schnell arbeiten können und alle Schüler haben letztlich bestanden. Unser Ziel ist ja nicht, einmalig eine gute Prüfungsfahrt zu absolvieren, sondern den Kindern einen Sinn für den Rundumblick im Verkehr zu vermitteln, bei dem sie auch mit dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen sollen. Nur so werden sie fit für den täglichen Verkehr", so Jens Heerwagen. Dies scheint auch bei den fast 80 Schönberger Viertklässlern in diesem Schuljahr gelungen.




