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Gesundheit und Natur
Geschrieben von Brigitte Lederich   
Montag, 15. August 2011

Das Wohlfühlklima sorgt für ein volles Euter

Barsbek (ble) Im Rahmen der Probsteier Korntage öffnete am Mittwoch Thomas Schneekloth seine Hoftüren und präsentierte den über 150 Besuchern seinen Milchviehbetrieb. Voller Spannung und sehr interessiert drängten sich die zahlreichen Gäste, darunter sehr viele Kinder, vor den Stallungen, um den Ausführungen des Landwirtes zu lauschen. "Wir sind ein reiner Milchviehbetrieb mit 500 Milchkühen", begann der 41-jährige seine Erläuterungen. Zirka 70 der "Milchlieferanten" wären derzeit im Urlaub, sie würden bald kalben. Auf dem Hof verbleiben vom Nachwuchs nur die weiblichen Kälber, die Bullenkälber werden nach 14 Tagen verkauft. Außerdem gehören zum Betrieb 400 Stück Jungvieh und sechs Deckbullen. 

  Keine Angst vor großen Tieren zeigt die knapp dreijährige Gulia.

Keine Angst vor großen Tieren zeigt die knapp dreijährige Gulia. Foto: Lederich


"Jede Altersklasse ist hier vertreten", sagt der engagierte Bauer. Auf der 290 Hektar großen Anbaufläche, davon sind 145 Hektar eigenes Land, der Rest ist gepachtet, wird gut zur Hälfte Futtermais angebaut. Der andere Teil wird als Grasfläche genutzt, wandert gemäht als Winterfutter ins Silo und auf rund 24 Hektar Weideland tummelt sich das Jungvieh. Während die Besucher aufmerksam den Worten von Thomas Schneekloth folgen, ist von den Kühen im Stallgebäude kaum was zu hören. Denen scheint es gut zu gehen. Genüsslich kauend beobachten sie die zweibeinigen Gäste oder lagern im hinteren Bereich, beinahe gemütlich anzuschauen, auf einer Lage Stroh.
Dabei zeigen sich die weiblichen Rinder, die im Schnitt fünf Jahre auf dem Hofe Schneekloth verbleiben, als echte Leistungskühe. Rund 8.000 Liter Milch produziert jede Vertreterin der Rasse jährlich. Die moderne Stallanlage wirkt überaus ansprechend. Die Tiere haben die Möglichkeit, sich auf Gummimatten oder Stroh zu stellen oder zu legen, auch ein Zugang zum Freigelände ist vorhanden. Es ist hell im Gebäude und die Luft kann durch die offene Stallkonstruktion gut zirkulieren. Der Barsbeker Bauer ist ganz auf die Tiere eingestellt, kennt die Bedürfnisse seiner Milcherzeuger. "Man muss ihr Platz bieten, dann ist sie leistungsbereit und es so artgerecht machen, wie es geht, für die Kuh", sagt er.
Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Antje Klein, die privat mit der knapp dreijährigen Enkeltochter Gulia die Stallungen besichtigt, ist von der Hofanlage beeindruckt. "Die Kühe haben viel Freiheit, hier Kuh sein, wie wunderbar", sagt sie und freut sich, dass die kleine Gulia so gar keine Angst vor den großen Tieren zeigt. Inzwischen klärt Thomas Schneekloth, der den Betrieb seit 13 Jahren gemeinsam mit seiner Ehefrau Marlen führt, die Gäste darüber auf, dass die gemolkene Milch auf dem Wege vom Euter zum Tankbehälter von 38 Grad auf zwölf Grad runtergekühlt wird. Und noch etwas ist anders hier in den Stallungen, das sehen die wissensdurstigen Besucher sofort. "Da steht ja ein Bulle mitten zwischen den Kühen", sagt ein aufmerksamer Gast und Schneekloth erklärt, dass sei ein dreijähriger Deckbulle, der für rund 70 weibliche Rinder "zuständig" sei. "Die Besamung läuft hier auf natürlichem Wege", erläutert der Landwirt.
Die große Gästegruppe kann nicht nur die Kühe in den Stallungen und die Kälber besuchen. Auch einen Blick in die Melkanlage wird gewährt und die Hausfrau bietet überdies noch Kaffee und Kuchen an. Besonders glücklich ist an diesem Nachmittag die vierjährige Lotta. Denn sie hat die Kornprinzessin unter den Zuhörern entdeckt und wünscht sich so sehr ein Foto gemeinsam mit der Majestät. Und dies aus einem besonderen Grund. Sarah-Christin Trede ist nicht nur Kornprinzessin, sie ist gleichzeitig die Kindergärtnerin des Laboer Hortes, in den Lotta geht. Und das ist doch nun wirklich etwas Besonderes.

 
 
 

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Barsbek

Jedes Frühjahr ein Hingucker: die Krokusse am Barsbeker Dorfanger

 

Einmaliger Dorfanger, einmalige Vogelwelt

Barsbek ist reich an schönen alten Gebäuden und hat einen herrlichen Dorfanger, der besonders zur Krokusblüte ein Anziehungspunkt ist. Landwirtschaftliche Betriebe vermarkten nicht nur reichhaltig Erzeugnisse aus dem eigenen Betrieb, sondern haben auch Ferien auf dem Bauernhof anzubieten. Eine Gastwirtschaft und ein Bauerncafé laden zu gemütlichen Stunden bei Kaffee und Kuchen oder einem deftigen Schinkenbrot mit einem Glas Bier ein. Die Umgebung des Ortes bietet viel ungestörte Natur. Eine einmalige Vogelwelt im Naturschutzgebiet "Barsbeker See" ist für interessierte Menschen äußerst erlebnisreich.

 

Joachim Gafert
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