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Freizeit und Kultur
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Geschrieben von Gabriele Butzke
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Mittwoch, 23. Februar 2011 |
Boßeln unter erschwerten Bedingungen
Dem Einen oder Anderen wird wohl am Sonntagmorgen beim Blick aus dem Fenster die Boßel-Laune vergangen sein. Trotzdem fanden sich 25 wetterfeste Teilnehmer an der Steiner Mole ein, um mit dem SPD-Ortsverein und Boßel-Chef Günter Grotzeck den zehnten Geburtstag des nach Stein importierten ostfriesischen Kugelsports zu feiern. Die dünne Schneedecke und die ausgesprochen unfreundliche Kälte taten der Begeisterung keinen Abbruch, und für heiße Getränke war auf den mitgeführten Bollerwagen bestens gesorgt.
Unterschiedliche Wurftechniken, aber immer tolle Ergebnisse: Boßeln ist in Stein seit zehn Jahren Nationalsport. Foto: Butzke
Allerdings fanden die original ostfriesischen Boßeln (Kugeln von 58 Millimetern Durchmesser, 500 Gramm schwer) den Schnee nicht ganz so prickelnd. Ihr Lauf wurde deutlich gebremst und in die ansonsten glatte Spur mischte sich öfters eine unerwartete Kurve, die die Kugel mitten in die Dünen hinein abdriften ließ."Schüsse" – das sind weite Würfe, die von zwei Würfen des Gegners nicht eingeholt werden können – konnten nur recht selten platziert werden. Trotzdem stellten die vier Teams aus Damen und Herren der umliegenden SPD-Ortsvereine und aus Stein ihre Wurfkraft und ihre sportliche Rafinesse auch im Schnee beeindruckend unter Beweis. Die Kugel unter die Hand genommen, den gestreckten Wurfarm zum Schwungholen von hinten nach vorne geführt, das Kommando "Bahn frei!" gerufen und die Kugel weit geworfen – so ging es Wurf um Wurf den ganzen Deichweg entlang bis zur Wendtorfer Schleuse und zurück.
Im Sportheim wartete schon ein selbst gemachter Erbseneintopf auf die Sportler, die sich die deftige Stärkung wirklich verdient hatten. "Toll" und "klasse" fanden’s indes alle, die dabei waren. Sie mögen auf ihren Frischluftsport nicht mehr verzichten und freuen sich schon auf die nächste Gelegenheit, Boßel-Geburtstag zu feiern.
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