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Budenzauber und Lichterglanz in Schönberg Drucken E-Mail
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Samstag, 10. Dezember 2011
Wer hier kaufte, tat gleichzeitig ein gutes Werk. Fabian Zurstraßen (von rechts), Leah Duus und Noreen Enseroth verkauften Holzarbeiten für die evangelische Kirche Schönberg. Foto: Schmidt

Viele Kunsthandwerker und Hobbyisten hielten ihre handwerklichen Kleinodien  auf dem Schönberger Weihnachtsmarkt am vergangenen Wochenende bereit. Die Besucher dankten es ihnen in den Regenpausen.

 

Budenzauber und Lichterglanz in Schönberg

Es kündigte sich bereits am Freitag an: Das Wetter sollte schlecht werden, Regen und Sturm waren angesagt. Das war für die Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Schönberg schon Grund genug, reichlich Sandsäcke heranzuschleppen, um damit die kleine Budenstadt des Schönberger Weihnachtsmarktes wetterfest zu machen. Denn viele Kunsthandwerker und Hobbyisten hielten ihre handwerklichen Kleinodien bereit. Die Besucher dankten es ihnen in den Regenpausen, die allerdings sehr rar waren. So blieben denn auch die gastronomischen Anbieter meistenteils in leeren Zelten auf Punsch und Grünkohl sitzen.
 

 

Wer hier kaufte, tat gleichzeitig ein gutes Werk. Fabian Zurstraßen (von rechts), Leah Duus und Noreen Enseroth verkauften Holzarbeiten für die evangelische Kirche Schönberg. Foto: Schmidt  

Wer hier kaufte, tat gleichzeitig ein gutes Werk. Fabian Zurstraßen (von rechts), Leah Duus und Noreen Enseroth verkauften Holzarbeiten für die evangelische Kirche Schönberg. Foto: Schmidt

 

Doch wer sich trotz des unwirtlichen Wetters auf den Weg machte, fand eine liebevoll geschmückte, adventliche Budenstadt vor, in der so manch kunstvoll gefertigtes Stück angeboten wurde. So zum Beispiel von der Schönberger Kirche. Dort hielten Fabian, Leah und Noreen tapfer die Stellung. "Es sind ein bisschen wenig Leute da, aber einige von den Mobiles haben wir schon verkauft", erzählt Fabian. Er habe sie zwar nicht mit gefertigt, doch an den Mann bringen wollte er sie gern. Kommt doch der Erlös der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirche zugute. Fingerfertigkeit bewies auch Christine Katharina, die mit ihrer Oma Hannelore Schmidt allerlei weihnachtliche Basteleien und selbst gemachten Schmuck anbot. 140 Perlen für einen Engel – das beeindruckte auch Traute Derdau vom Probsteier Landfrauenchor, die nach ihrem Auftritt vor leider nur gut einem Dutzend Zuhörern einen Glückboten als Weihnachtsschmuck mit nach Hause nahm. "Es war zwar schade, dass so wenig Leute da waren, aber Spaß hat es trotzdem gemacht", sagte die Sängerin und ihre Sangesschwestern in Tracht stimmten ihr zu. Auch Kunstschmied Heiko Voß wartete auf Regenpausen, in denen er sein Schmiedefeuer lodern ließ. Ein echter Hingucker: die eisernen Engel, schmucklos schön und in allen Größen. Guten Zulauf hatten derweil die Aktivitäten im Trockenen, wie der traditionelle Seniorenkaffee- und Punschnachmittag. Gut gefüllt war der Rathaussaal, in dem die stellvertretende Bürgermeisterin Antje Klein gemeinsam mit dem Seniorenbeiratsvorsitzenden Hans-Herbert Buchholz die Besucher begrüßte. Sie dankte dem Seniorenbeirat ausdrücklich für seine Arbeit und das "Einmischen" in die Gemeindepolitik. Diese sei im Positiven zu sehen und bewirke so manches, was den Senioren im Ort auf der Seele liege. Ob fehlende Bänke, bessere Busverbindungen oder sichere Straßenquerungen – der Seniorenbeirat kümmere sich mit viel Engagement, lobte Antje Klein. Während drinnen die "Alten" ihren Spaß mit Musik und Punsch hatte, lauschten im Foyer des Rathauses die "Jüngsten" der Märchenoma. Helga Schneekloth hatte in altbewährter Manier die Bücher aufgeschlagen, ließ ihr Kätzchen bei einem der Zuhörer Platz nehmen und las im Schein des Tannenbaumes den Kindern Geschichten vor. Und auch wenn das Wetter nicht mitspielte – am Ende war in liebevoller Gemeinschaftsarbeit ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt zu Ende gegangen.

 
 
 

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