Bürgermeister Bern fiel ein Stein vom Herzen
Es ist ein Feldstein aus Granit, der während der Eiszeit aus Skandivanien nach Hoheneichen kam. Steinmetz Fritz Lau und Fiefbergens Bürgermeister Hans-Richard Bern suchten ihn als Gedenkstein für den Dorfplatz aus, die Firma Armin Stoltenberg transportierte ihn dort hin, und Fritz Lau meißelte das Fiefberger Wappen mit den Jahreszahlen der Dorfgründung (1286) und des 725. Jubiläums (2011) ein. Am Freitagabend wurde der Stein zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten enthüllt.

Der Feldstein mit dem Fiefberger Wappen und den Jahreszahlen des Jubiläums, den Bürgermeister Hans-Richard Bern während der Feier enthüllt hat, soll noch mit den Farben Blau, Weiß und Rot bemalt werden. Foto: Butzke
Als wichtigen "Zeitzeugen" bezeichnete Bürgermeister Bern den Stein, der auf dem Dorfplatz einen "Bruder" hat, denn es gibt noch einen Gedenkstein zum 700. Jubläum des Bestehens. "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen", so Hans-Richard Bern, der damit Goethe zitierte. In Kürze und sobald es das Wetter zulässt, erhält der Stein noch seine Farben – Blau, Weiß, Rot, so wie im Wappen Fiefbergens.
Das Wappen und die Farben finden sich auch auf der Dorfchronik wieder, die (wie berichtet) von Karin Biskup, Silke Lorenzen, Thorsten Rethwisch, Wolfgang Rath, Gerd Schmidt und Marie-Luise Koenen-Tepperies erarbeitet wurde. Pünktlich zum Jubiläum ist das gut gestaltete 150-Seiten-Werk erschienen, das eine Fülle unbekannter Details aus der Dorfgeschichte enthält und zum Preis von 14,90 Euro bezogen werden kann.
Auf dem abendlichen Fest nach der Gedenkstein-Enthüllung bedankte sich Bürgermeister Bern bei den Autoren, und er hatte auch Rosen für das Dekorationsteam und das Veranstaltungsteam des Fiefberger Festausschusses mitgebracht. Das Dekorationsteam verwandelte die Fincksche Scheune, die der Gemeinde von seinem jetzigen Eigentümer Dr. Brockmann aus Kiel für die Festlichkeiten zur Verfügung gestellt worden war, in einen stimmungsvollen Festsaal. Das Veranstaltungsteam sorgte trotz schlechtester Wetterbedingungen für gelungene Aktionen.
Das Strohdorf für Kinder, das eigentlich auf dem Dorfplatz aufgebaut werden sollte, fiel dem Dauerregen genauso zum Opfer wie große Teile des Bauernmarktes auf der Hofstelle Bern. Viele Aussteller hatten abgesagt. Trotzdem war es noch interessant genug, dem Holzbildhauer Hans-Jürgen Piegenschke bei der Arbeit zuzusehen, an der "La Vela" Naturseife zu schnuppern oder Karin Perlicks Puppen in original Probsteier Tracht zu bewundern. In der Diele von Hans-Richard Bern gab’s außerdem Kaffee und Kuchen und eine Diaschau alter Fiefberger Höfe, Katen und Gebäude.
In der Finckschen Scheune stieg Freitagabend das von Werner Husen geschriebene Stück "To Besök to de Korndag", bei dem Thorsten Rethwisch, Monika Hahn, Silke Oldenburg und Cindi Ackermann ihren großen Auftritt hatten. Sie erhielten viel Applaus. Gut kamen auch das Basteln von Strohherzen und Kornschiffen, der Flohmarkt am Sonntagvormittag und die Live-Bands an. Bürgermeister Bern konnte zufrieden sein. Ihm fiel der vielbeschworene Stein vom Herzen, dass alles so gut geklappt hatte, und das trotz der schwierigen Wetterbedingungen.
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