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Gesundheit und Natur
Geschrieben von Brigitte Lederich   
Mittwoch, 28. April 2010

Der Sand gehört an den Strand

Wer denkt beim Strandspaziergang in warmer Frühlingssonne schon noch an Eis und Schnee und an das Sturmtief "Daisy"? Doch den Stränden der Probstei hatte die winterliche Naturgewalt mit dem zauberhaften Namen im Januar schwere Schäden zugefügt, Strandsand wurde in die Ostsee hinausgespült, lagerte sich zwischen den Buhnen ab. Am Schönberger Strand wurde jetzt mit der Sandaufschiebung begonnen – später als geplant. Saisonkorbmieter können in diesem Jahr erst nach Abschluss der Aufschiebearbeiten ihren Platz am Strand einnehmen.
  

Achtung - am Strand wird gearbeitet. Baggerfahrer Karsten Meckelburg (links) und Bürgermeister Wilfried Zurstraßen (Mitte) schauen gespannt zu, wie Mitarbeiter Sascha Sieberger das Hinweisschild aufstellt. Foto: Lederich
 

Achtung - am Strand wird gearbeitet. Baggerfahrer Karsten Meckelburg (links) und Bürgermeister Wilfried Zurstraßen (Mitte) schauen gespannt zu, wie Mitarbeiter Sascha Sieberger das Hinweisschild aufstellt. Foto: Lederich

 

Hatte der Schönberger Bürgermeister Wilfried Zurstraßen zunächst noch auf finanzielle Unterstützung des Landes bei der Beseitigung der Sandschäden gehofft, die das Sturmtief "Daisy" an den lokalen Stränden verursacht hatte, so machte die Anfang April von Ministerium erhaltene Nachricht, dass nur Schäden, die an "kommunaler Infrastruktur" entstanden seien, Zuschüsse erwarten könnten, diese Hoffnung zunichte. Für entstandene Sandverluste, hieß es in der Botschaft, gäbe es keine Zuschüsse. Zuvor hatte das Innenministerium die Kommunen aufgefordert, Schäden nach "Daisy" zu melden. "Das haben wir umgehend gemacht und natürlich mit der Sandaufschiebung gewartet", gibt Zurstraßen zu bedenken und ergänzt, "damit wir nicht durch den vorzeitigen Maßnahmebeginn unsere eventuellen Zuschusschancen zunichtemachen". Das ganze Prozedere rund um das Antragsverfahren hat jedoch Zeit gekostet. Erst nach dem ablehnenden Bescheid des Landes war klar, dass die Gemeinde keine Zuschüsse zu den mindestens 60.000 Euro betragenden Kosten der Sandaufschiebung erhalten würde. "Wir konnten daher erst relativ spät diese Arbeiten ausschreiben und den Auftrag vergeben", sagt der Kommunalpolitiker, "mithin können wir auch erst jetzt mit der Sandaufschiebung beginnen".


Karsten Meckelburg, Mitarbeiter der Baufirma Stoltenberg, der am vergangenen Freitag mit Bagger und Raupe angerückt ist, kennt bereits die Beschaffenheit des Strandes. Seit 2006 ist es sein dritter Arbeitseinsatz dieser Art. Mit der schweren Baggerschaufel zieht er den im Wasser vorgelagerten Sand zwischen den Buhnen heraus und befördert ihn an den hinteren Teil des Strandbereiches. Bei stabiler Witterung und günstigen Windverhältnissen werden die Sandaufschiebungen am Schönberger Strand und in Kalifornien gut zwei Wochen in Anspruch nehmen.


Infolge der Arbeiten werden die Strandkörbe ab 1. Mai auf dem Deich platziert und stehen dort zur individuellen Nutzung, als Saison- oder Tageskörbe zur Verfügung. Ihren gewohnten Platz am Sandstrand können Saisonkorbmieter in diesem Jahr mit ihrem Korb somit erst nach Abschluss der Aufschiebearbeiten wieder einnehmen. Bürgermeister Zurstraßen bittet hier um Verständnis und gibt für Saisonkorbnutzer einen zeitlichen Bonus. "Für die Saisonkorbmieter, die ja den Korb ab Mai für fünf Monate anmieten, werden wir die Nutzung bis Mitte Oktober verlängern." Und wenn die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind und der Strand für die Besucher freigegeben wird, können alle großen und kleinen Wasserratten und Sonnenanbeter wieder die ungetrübte Urlaubsfreude an diesen Probsteier Sandstränden genießen, die für ihren typischen Ostseecharakter weithin bekannt sind.

 
 
 

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