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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Dienstag, 06. April 2010

Die Kirchenglocken läuten nun klangvoller

Die Glocken der St. Katharinen-Kirche in Probsteierhagen läuten wieder. Rechtzeitig zum Osterfest konnten sich die Probsteierhagener und alle Kirchenbesucher darüber freuen, dass der Ton der drei Glocken jetzt wesentlich weicher und klangvoller ist.

   

Zufrieden: Kirchenvorstand Boy-Gerhard Lamp (links) und Pastor Christoph Thoböll begutachten die fertigen Arbeiten im Glockenturm. Foto: Butzke
 

Zufrieden: Kirchenvorstand Boy-Gerhard Lamp (links) und Pastor Christoph Thoböll begutachten die fertigen Arbeiten im Glockenturm. Foto: Butzke

 

"Das liegt an den neuen Aufhängungen (Jochen) aus Holz", sagt Pastor Christoph Thoböll, "die Glocken lassen sich jetzt niedriger, also mit weniger Schwung läuten. Außerdem haben sie neue Klöppel bekommen."


Etwas länger als geplant haben die Arbeiten gedauert, denn sie mussten bisweilen durch Trauerfeiern in der Kirche unterbrochen werden. "Einmal waren die Glockenmotoren noch nicht angeschlossen, und so wurde die eine Glocke, die schon in ihrem neuen Joch hing, erstmals wieder per Hand mit einem Glockenseil geläutet", so Thoböll weiter. Der "Glöckner", Boy-Gerhard Lamp aus dem Kirchenvorstand, war ganz überrascht, dass er nach anfänglichem Krafteinsatz keinerlei Schwierigkeiten mit dem Läuten hatte, weil er im Takt der Glockenschwingung blieb. Nur sehen konnte er nichts, was zur Folge hatte, dass der Trauerzug noch nicht am Friedhof war, als die Glocken schon wieder schwiegen.


Lamp war auch dabei, als Pastor Thoböll die schmale, atemberaubend steile Treppe in den alten Kirchturm hinauf stieg, um die fertigen Arbeiten in dem noch älteren Glockenstuhl von 1624 zu begutachten. Die Denkmalsbehörde hatte darauf bestanden, dass mit dem Austausch der stählernen gegen hölzerne Joche auch eine große Auskreuzung in den Glockenstuhl eingesetzt wird. Damit sollen die Kräfte, die die schwingenden, mehr als 1.000 Kilo schweren Glocken erzeugen, besser verteilt werden. Durch das Umhängen der Glocken sind jetzt auch die Lasten besser verteilt.


Am vorigen Sonnabend haben die alten, neu aufgehängten Glocken Probsteierhagens zum ersten Mal wieder geläutet. Aus der Umbaumaßnahme übrig geblieben sind drei mächtige Klöppel und ein uraltes Holzstück. Diese drei Teile will die Kirche genauso wie eine Reihe alter Kirchenbänke gegen eine großzügige Spende abgeben. Wer Interesse hat, meldet sich im Kirchenbüro unter der Telefonnummer 04348-91133. Unter dieser Nummer können sich auch Besucher anmelden, die in den Glockenturm hinaufsteigen und sich die Glocken anschauen möchten.

 
 
 

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Probsteierhagen

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Probsteierhagen, dessen Ursprung sich auf das Jahr 1259 zurückführen lässt, ist ein traditionsreiches Dorf in der Probstei. Über Jahrhunderte eng verbunden mit dem adeligen Gut Hagen wurde das Handwerkerdorf Probsteierhagen (östlich der Hagener Au gelegen) um 1930 mit dem Gutsbezirk Hagen nach dessen Aufteilung in rund 70 Kleinbauernstellen zur heutigen Gemeinde Probsteierhagen vereinigt. Prägend sind auch heute noch das alte Herrenhaus Hagen aus dem Jahre 1649 mit dem dazugehörenden Park, das sich im Besitz der Gemeinde befindet und für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird (Ausstellungen, Konzerte usw.), und die St. Katharinenkirche mit dem Ursprung aus dem 13. Jahrhundert.

Margrit Lüneburg
Bürgermeisterin

Margrit Lüneburg
04348-8916

Gemeindewehrführer
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04348-1781

 
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