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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Mittwoch, 25. August 2010

Die Marine – gestern und heute

Am 17. Juni hatte der Deutsche Marinebund e.V. die historische Halle im Laboer Ehrenmal offiziell neu eröffnet (PH berichtete). Das war seit langem geplant, verzögerte sich aber durch den erheblichen Kostenaufwand. Nun bietet die historische Halle in ihrem neuen, zeitgemäßen Gewand den Besuchern einen interessanten Überblick über die Entwicklung der Marine. Ergänzt wird die ständige Ausstellung durch zeitlich begrenzte Präsentationen, wie derzeit beispielsweise durch die Sammlung "Maritime Kunstobjekte" von Jürgen Oltmann.

   

Präsident des Deutschen Marinebundes Karl Heid ist stolz auf die neu gestaltete Ausstellung in der historischen Halle im Laboer Ehrenmal. Foto: Schmidt
 

Präsident des Deutschen Marinebundes Karl Heid ist stolz auf die neu gestaltete Ausstellung in der historischen Halle im Laboer Ehrenmal. Foto: Schmidt

 

Das seit 1956 im Besitz des DMB befindliche Ehrenmal ist eines der ältesten denkmalgeschützten Bauwerke Schleswig-Holsteins. Am 30. Mai 1936 wurde es nach fast siebenjähriger Bauzeit eingeweiht. Etwa 700.000 Reichsmark – überwiegend aus Spenden von Mitgliedern der Marinevereine und der Marineoffiziervereinigung stammend – waren in den Bau geflossen, der heute zu den wenigen architektonischen Beispielen des Expressionismus zählt. Auf 5,7 Hektar Gesamtfläche – nahezu der Größe von acht Fußballfeldern – gehören zu der Anlage der markante 85 Meter hohe Turm. Wer den Aufstieg über die 341 Stufen wagt, oder sich ganz bequem in einem der beiden Aufzüge hinaufchauffieren lässt, wird auf der Aussichtsplattform mit einem einzigartigen Rundblick über Land und Meer belohnt. Außerdem gehört eine unterirdische Gedenkhalle zum Ehrenmal, in der die Namen von Gefallenen in beiden Weltkriegen zu lesen sind. Die historische Halle mit zahlreichen Schiffsmodellen und anderen marine- und schifffahrtsgeschichtlichen Exponaten sowie eine 7.000 Quadratmeter große, mit Wesersandstein belegte Freifläche gehören außerdem zur Gedenkstätte, die sich vor allem seit 2007 immer stärker dem Zeitgeist anpasst.

 

DMB-Präsident Karl Heid zeigte sich zufrieden mit dieser Öffnung, die er maßgeblich mit entwickelte. Das Prunkstück ist derzeit die neue Ausstellungshalle, die aufwändig restauriert wurde. Die Inhalte wurden grundlegend überarbeitet und ergänzt, beispielsweise um die Entwicklung der Marine der Nationalen Volksarmee in der damaligen DDR.
Zum Ehrenmal gehört aber auch das U-Boot U-995. Am 13. März 1972 wurde U-995 von zwei Schwimmkränen nach Laboe überführt und als technisches Museum am Strand vor dem Marine-Ehrenmal abgesetzt. Das Boot war am 16. September 1943 bei Blohm & Voss in Hamburg in Dienst gestellt worden. Es gehörte zum Typ VII C, von dem bis 1945 insgesamt 693 Einheiten fertiggestellt wurden. Bis zu seiner Außerdienststellung am 8. Mai 1945 im norwegischen Drontheim wurde U-995 vorwiegend im Nordmeer gegen Geleitzüge und auslaufende Konvois und Sicherungsstreitkräfte eingesetzt. Wer sich also durch die enge Luke zwängt, einen Blick in die Mini-Kojen und auf das spartanische Klo wirft, kann nur ahnen, wie der Alltag der Soldaten auf einem solchen Kriegsschiff aussah.

350.000 Besucher zählt der DMB übrigens jährlich.

 

In der  historischen Halle findet der Besucher zahlreiche Schiffsmodelle und andere marine- und schifffahrtsgeschichtliche Exponate

(Bitte klicken Sie auf die Bilder. Fotos: Schmidt)

 
 
 

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Laboe

Hier lässt es sich Leben: das Ostseebad Laboe besitzt alles, was das Herz begehrt

Laboe - ein malerischer Traum an der Kieler Förde

Das Ostseebad Laboe mit cirka 6.000 Einwohnern liegt malerisch am Ausgang der Kieler Förde. Laboe wurde urkundlich erstmals 1240 erwähnt, der Name, ehemals "Lubodne", stammt aus dem slawischen, was soviel wie "Schwanenort" bedeutet. Dieser anmutige Großvogel ist denn auch das Wappentier Laboes. Laboe ist durch zwei verschiedene Teile mit unterschiedlichem Charme und Charakter geprägt, das Ober- und das Unterdorf. Im Unterdorf liegt der malerische Hafen mit Platz für rund 700 Boote. Der Tourismus ist eine Haupteinnahme- quelle der Gemeinde: jährlich über 350.000 Tagesgäste und 50.000 Übernachtungen. Unübersehbar ist in Laboe das Marineehrenmal für die gefallenen Seeleute beider Weltkriege; davor liegt ein altes U-Boot (die U995) vom Typ VII C am Strand.


Karin Nickenig



 




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