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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | ||
| Mittwoch, 25. August 2010 | ||
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Präsident des Deutschen Marinebundes Karl Heid ist stolz auf die neu gestaltete Ausstellung in der historischen Halle im Laboer Ehrenmal. Foto: Schmidt |
Das seit 1956 im Besitz des DMB befindliche Ehrenmal ist eines der ältesten denkmalgeschützten Bauwerke Schleswig-Holsteins. Am 30. Mai 1936 wurde es nach fast siebenjähriger Bauzeit eingeweiht. Etwa 700.000 Reichsmark – überwiegend aus Spenden von Mitgliedern der Marinevereine und der Marineoffiziervereinigung stammend – waren in den Bau geflossen, der heute zu den wenigen architektonischen Beispielen des Expressionismus zählt. Auf 5,7 Hektar Gesamtfläche – nahezu der Größe von acht Fußballfeldern – gehören zu der Anlage der markante 85 Meter hohe Turm. Wer den Aufstieg über die 341 Stufen wagt, oder sich ganz bequem in einem der beiden Aufzüge hinaufchauffieren lässt, wird auf der Aussichtsplattform mit einem einzigartigen Rundblick über Land und Meer belohnt. Außerdem gehört eine unterirdische Gedenkhalle zum Ehrenmal, in der die Namen von Gefallenen in beiden Weltkriegen zu lesen sind. Die historische Halle mit zahlreichen Schiffsmodellen und anderen marine- und schifffahrtsgeschichtlichen Exponaten sowie eine 7.000 Quadratmeter große, mit Wesersandstein belegte Freifläche gehören außerdem zur Gedenkstätte, die sich vor allem seit 2007 immer stärker dem Zeitgeist anpasst.
DMB-Präsident Karl Heid zeigte sich zufrieden mit dieser Öffnung, die er maßgeblich mit entwickelte. Das Prunkstück ist derzeit die neue Ausstellungshalle, die aufwändig restauriert wurde. Die Inhalte wurden grundlegend überarbeitet und ergänzt, beispielsweise um die Entwicklung der Marine der Nationalen Volksarmee in der damaligen DDR.
Zum Ehrenmal gehört aber auch das U-Boot U-995. Am 13. März 1972 wurde U-995 von zwei Schwimmkränen nach Laboe überführt und als technisches Museum am Strand vor dem Marine-Ehrenmal abgesetzt. Das Boot war am 16. September 1943 bei Blohm & Voss in Hamburg in Dienst gestellt worden. Es gehörte zum Typ VII C, von dem bis 1945 insgesamt 693 Einheiten fertiggestellt wurden. Bis zu seiner Außerdienststellung am 8. Mai 1945 im norwegischen Drontheim wurde U-995 vorwiegend im Nordmeer gegen Geleitzüge und auslaufende Konvois und Sicherungsstreitkräfte eingesetzt. Wer sich also durch die enge Luke zwängt, einen Blick in die Mini-Kojen und auf das spartanische Klo wirft, kann nur ahnen, wie der Alltag der Soldaten auf einem solchen Kriegsschiff aussah.
350.000 Besucher zählt der DMB übrigens jährlich.
In der historischen Halle findet der Besucher zahlreiche Schiffsmodelle und andere marine- und schifffahrtsgeschichtliche Exponate
(Bitte klicken Sie auf die Bilder. Fotos: Schmidt)





