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Die neue Truhenorgel erklingt "Gott zu Ehren" Drucken E-Mail
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Eine Königin zu Gast in der Evangelischen Kirche Schönberg – nein nicht nur zu Gast, sondern jetzt zu Hause. Fast komplett aus Spenden wurde dieses Instrument finanziert, das nun die Chöre begleitet, ohne dass sie auf der Empore singen müssen. Foto: Schmidt

"Soli Deo Gloria" – unter diesem Titel stand die feierliche Adventsmusik, mit der in der Evangelischen Kirche Schönberg eine Königin geweiht wurde – die Königin der Instrumente: Eine neue Truhenorgel.

 

Die neue Truhenorgel erklingt "Gott zu Ehren"

"Soli Deo Gloria" – unter diesem Titel stand die feierliche Adventsmusik, mit der in der Evangelischen Kirche Schönberg eine Königin geweiht wurde – die Königin der Instrumente. Eine neue Truhenorgel, die zum größten Teil aus Spenden einer Dame finanziert worden war und die nun den Musikgruppen, die ohne instrumentale Verstärkung singen, also vornehmlich Kantorei und Kinderchor, die Möglichkeit bieten, direkt im Kirchenraum vor dem Publikum zu singen und nicht hinter den Besuchern hoch oben auf der Empore bei der Orgel. Diese besondere Atmosphäre und die Wirkung des neuen Instrumentes konnten einig hundert Zuhörer bei diesem festlichen Konzert am vierten Advent erleben.
 

 

Eine Königin zu Gast in der Evangelischen Kirche Schönberg – nein nicht nur zu Gast, sondern jetzt zu Hause. Fast komplett aus Spenden wurde dieses Instrument finanziert, das nun die Chöre begleitet, ohne dass sie auf der Empore singen müssen. Foto: Schmidt  

Eine Königin zu Gast in der Evangelischen Kirche Schönberg – nein nicht nur zu Gast, sondern jetzt zu Hause. Fast komplett aus Spenden wurde dieses Instrument finanziert, das nun die Chöre begleitet, ohne dass sie auf der Empore singen müssen. Foto: Schmidt

 


Die Kirchenbänke waren bis auf den letzten Platz besetzt, kaum einer wollte sich das stimmungsvolle Konzert entgehen lassen, das zudem ein besonderes war. Denn Pastor Gerhard Sabrowski weihte die neue Truhenorgel, in deren Front die Worte "Soli Geo Gloria" – allein Gott zu Ehren – eingraviert sind. Er betonte, dass so ein Instrument eben nicht eingeweiht wird wie ein Haus oder ein Gegenstand, den man dann zum ersten Mal gebraucht. Eine Orgel werde geweiht, also alle Töne seien von Beginn an Gott bestimmt, so Sabrowski.


Dass die Schönberger Kirche diese Orgel nun überhaupt hat, sei fast ein Wunder, denn die Kirche habe mit ihrem "Bauschlamassel" wahrlich genug Sorgen, meinte der Pastor. Dieses "Wunder" machte eine Dame aus der Kirchengemeinde möglich. Sie wünschte sich eine Truhenorgel, damit die Chöre, die ohne instrumentale Begleitung auskommen müssen und bislang oben auf der Empore bei der Orgel, also im Rücken der Besucher sangen, nun auch im Kirchenraum von Angesicht zu Angesicht mit den Zuhörern singen können. Sage und schreibe 17.000 Euro kamen durch die Spenderin zusammen. Angesichts dieser Summe ließ sich der Kirchenvorstand einen Kostenvoranschlag errechnen, der 26.500 Euro erbrachte. Die Kirchengemeinde selbst hatte vor Jahren 5.000 Euro für eine Truhenorgel in die Rücklage gestellt und die Differenz, so Sabrowski, kam nun aus einer positiven Haushaltsbilanz von 2008, die zwar hauptsächlich für bauliche Unterhaltung genutzt wird, aber nun wurden 5.400 Euro für das Instrument daraus abgezweigt.


Gebaut wurde das Instrument von dem niederländischen Orgelbauer Henk Klopp, sein Name ziert die Innenseite des Instruments. Der Name der Spenderin allerdings soll nicht genannt werden – auf ihren Wunsch hin. Doch sie sei bei diesem Weihekonzert selbst anwesend und hört, wie sie klingt, so der Pastor. Denn Kirchenmusiker Axel Wolter entlockte dem Instrument die ganze Vielfalt seiner Klangfarben. Wolter begleitete die Chöre an diesem Tag bei ihrem Repertoire.


Alle Sängerinnen und Sänger hatten in diesem gemeinschaftlichen Adventskonzert ihren glanzvollen Auftritt: Kinderchor, Gospel- und Posaunenchor, Familie Lantau, die Kantorei, Nachwuchsbläser und viele Solisten.


Ein gemeinsames Singen bildete den stimmungsvollen Abschluss. Und so werden sicher alle am Ende gern eine Spende für den Erhalt der Kirche in die Kasse gelegt haben.

 
 
 

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