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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Dienstag, 09. März 2010

EhrenamtMesse freute sich über 1.500 Besucher

"Wie gut, dass in diesem Jahr so viele Besucher den Weg zur EhrenamtMesse gefunden haben", freute sich der Schirmherr, Kreispräsident Peter Sönnichsen, vorvergangenen Sonntag beim Rundgang durch die Räume und Flure des Preetzer Friedrich-Schiller-Gymnasiums, in dem fast 60 Aussteller unterschiedlichster Art ihre Stände aufgebaut hatten. Was sie verband, war ihre ehrenamtliche Arbeit, die sie den Besuchern vorstellten. Sie warben zugleich dafür, selbst in einem Ehrenamt aktiv zu werden. 

Um verletzte oder entkräftete Tiere kümmern sich (von links): Joris Willrodt, Ronja Butscher, Timo Kieburg und Sören Willrodt im Wildtierheim Preetz. Foto: Butzke
 

Um verletzte oder entkräftete Tiere kümmern sich (von links): Joris Willrodt, Ronja Butscher, Timo Kieburg und Sören Willrodt im Wildtierheim Preetz. Foto: Butzke


Sven Ranocha, Bereitschaftsleiter beim Klausdorfer DRK-Sanitätsdienst, zeigte zusammen mit Sanitätshelfer Marco Reinhold an Puppe "Albert", wie man einen Menschen wiederbelebt. Joris und Sören Willrodt sowie Ronja Butscher und Timo Kieburg engagieren sich für das Wildtierheim Preetz und pflegen zum Beispiel ausgehungerte Greifvögel oder durch den Straßenverkehr verletzte Tiere, die sie nach dem Aufenthalt im Tierheim wieder auswildern.


Großen Erfolg hat Erwin Andresen vom ASB an der Schönberger Schule, wo er zwölf Schüler zu ehrenamtlichen Schulsanitätern ausbilden konnte. Seine Kollege Thorsten Meyer hat in Heikendorf schon für 15 Schulsanitäter gesorgt; die nächsten zehn machen gerade ihre Prüfung. Beim UTa-Tauschring für Frauen-Talente werden Arbeitsstunden in der Tauscheinheit "Sterne" abgerechnet und Kontakte geknüpft. Und ebenso gut arbeiten die Jäger, die Landfrauen, die AWO, der Hospizverein und viele andere.


Was bewegt Menschen, sich ehrenamtlich für andere, für die Umwelt oder die Kultur einzusetzen, hatte Petra Rink als Sprecherin der Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände in ihrer Begrüßungsrede gefragt. NDR-Moderatorin Harriet Heise fand die Antworten in ihrer Talkrunde heraus. "Es macht einfach Spaß", "Man erlebt das Gefühl, gebraucht zu werden", "Man erfährt Anerkennung", "Man lernt Menschen kennen – manchmal sogar den Partner" und "es ist eine sinnvolle Aufgabe im Ruhestand", wurde ihr gesagt. Das empfanden die Ehrenamtler auf der Messe genauso.


Allerdings bestand das Publikum – leider – zum größten Teil aus der reiferen und älteren Generation. "Junge Leute waren noch gar nicht an unserem Stand", bedauerte Heidemarie Kuhn von der Laboer AWO, "dabei hat die AWO ein umfangreiches Programm für Kinder und Jugendliche im Angebot." Auch das Interesse, sich selbst zu engagieren und spontan in einen Verein einzutreten, war wohl nicht so groß wie erwartet, konnte man hören.


Trotzdem haben sich die von Projektkoordinator geschätzten rund 1.500 Besucher auf der EhrenamtMesse bestens unterhalten. Nach dem Rundgang über die Messe konnten sie unter anderem den Bänkelsängern "Mit voller Spielmannswucht" lauschen, den Line-Dance-Kindern des Preetzer TSV zusehen oder bei der Seniorentanzgruppe der Klausdorfer DRK mitmachen. Die brachte ihre Zuschauer mit temperamentvollem Fingerschnipsen, Klatschen, Händerecken und Händekreisen für alle ordentlich in Schwung. Auch ein Grund, beim Ehrenamt mitzumachen: Fit bleiben!

 
 
 

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