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Gesundheit und Natur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Freitag, 25. November 2011

 

Ein Blick durch die Brille der Umweltschützer

Der Schönberger Umweltbeirat hat seit vielen Jahren einen festen Platz in der Gemeindeentwicklung. Er legt den Finger auf die Wunde, wenn es in der Bauplanung der Gemeinde um Umweltbelange, um den Erhalt und die Pflege vorhandener Bäume und um die Verbindung zwischen Fremdenverkehr und Umweltschutz geht. Dieser Beirat wird in der Gemeinde immer dann neu gewählt, wenn auch die Gemeindevertreter neu in ihr Amt kommen, denn die Arbeit beider Gremien ist eng verzahnt. Allerdings hat der Umweltbeirat lediglich beratende Funktion und kann der Gemeindevertretung lediglich seine Anliegen empfehlen. 

 

  Bei allen Bauvorhaben gilt dem Umweltschutz ein besonderes Augenmerk. Foto: Schmidt
Bei allen Bauvorhaben gilt dem Umweltschutz ein besonderes Augenmerk. Foto: Schmidt

 

Doch dieses Verfahren funktioniert in Schönberg sehr gut, wie der Beiratsvorsitzende Detlef Klose einschätzt. Er führt in der dritten Wahlperiode den neunköpfigen paritätisch besetzten Beirat und eines ist ihm ganz wichtig: "Wenn wir am Tisch sitzen, bleibt die Parteipolitik draußen. Wir arbeiten an der Sache", sagt Klose. Und die Sache ist allen wichtig, jeder geht mit offenen Augen durch die Gemeinde, schaut durch die Brille des Umweltschützers. Aktuelle Themen sind derzeit die Neubauvorhaben in der Gemeinde, speziell die Planung für das neue Einkaufszentrum. "Wir sind stark in die Arbeit des Bauausschusses eingebunden und ich bekomme als Vorsitzender in den Sitzungen auch Rederecht", berichtet Klose. Dies sei für ihn ein großer Fortschritt in der Arbeit. Bei allen Ortsbegehungen des Ausschusses sei der Umweltbeirat vertreten, der natürlich auch seine eigene Bereisung des Ortes macht. Ebenso pflege er mit dem Bauausschuss-Vorsitzenden einen guten Austausch und habe durchgesetzt, dass er auch im nicht öffentlichen Teil der jeweiligen Sitzung dabei sein darf. "So konnte der Beirat unter anderem auch darauf hinwirken, dass in dem Gebiet am ‚Alten Bahnhof‘ die Pflanzlöcher für die vorgesehenen Bäume ausreichend groß sind, damit nicht ähnliche Probleme auftreten wie an anderen Stellen im Ort, beispielsweise an der Linde vor Janny‘s Eis", berichtet Klose. Eine gute Unterstützung habe er bei der Frage der Gründächer durch die CDU-Fraktion erhalten.


Ein großer Schwerpunkt der Arbeit sei der Erhalt der Bäume, die für manchen Anwohner auch schon mal ein Ärgernis bedeuten. Deshalb lege man auch großen Wert auf das Gespräch mit den Bürgern und Grundstückseigentümern. Viele, so Klose, kämen bei Problemen mit Bäumen von sich aus auf den Beirat zu, doch manchmal gebe es auch Fälle, in denen ein großer und gesunder Baum einfach der Säge zum Opfer fällt. Dies, so der Naturfreund, sei dann sehr ärgerlich. "Zurzeit sind wir dabei, ein Baumkataster zu erarbeiten. Wir haben das Gemeindegebiet unter uns Mitgliedern aufgeteilt, und jeder von uns listet die dort vorhandenen Bäume auf", berichtet Klose über die Arbeit. Mit dieser Bestandsaufnahme, die schon seit vielen Jahren immer wieder Thema in der Gemeinde ist, wolle man einen Überblick über den Baumbestand erhalten und entsprechende Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen entwickeln. Denn ein Baum sei auf vielfältige Weise wertvoll für unsere Umwelt, so Klose.

 
 
 

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