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Seit 2006 holen die Pfadinder der evangelischen Kirchengemeinde das Friedenslicht nach Schönberg. Jedes Jahr am dritten Advent entzündet ein österreichisches Kind ein Licht in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem.
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"Ein Licht, das Völker verbindet"
Seit 2006 holen die Pfadinder der evangelischen Kirchengemeinde das Friedenslicht nach Schönberg. Jedes Jahr am dritten Advent entzündet ein österreichisches Kind ein Licht in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Dieses Licht wird dann nach Wien geflogen, wo Pfadfinder aus ganz Europa das Licht in ihre Heimat bringen. Auch norddeutsche Pfadfinder sind mit dabei, um es mit dem Zug nach Kiel zu bringen, wo die Schönberger Pfadfinder dieses Licht empfangen und es in der Probstei an alle Gläubigen weiterreichen.
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Die Pfadfinder in Regie von Moritz Keppel (Mitte) brachten das Friedenslicht nach Schönberg. Traditionell entzündeten sie gemeinsam mit Bürgermeister Wilfried Zurstraße das Licht, das Völker verbindet – so das diesjährige Motto. Foto: Schmidt
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Am Wochenende wurde das "Friedenslicht" im evangelischen und katholischen Gottesdienst an alle Besucher weitergereicht, zuvor hatten die Pfadfinder das Licht den Schönberger Gemeindevertretern während ihrerer letzten Sitzung des Jahres überbracht. Unter dem Motto "das Licht, das Völker verbindet" entzündeten die Schönberger Pfadfinder in Regie von Moritz Keppel am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit Bürgermeister Wilfried Zurstraßen die Kerze mit dem mitgebrachten Friedslicht an – als Symbol für den Frieden.
Denn Frieden, so sagte Bürgermeister Wilfried Zurstraßen, sei überall auf der Welt Voraussetzung dafür, dass Menschen in einer freiheitlichen Gesellschaft leben können. Einer Gesellschaft, in der Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität die bestimmenden Faktoren sind. "Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts" – diese Worte von Willy Brandt, so sagte Zurstraßen, hätten nach wie vor ihre Berechtigung. "Frieden ist aber nicht nur als äußerer Frieden zu verstehen, im Umgang zwischen Völkern, sondern Frieden betrifft auch das Zusammenleben der Menschen innerhalb einer Gesellschaft. Zu diesem inneren Frieden gehört insbesondere die Toleranz im Umgang mit anders denkenden und anders lebenden Menschen. Menschen, die eine andere Religion haben, die sich anders kleiden, die aus anderen Ländern kommen, kurzum: Menschen, die anders sind als wir", so Zustraßen weiter. Es gehe in diesem Zusammenhang nicht nur darum aufzustehen gegen den braunen Terror, sondern aktiv einzutreten für Toleranz und Integration, "da, wo wir hingestellt sind, damit Offenheit und Unvoreingenommenheit das Miteinander gestalten." An diese Pflicht, so der Bürgermeister, solle das Friedenslicht erinnern.
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