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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Sonntag, 19. September 2010

"Ein so gutes Ergebnis hatten wir noch nie …"

Was kann man aus einem Kilo Rinderhüfte und einem Kilo Schweinenacken machen? Für Tim Gomolczyk, Fleischer-Azubi im dritten Lehrjahr auf dem Hof Steffen in Muxall, keine Frage – "Muxaller Gutsherrenbraten" und "Salzauer Pfifferlingsrollbraten". Mit diesen beiden Braten-Kreationen holte sich der 24-Jährige beim landesweiten Nachwuchswettbewerb auf der NORLA in Rendsburg einen Doppelsieg in der Einzelwertung und hängte seine 210 Mitbewerber aus den Berufsschulen Schleswig-Holsteins und Hamburgs deutlich ab.

   

Fleischer-Azubi Tim Gomolczyk (links) und sein Lehrherr, Fleischermeister Bernd Steffen, sind stolz auf den landesweit besten Platz. Foto: Butzke
 

Fleischer-Azubi Tim Gomolczyk (links) und sein Lehrherr, Fleischermeister Bernd Steffen, sind stolz auf den landesweit besten Platz. Foto: Butzke

 

Pfifferlinge, Lauch, fetter und durchwachsener Speck, Zwiebeln und Knoblauch standen Pate, als Tim in nur 30 Minuten aus Schweine-?nacken etwas "Herbstlich Leckeres" zaubern musste. Für das Dekorieren der Rinderhüfte hatte er zwar 40 Minuten Zeit, aber dafür forderten Brokkolipüree, Schinkenwürfel, Käse und Lauch seine volle Aufmerksamkeit. "Das geht besser", ist sein kritischer Kommentar, als er sich die Fotos seiner Arbeit anschaut. Da waren die Preisrichter anderer Meinung. Der Rinderbraten errang 293 von 300 möglichen Punkten. Hocherfreut stellte Landeslehrlingswart Christian Lohff fest: "Ein so gutes Ergebnis hatten wir noch nie in dem Wettbewerb."

Auch Fleischermeister Bernd Steffen, Tims Lehrherr, ist voll des Lobes für seinen Azubi, der – was ihn sicher beflügelt – schon eine abgeschlossene Kochlehre hinter sich hat. "Tim hat wirklich viel geübt", berichtet Bernd Steffen. Tim revanchiert sich und sagt: "Ein Lehrbetrieb wie Steffen ermöglicht einem das Lernen; das ist nicht überall so." Wenn er im August 2011 seine Abschlussprüfung macht, will er deshalb auf jeden Fall "erst mal bei Steffen bleiben", denn die Arbeit macht ihm Spaß.

Das Beste ist für ihn nicht das Schlachten, Zerlegen oder Wurstmachen, die Küche oder der Partyservice, sondern das Verkaufen der Fleisch- und Wurstwaren auf dem Markt. "Ich mag es, die Leute zu beraten, ihnen bestimmte Sorten Fleisch zu empfehlen und ihnen Tipps zu geben, wie sie sie zubereiten", sagt er. "Fleischer Fachrichtung Verkauf", heißt denn auch sein Berufsziel. Die Braten, die er auf der NORLA kreiert hat, kann er gut verkaufen, denn "das Auge kauft mit", wie er weiß. Und dann: "Entweder eine Scheibe abschneiden und kurzbraten oder den ganzen Braten in den Ofen schieben", heißt seine Empfehlung.

Wer weitere gute Tipps für gute Küche erhalten möchte, besucht Ende Oktober einen der Kochkurse, die Steffen zum Thema "Wild" veranstaltet und bei denen Tim Gomolczyk die Teilnehmer in die Feinheiten der Wildzubereitung einweiht. Derzeit genießt er erstmal seinen Erfolg, der die Berufsschule Plön an die Spitze des Landeswettbewerbs katapultierte und ihr den großen Wanderpokal einbrachte. 

 
 
 

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Probsteierhagen

Wunderschön in jeder Jahreszeit: Das 1649 erbaute Herrenhaus Hagen

Dorfprägend: das Schloss und die Kirche

Probsteierhagen, dessen Ursprung sich auf das Jahr 1259 zurückführen lässt, ist ein traditionsreiches Dorf in der Probstei. Über Jahrhunderte eng verbunden mit dem adeligen Gut Hagen wurde das Handwerkerdorf Probsteierhagen (östlich der Hagener Au gelegen) um 1930 mit dem Gutsbezirk Hagen nach dessen Aufteilung in rund 70 Kleinbauernstellen zur heutigen Gemeinde Probsteierhagen vereinigt. Prägend sind auch heute noch das alte Herrenhaus Hagen aus dem Jahre 1649 mit dem dazugehörenden Park, das sich im Besitz der Gemeinde befindet und für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird (Ausstellungen, Konzerte usw.), und die St. Katharinenkirche mit dem Ursprung aus dem 13. Jahrhundert.

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