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Wisch/Heidkate - Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Uwe Jacobsen   
Freitag, 24. Februar 2006

Einblicke in die Wischer Kanalisation

Es muss nicht immer "Mord und Totschlag" sein, um einen Film fesselnd zu finden. Das wissen seit Mittwochabend auch rund 30 Wischer Bürger, die sich im Dorfgemeinschaftshaus erstmals Aufnahmen von ihrer dörflichen "Unterwelt" (Regenwasserkanalisation) ansahen.

Foto: Jacobsen

Derrick hätte es nicht treffender formulieren können: Bei dieser Filmaufnahme handelt es sich um einen "glatten Durchschuss" eines nachträglich eingebauten Versorgungsrohres durch die Regenwasserkanalisation.
Foto: Jacobsen

Das anschließende Resümee des Filmvorführers, Diplom-Ingenieur Ulrich Hauck, machte den Anwesenden aber wieder Mut. Denn im Großen und Ganzen besitzen die Wischer ein intaktes unterirdisches System, das jedoch an manchen Stellen auch Schwachpunkte aufweist. Um diese zu beseitigen, kommen hinsichtlich der Sanierung der schwersten Schäden Kosten in Höhe von 180.000 Euro auf die Gemeinde zu. Allerdings wird diese Summe nicht auf einmal investiert, sondern auf 36 Monate verteilt. Weitere 60.000 Euro sind allerdings schon für dieses Jahr fest verplant, um die Leitungen des Dorfteiches neu zu verlegen.

Dass sich in manchen Abzweigern des rund vier Kilometer langen Netzes fette Schlammreste beziehungsweise dicke Wurzeln "niedergelassen" haben, ist angesichts der vergangenen rund vier Jahrzehnte nichts Ungewöhnliches, so Hauck, repariert werden muss es trotzdem. Ebenso wie der "glatte Durchschuss" eines Versorgungsrohres, das im Postweg verlegt wurde. Haucks Vorschlag daraufhin: "Man sollte das Versorgungsunternehmen ruhig an den Reparaturkosten beteiligen." Wenn alles nach Plan läuft, wird die Ausschreibung dieser Maßnamen bis Mitte März fertig sein, so dass mit den Sanierungsarbeiten noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Allerdings erinnerte Bauausschuss-Vorsitzender Uwe Schabel nochmals daran, dass während der Hauptsaison keine offenen Sanierungen vorgenommen werden sollen. Es muss ja nicht jeder sehen, was sich alles in der Wischer "Unterwelt" abspielt.

 
 
 

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Wisch / Heidkate

Weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt: die Wischer Schmiede

Erlebnis pur an der Ostseeküste

1286 gilt als Gründungsjahr des Dorfes Wisch in jetziger Lage. Der Ostseedeich mit 4,5 Meter Höhe schützt seit 1986 das Strandgebiet Heidkate und die tiefliegenden Acker- und Wiesenflächen zwischen Strand und Dorf. Der 3,7 Kilometer lange Wischer Naturstrand ist Anziehungspunkt für viele Badegäste und Surfer. Ein Naturparkplatz für Tagesgäste, der Campingplatz Heidkoppel mit 700 Stellplätzen und 550 Wochenendhäuser bieten Erlebnis an der Ostsee. In Wisch wohnen rund 750 Einwohner, im Sommer kommen viele Gäste dorthin. Gut ausgeschilderte Rundwege führen Wanderer, Radfahrer und Reiter durch Salzwiesen und Knicklandschaft in die 920 Hektar große Gemeinde.

Heinz Lamp
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Heinz Lamp
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