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Junge Leute eine Woche lang ganz praktisch Berufsleben ausprobieren zu lassen ist das Ziel der Werkstattwochen, die das Schönberger kommunale Dienstleistungscenter PROArbeit Schülern regelmäßig anbietet.
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Eine Woche lang Werkstatt schnuppern
Junge Leute aus dem Schulalltag herauszuholen und sie eine Woche lang ganz praktisch Berufsleben ausprobieren zu lassen ist das Ziel der Werkstattwochen, die das Schönberger kommunale Dienstleistungscenter PROArbeit Schülern der Gemeinschaftsschule Probstei (GSP) regelmäßig anbietet. Am Freitag voriger Woche ist so eine Werkstattwoche zur regionalen Berufsorientierung mit der Abschlusspräsentation in der ehemaligen Schlesener Gaststätte "Zur Wildente" zu Ende gegangen.
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In einer ehemaligen Lagerhalle in Höhndorf lernen die Schüler nach der Theorie die handwerkliche Seite der Arbeit kennen. Foto: Heine
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Frank Helgenberger blinzelt in die noch tiefstehende Sonne. Der Becher Tee in seiner Hand dampft in der frostkalten Luft. Er steht im offenen Tor einer ehemaligen Lagerhalle in Höhndorf, hinter ihm glänzt rot das Spielmobil der Gemeinde Schönberg im hellen Morgenlicht. Um dieses alte Feuerwehrauto geht es im Elektro-Teilprojekt der Werkstattwoche. Eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach soll künftig Strom für die Einsätze des Fahrzeugs liefern.
Von draußen schallt der Lärm spielender Jugendlicher herein. Frank Helgenberger steckt den Kopf durch das Tor und schaut nach, was dort los ist. "Die Kinder müssen sich erst noch ein wenig austoben", sagt er lächelnd. Damit meint er seine fünf Schützlinge, sämtlich Achtklässler des Hauptschulzweigs der GSP. Nachdem er zwei Tage lang mit ihnen Theorie gepaukt hat, leitet der selbstständige Schiffsausstatter aus Barsbek die Schüler nun praktisch an, das Solarpaneel, die zugehörige Elektrik und die spezielle Gelbatterie fachmännisch in das Auto einzubauen. Damit lernen die Jugendlichen nicht nur die handwerkliche Seite dieser Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen kennen, sondern erfahren gleichzeitig viel über Anwendungsmöglichkeiten von Photovoltaik im Kleinen. "Gerade bei Campingmobilen und Sportbooten eine sehr im Kommen begriffene Technik", weiß Helgenberger aus eigener Berufserfahrung. Zum fünften Mal wirkt er nun schon ehrenamtlich bei den Werkstattwochen mit. "Eine gute Sache", meint er, "die Schüler freuen sich, aus der Schule herauszukommen und praktisch arbeiten zu dürfen."
Das finden auch die Schüler. "Ziemlich cool, mal 'was Anderes", sagen sie übereinstimmend. Einer von ihnen kann sich schon jetzt vorstellen, später beruflich mit Photovoltaik zu arbeiten. Und Nadine Oppe, das einzige Mädchen der Gruppe, hat die Gelegenheit genutzt, einen, wie sie denkt, für Mädchen "untypischen" Beruf kennenzulernen.
Regionale Berufsorientierung beim Übergang von Schule in die Berufswelt will das Dienstleistungscenter PROArbeit geben. Die GSP-Schüler hatten deshalb auch Gelegenheit, gemeinsam mit Medienfachleuten vom Offenen Kanal Kiel kurze Werbefilme zu produzieren, einen Klassenraum zu streichen und dabei sowohl fachgerecht als auch kreativ mit Farbe umzugehen, gesundes und vielseitiges Essen zuzubereiten und mit Tischler Torsten Stoltenberg-Frick aus Holz Regale zu bauen. "Es ist keine Spinnerei, wenn ich euch sage, dass ihr sehr engagiert gearbeitet habt", lobte Stoltenberg-Frick die Schüler am Projektende in der "Wildente". PROArbeit-Mitarbeiter Sven Grapatin zeigte sich ebenfalls zufrieden. "Wir versuchen, echte Arbeitstage zu simulieren, den Schülern verschiedene Berufe nahezubringen und ihnen so Selbstbewusstsein mit auf den Berufsweg zu geben", erläuterte er den Sinn des Projekts. Ob und wie die Werkstattwochen nach dem Auslaufen des Hauptschulzweigs an der Gemeinschaftsschule Probstei weitergehen, ließ Grapatin offen.
Möchten in einen für Mädchen untypischen Beruf hineinschnuppern: Nadine Oppe mit Yannik Finn Rössler. Foto: Heine
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Das Schönberger Spielmobil bekommt während der PROArbeit- Werkstattwoche ein Solarpaneel aufs Dach. Foto: Heine
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