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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Donnerstag, 08. September 2011

 

Einrichtungsgegenstände zurückgegeben

Zeitweise gehörte sie Familie Wiese aus Barsbek, jetzt ist sie wieder an ihren Ursprungsort zurückgekehrt – eine schnörkelig verzierte Blumenschale. Sie gehört zu den Einrichtungsgegenständen, die Anfang der 1930er Jahre bei der Übergabe aus der Verwaltung der Blomeschen Stiftung an die Kommune versteigert wurden.

 

Diese Bronzeschale war, wie das gesamte Mobiliar des Herrenhauses Hagen, in den 1930er Jahren versteigert worden. Vorsitzender Karl-Heinz Fahrenkrog hofft nun, dass das Beispiel der Familie Schule macht und die Ausstellung bald noch mehr Gegenstände aus privatem Besitz zeigen kann. Foto: Schmidt

Diese Bronzeschale war, wie das gesamte Mobiliar des Herrenhauses Hagen, in den 1930er Jahren versteigert worden. Vorsitzender Karl-Heinz Fahrenkrog hofft nun, dass das Beispiel der Familie Schule macht und die Ausstellung bald noch mehr Gegenstände aus privatem Besitz zeigen kann. Foto: Schmidt

 

Wiebke Wiese aus Barsbek wollte die Schale an ihren Herkunftsort zurückgeben. Sie hatte sich vorher beim "Zinn-Fachmann" und Probstei-Kenner Christian Lantau erkundigt und hatte die Auskunft bekommen: "Die Schale ist zwar hübsch, aber Fabrikware und Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt." Und bevor "die Kinder sie zum Flohmarkt bringen, wenn wir mal nicht mehr sind, soll sie lieber zurück ins Schloss Hagen", sagte Wiebke Wiese. Sie hatten das Gefäß schon übernommen, als sie in ihr Haus zogen.

 

Der Erbe des Erbauers hätte dieses Gefäß seinerzeit bei der Auktion im Herrenhaus ersteigert, erzählt sie. Dort wird sie nun vom Förderverein, gemeinsam mit der Häkeldecke, die Traute Mücke aus Probsteierhagen bereits an den Verein zurückgegeben hatte, in einem Ausstellungsschrank präsentiert, den der Verein einrichten will. Karl-Heinz Fahrenkrog, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Hagen, hofft nun, dass diese Beispiele Schule machen. Denn seinerzeit hätten noch viele andere Familien aus der Probstei Einrichtungsgegenstände ersteigert, die sie gern wieder zurücknehmen würden. "Wir sind dafür sehr aufnahmebereit und freuen uns über alles", so der Vorsitzende. Für ihn ist diese Geste auch ein Zeichen dafür, wie sich die Menschen in der Probstei mit dem Herrenhaus verbunden fühlen. Für Rücksprache und Informationen steht Karl-Heinz Fahrenkrog gern zur Verfügung, Telefon 04348-7576.

 
 
 

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Probsteierhagen

Wunderschön in jeder Jahreszeit: Das 1649 erbaute Herrenhaus Hagen

Dorfprägend: das Schloss und die Kirche

Probsteierhagen, dessen Ursprung sich auf das Jahr 1259 zurückführen lässt, ist ein traditionsreiches Dorf in der Probstei. Über Jahrhunderte eng verbunden mit dem adeligen Gut Hagen wurde das Handwerkerdorf Probsteierhagen (östlich der Hagener Au gelegen) um 1930 mit dem Gutsbezirk Hagen nach dessen Aufteilung in rund 70 Kleinbauernstellen zur heutigen Gemeinde Probsteierhagen vereinigt. Prägend sind auch heute noch das alte Herrenhaus Hagen aus dem Jahre 1649 mit dem dazugehörenden Park, das sich im Besitz der Gemeinde befindet und für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird (Ausstellungen, Konzerte usw.), und die St. Katharinenkirche mit dem Ursprung aus dem 13. Jahrhundert.

Margrit Lüneburg
Bürgermeisterin

Margrit Lüneburg
04348-8916

Gemeindewehrführer
Hans-Jürgen Maas
04348-1781

 
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