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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Donnerstag, 24. Juni 2010

Elvis’ Tod berührte die Zuschauer

Eine so große, fröhliche Menge an Besuchern hat die Laboer Friedhofskapelle lange nicht gesehen. Jung und Alt drängten sich am Sonntagvormittag in den Raum, um ja dabei zu sein beim Theaterstück "Gehört das so??!" der beiden Schauspieler Marion Witt und Frank Stuckenbrok von der Bremer Theatergruppe "Thea T ins Blaue".

   

"Gehört das so??!", schreit das kleine Mädchen, gesprochen von Marion Witt, immer wieder. Sie trauert um ihren Kanarienvogel. Foto: Butzke
 

"Gehört das so??!", schreit das kleine Mädchen, gesprochen von Marion Witt, immer wieder. Sie trauert um ihren Kanarienvogel. Foto: Butzke

 

Atemlose Stille herrscht im Raum, als sich (auf der Bühne) die beiden Geschwister Jan und Lisa im Park treffen, um einen Koffer zu öffnen, den ihnen ihr verstorbener Opa Hannes hinterlassen hat. Erinnerung um Erinnerung holen sie aus dem Koffer: einen kuscheligen Bär, einen überlangen Dackel, eine sirrende Libelle, die "Lange" mit der Brille, den kleinen Mann mit dem großen Koffer – und schließlich das Mädchen mit der roten Tasche, das immer nur schreit: "Gehört das so??!"

Es stellt sich heraus, dass das Mädchen Elvis vermisst. Natürlich denken Jan und Lisa, sie meint den "King des Rock’n’roll" und legen eine heiße Sohle aufs Parkett. Aber das Mädchen meint ihren Kanarienvogel, der gestorben ist. Ihn hat sie in der Tasche – und ihn zeigt Jan bei den Zuschauerkindern herum, die jetzt nachvollziehen können, wie sich das Mädchen fühlt. Dass der Vogel unter Anteilnahme aller Puppen aus dem Koffer beerdigt wird und einen Grabstein erhält, ist Ehrensache.

Auch der "Leichenschmaus" wird nicht ausgelassen – die Zuschauer erleben eine komplette Trauerfeier, und weil das selbst schon für die kleineren Kinder erlebbar und begreifbar ist, kommt es gut an. Mit großen Augen verfolgen die Kinder in den ersten Reihen, wie Jan und Lisa das Grab für den kleinen Vogel vorbereiten, es mit Sand bedecken und den Grabstein errichten. Stürmischer Applaus zum Schluss.

Aus der Friedhofskapelle ging’s hinaus ins Freie zum Gräberfeld der Kinder, die in unmittelbarer Nähe beerdigt sind. Auf der Wiese zwischen den Gräbern ist eine Stele mit Nischen errichtet, in die trauernde Eltern kleine Erinnerungsstücke an ihre Kinder stellen können. Und jetzt gibt es auch die Möglichkeit, hier zum Trauern und Erinnern auf einer wunderschönen Bank Platz zu nehmen. Der Laboer Karl Steffen hat sie entworfen und gebaut; durch Spenden ist das Material zusammengekommen.

22 Kinder passen auf die Bank, wie Pastorin Andrea Noffke am Sonntag ausprobiert hat. Mit ihnen und mit vielen anderen redet sie immer wieder über den Tod, der ihrer Meinung nach einen festen Platz im täglichen Leben haben muss. Kinder schon früh mit dem Tod und dem christlichen Glauben an die Auferstehung nach dem Tod bekannt zu machen, ist ihr ein wichtiges Anliegen – für das sie immer mehr Resonanz erhält, wie die Veranstaltung bewies.
 
 
 

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Laboe

Hier lässt es sich Leben: das Ostseebad Laboe besitzt alles, was das Herz begehrt

Laboe - ein malerischer Traum an der Kieler Förde

Das Ostseebad Laboe mit cirka 6.000 Einwohnern liegt malerisch am Ausgang der Kieler Förde. Laboe wurde urkundlich erstmals 1240 erwähnt, der Name, ehemals "Lubodne", stammt aus dem slawischen, was soviel wie "Schwanenort" bedeutet. Dieser anmutige Großvogel ist denn auch das Wappentier Laboes. Laboe ist durch zwei verschiedene Teile mit unterschiedlichem Charme und Charakter geprägt, das Ober- und das Unterdorf. Im Unterdorf liegt der malerische Hafen mit Platz für rund 700 Boote. Der Tourismus ist eine Haupteinnahme- quelle der Gemeinde: jährlich über 350.000 Tagesgäste und 50.000 Übernachtungen. Unübersehbar ist in Laboe das Marineehrenmal für die gefallenen Seeleute beider Weltkriege; davor liegt ein altes U-Boot (die U995) vom Typ VII C am Strand.


Karin Nickenig



 




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