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| Wirtschaft und Politik | ||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | ||
| Montag, 31. Oktober 2011 | ||
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Entwurf für den Laboer Bebauungsplan 39 steht
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Planer Oliver Kühle (Mitte) erklärt, es werde keine Schallerhöhung geben und warnt vor einem Scheitern des Planverfahrens. Foto: Schmidt |
Die Fragestunde im wahrsten Sinne des Wortes drehte sich vor allem um die Höhe der Gebäude. Doch Planer Oliver Kühle konnte immer nur dieselben Antworten geben. Überraschend für alle Beteiligten allerdings kam die Sprache auf ein "einfaches Kulturdenkmal" auf der Fläche. Nach erstem Rätselraten konnte nur die Maschinenhalle von Peter Bauer damit gemeint sein. Kühle sagte zu, diese Aussage und gegebenenfalls die Auswirkungen zu prüfen. Aus Reihen der Einwohner wurde auch auf die Erhöhung der Schallwerte eingegangen. Das wies Kühle ebenfalls als "plakative Äußerung" zurück. Eine Schallerhöhung sei nicht zu erwarten, so der Fachmann.
Auf die Frage des Laboer Bürgers Kraft Scheppke nach der Verlässlichkeit von Beschlüssen der Laboer Gemeindevertreter sagte er, dass in jeder Sitzung Beschlüsse und Festlegungen auch wieder verändert und aufgehoben und wieder gefasst werden könnten. Dafür seien die Gremien da, so Kühle. Doch die Anwohner ließen nicht locker, machten auf ihre Wünsche aufmerksam und beklagten, dass diese den gewählten Vertretern scheinbar egal seien. Kühle wies erneut darauf hin, dass in regelmäßigen Abständen von drei Monaten jede Veränderung ausgiebig diskutiert worden sei und es bereits reichlich Zugeständnisse (reduzierte Höhen, aufgelöste Riegel, durchlässige Fronten, reduzierte Grundflächen und textliche Festsetzung zu Höhen von Nebenanlagen und anderem) gegeben habe. Und er warnte davor, das Planungsverfahren nun nicht in der vorgegebenen Frist abzuschließen. Denn dann, so Kühle, käme der sogenannte Paragraf 34 Baugesetzbuch (Bauen entsprechend der näheren Umgebung) zum Tragen. "Dann müssen Sie sich auf drei- bis viergeschossige Gebäude einrichten", erklärte der Planer in Richtung Anwohner. Die Zeit drängt, wie auch Bauausschuss-Vorsitzende Beeke Schöneich-Beyer erneut betonte. Denn die Veränderungssperre für das Gebiet läuft am 24. Januar 2012 aus, eine erneute Verlängerung (das wäre das vierte Jahr) sei nur unter Angabe besonderer Gründe möglich und dann stünde die Gemeinde vor der Situation wie im Bereich an der Mühle, wo Bauten entstanden sind, auf dessen Ausmaß die Kommune keinen Einfluss hatte. Ansprechpartner für die Bürger, die sich diesen Entwurf ansehen und gegebenenfalls Anregungen abgeben wollen, ist Verwaltungsmitarbeiter Dennis Jahn, Telefon 04344-3061409.




