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Gesundheit und Natur
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Geschrieben von Brigitte Lederich
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Samstag, 04. Dezember 2010 |
Explosives Thema in Wisch
Vor Heidkate liegen in der Ostsee noch zirka 140 große mit TNT gefüllte Sprengkörper, dessen Einzelgewicht auf 300 bis 350 Kilogramm geschätzt wird. Im März kommenden Jahres sollen 20 bis 30 der Bomben fachmännisch gesprengt werden. Das erfuhren die annähernd 50 Einwohner, die am vergangenen Freitag an der Einwohnerversammlung im Wischer "Dörpshuus" teilnahmen.
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Am Strand vor Heidkate liegen noch zirka 140 große Sprengkörper in der See, die nach und nach gesprengt werden sollen. Foto: Sturm (Archiv)
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Zur Erläuterung der Thematik "Munitionsbeseitigung in der Ostsee vor Heidkate / Wisch" waren aus Kiel Claus Böttcher und Abteilungsleiter Jens Sternheim vom Amt für Katastrophenschutz im Innenministerium angereist. Ergänzt wurde der Stab der Fachleute durch den Seismologe M. Thorwart und den Chemiker Dr. Schmidtke. Im Rahmen einer Powerpoint-Demonstration wurden die Anwesenden über die Notwendigkeit der geplanten Sprengungen der langsam durchrostenden Bomben informiert. Im Wasser werden dabei nur die großen Sprengkörper zur Explosion gebracht, die kleineren Granaten werden von Tauchern aus dem Wasser gehievt und an Land gesprengt. Die Sprengungen verursachen in der Ostsee weit reichende Schallwellen. Um Schädigungen vorzubeugen, wiesen die Experten, laut Bürgermeister Heinz Lamp, bereits jetzt die Hundehalter darauf hin, an den Sprengtagen mit ihren Vierbeinern den vorderen Strand- bzw. Wasserbereich zu meiden. Die ansetzten Sprengtermine sollen rechtzeitig im Herold veröffentlicht werden.
Im weiteren Verlauf der Versammlung stellte Uwe Schabel, Vorsitzender des Entwässerungsausschusses, die Vorteile eines Wechsels vom bisherigen Entwässerungsverbund, verwaltet durch das Amt Probstei, zum Zweckverband Ostholstein (ZVO) dar. "Ein starkes Argument für den Wechsel sind die niedrigeren Kosten für den Einzelnen und der Schutz aller Beteiligten durch die Solidarität einer großen Gemeinschaft", sagte Schabel auf Nachfrage des PH. Weitere Erläuterungen und Informationen erteilten darüber hinaus Jörg Gisselmann, Geschäftsführer des Bereiches Entwässerung beim ZVO und Projektmanager Uwe Borchert. Laut Schabel wurden die Bürger bei der Versammlung sachlich und fachlich gut informiert. "Es gab keine große Aufregung", resümiert der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Wisch, "die Einwohner sind ruhig den Argumenten gefolgt".
In der Folge möchte sich Wisch neben den Gemeinden Barsbek, Fiefbergen, Krokau und Höhndorf dem Zweckverband Ostholstein (ZVO) anschließen. Zunächst ist dafür die Information der Bürger aller beteiligten Gemeinden Voraussetzung. Im weiteren Verlauf muss das Amt Probstei die Zuständigkeit für die Abwasserbeseitigung an die Gemeinden zurückgeben. Erst dann könnten sich die jeweiligen Gemeindevertretungen für die Übergabe der Entwässerungsaufgabe an den Zweckverband entscheiden und den Beitritt entsprechend initiieren.
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