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Gesundheit und Natur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Dienstag, 18. Mai 2010

Fachleute begutachteten die Deiche

Der Deich ist wehrhaft. Das ist das Ergebnis der alljährlichen Deichschau in der Probstei. Auf Einladung des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN-SH), der für die Deichinstandhaltung zuständig ist, nahmen der Kreispräsident des Kreises Plön, Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, des Amtes Probstei, der angrenzenden Gemeinden, der Wasser- und Bodenverbände sowie Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk und Deichschäfer jetzt den Deich von Stein bis Stakendorf in Augenschein.

 

  Rund 18.000 Faschinen haben die Mitarbeiter des Landesbetriebes für Küstenschutz auf den insgesamt sieben Kilometern Deich neu gesetzt. Foto: Schmidt

Rund 18.000 Faschinen haben die Mitarbeiter des Landesbetriebes für Küstenschutz auf den insgesamt sieben Kilometern Deich neu gesetzt. Foto: Schmidt

 

Im zurückliegenden Winter sind keine Sturmfluten (Wasserstand höher als 1,50 Meter über Normalnull (NN)) eingetreten. Allerdings brachte das Sturmtief "Daisy" am 10. Januar für die Probstei einen Wasserstand von plus 1,38 Meter über NN. Durch dieses Hochwasserereignis entstanden zwar keine Schäden an den Landesschutzdeichen. Allerdings wurde die sogenannte "strandwallähnliche Dünenformation" stark beschädigt.

Folge: Sandfanganlagen und Strandhaferanpflanzungen müssen erneuert werden. Diese Arbeiten werden laut Ankündigung des Landesbetriebes derzeit vorbereitet.
Zu den regelmäßigen Unterhaltungsarbeiten am Landesschutzdeich gehören vor allem die Pflege und die Instandhaltung des Deiches: Um die Grasnarbe des Deiches in ihrer Qualität zu verbessern, wurden neben dem wiederholten Mähen, Vertikutieren und Striegeln auf der gesamten Fläche entlang des Deiches insgesamt zirka 18.000 Faschinen (Reisig- oder Strauchbündel von einigen Metern Länge, welches das Rutschen von Erdmassen am Hang verhindern soll) gesetzt, um den Sandflug vom Strand auf die begrünten Deichflächen zu verringern. Der Flugsand wird regelmäßig auf einer Länge von insgesamt sieben Kilometern abschnittsweise von der Grassode abgeschoben und entfernt.

Im gesamten Bereich des Deichkronenweges wurden abgesackte Gehwegplatten aufgenommen und neu verlegt. Diese Arbeiten waren auch in Teilen der Strecke des Deichverteidigungsweges notwendig. Die durch die Schneelasten verursachten Schäden an den Einfriedungen, wurden zwischenzeitlich weitestgehend behoben.

Für die Zukunft stehen einige größere Instandhaltungsarbeiten an:

In der Gemeinde Schönberg (Abschnitt Kalifornien) sind zum Ausgleich von eingetretenen Sackungen Abschnitte des Deichkronenweges aufzunehmen und neu zu verlegen.


In der Gemeinde Wisch (Heidkate) ist auf rund 1,3 Kilometern Länge die Einzäunung des Deiches zu erneuern. Zurzeit wird diskutiert, ob hier nicht auch eine Findlingsreihe statt eines Zauns ausreichend wäre. Außerdem ist der Schenkeldeich (Stakendorf) auf einer Länge von 1,9 Kilometern neu einzufrieden.

In der Gemeinde Wendtorf sind zum Ausgleich von eingetretenen Sackungen Abschnitte des Deichverteidigungsweges auszubessern. Im Bereich der Gemeinde Schönberg (Brasilien) ist auf etwa 200 Meter Länge das Sollprofil des Deiches wiederherzustellen. Kontrollmessungen haben ergeben, dass die Deichkrone bis zu 55 Zentimeter tief abgesackt ist. Das Steindeckwerk am Deichfuß muss bereichsweise mit Beton verklammert werden, um damit dauerhaft dem Wellenangriff standhalten zu können.

 
 
 

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