Fiefbergens Chronik erscheint zum Jubiläum
Es sind nur noch wenige Korrekturen erforderlich – dann kann die Dokumentation "Fiefbergen – eine Gemeinde mit Geschichte 1286 – 2011" in Druck gehen. Pünktlich zum Start der 725-Jahr-Feier der Gemeinde Fiefbergen am 22. Juli soll die Dokumentation, die 148 Seiten stark ist und über 200 farbige und schwarzweiße Abbildungen enthält, vorgestellt und ab 23. Juli auf der Hofstelle Bern zum Preis von 14,90 Euro verkauft werden. Damit ist die einjährige Arbeit des sechsköpfigen Fiefberger Autorenteams erfolgreich beendet.

Karin Biskup, Silke Lorenzen, Thorsten Rethwisch, Wolfgang Rath und Gerd Schmidt (von links) legen letzte Hand an ihre Dokumentation: Fiefbergen – eine Gemeinde mit Geschichte 1286 – 2011. Nicht im Bild ist Mitautorin Marie-Luise Koenen-Tepperies. Foto: Butzke
"Am 5. Juli 2010 haben wir uns zum ersten Mal getroffen", erinnert sich Karin Biskup, die zusammen mit Marie-Luise Koenen-Tepperies, Silke Lorenzen, Wolfgang Rath, Gerd Schmidt und Thorsten Rethwisch die Aufgabe übernommen hatte, die vorhandenen Dorfchroniken von 1938 (Wilhelm Röhlk) und 1986 (Hans-Detlev Springe) fortzuschreiben. Keine leichte Aufgabe, denn die Wurzeln und die Geschichte des Dorfs "mit den fünf Bergen", das als "Vyffbergen", "Viffberghen", "Vifbergen" oder auch "Viehbargen" in den Akten des Klosters Preetz steht und das wohl schon um 1247 bestand, sind durch die Chroniken hinreichend bekannt.
Was bleibt zu berichten? "Interessant ist die Verfolgung der Geschichte der einzelnen Höfe und Katen Fiefbergens", erläutert Thorsten Rethwisch, "da stellen sich die Fragen: Wer sind heute die Besitzer? Was gab es für Veränderungen, Umbauten und Umnutzungen?" In der Dokumentation – die Autoren bestehen darauf, nicht ein drittes Mal "Chronik" zu sagen – werden denn auch alte Bilder der Hofstellen und Katen ihren aktuellen Fotos gegenübergestellt. Außerdem interessant: die Bürgermeister Fiefbergens und die in ihre Zeit fallenden Entwicklungen.
So erhielt Fiefbergen 2005 sein Wappen. Aus drei Entwürfen konnten die Bürger auswählen; sie entschieden sich für den "Großen Abendsegler" über den fünf Bergen und dem Gatter. Fledermäuse gibt es noch in der alten Bunkeranlage am Bahndamm, die im ersten Weltkrieg zur Befestigungsanlage der Kieler Förde gehörte und im zweiten Weltkrieg Flakstellungen beherbergte. Heute werden die Fledermausbestände regelmäßig vom NABU kontrolliert.
Auch einen "Skandal" enthält die Dokumentation – die Querelen um das 1989 geplante Golfhotel, das auf erhebliche Widerstände in der Bevölkerung stieß und schließlich aufgegeben wurde, weil der Investor mit Auge auf die durch die Grenzöffnung lohnenderen Ziele in der ehemaligen DDR absprang. Ebenfalls von Bedenken getragen, aber dann doch realisiert wurde der "Bürgerwindpark Fiefbergen", den die Fiefberger am 12. September 1999 einweihten.
"Im direkten Gespräch mit den Bürgern haben wir viele Einzelheiten auch noch über alte Zeiten erfahren", berichtet Thorsten Rethwisch, "sogar Wilhelmine Finck, unsere mit 92 Jahren älteste Mitbürgerin, hat längst vergessene Dorfinterna beigesteuert, so zum Beispiel über die ehemalige Meierei Fiefbergens." So ist aus der Dokumentation ein spannendes Stück Zeitgeschichte geworden; das Lesen lohnt sich. Wer sich das Buch, dessen Layout und Gestaltung Wolfgang Rath übernommen hat und das in einer Auflage von 500 Exemplaren erscheint, schon vorab sichern will, ruft Gerd Schmidt unter Telefon 04344-2289 an oder schickt ihm eine Mail unter
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