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Gesundheit und Natur
Geschrieben von Brigitte Lederich   
Dienstag, 01. November 2011

 

Gartenfreunde machen Beete fit für den Winter

Bunt hat sich das Laub an den Bäumen gefärbt, vielerorts blühen Dahlien, Astern oder Rosen noch in den schönsten Farben, doch die Nachttemperaturen erreichen bereits den Gefrierpunkt. Es ist spürbar Herbst geworden. Die Gartensaison nähert sich dem Ende, für alle Gärtnern heißt das, Ärmel aufkrempeln und an die Arbeit.

 

  Oliver Schley rückt dem Apfelbaum mit der Astschere fachmännisch zu Leibe. Foto: Lederich
Oliver Schley rückt dem Apfelbaum mit der Astschere fachmännisch zu Leibe. Foto: Lederich

 

 

Im Kleingartengelände Schönberg herrscht am Wochenende Hochbetrieb. Das sonnige Wetter lockt die Gartenfreunde in ihre Parzellen, dort ist jetzt viel zu tun. "In diesem Jahr tragen die Obstbäume besonders gut", sagt Jörg Engelhardt, Vorsitzender des Landesverbands Schleswig-Holstein der Gartenfreunde e.V. und des Schönberger Kleingartenvereins. "Da kommt man mit dem Ernten kaum nach." In einem der Gärten auf dem Gelände wird ein über 30 Jahre alter Apfelbaum beschnitten. Gartenfreund Oliver Schley steht auf der Leiter, die Astschere im Anschlag und lässt sich von Vereins-Fachberaterin Ute Minier, die ihren Blick über das Geäst schweifen lässt, entscheidende Tipps geben. "Es ist wichtig, dass Bäume den korrekten Schnitt erhalten" weiß die Fachfrau, "und hier sorgt der richtige Apfelbaumschnitt für gesunde Früchte und eine ertragreiche Ernte". Petra Zwiener hat eine Schubkarre mit dem gesunden Obst beladen und steuert damit zum nahe gelegenen Parkplatz. Auch sie freut sich über die reiche Ernte und liebt besonders die alten Apfelsorten. "Viele Sorten sind lagerfähig, aber in diesem Jahr ist die Ernte so reichlich, ich habe mir extra eine Saftpresse gekauft." Neben Obsternte und Baumschnitt stehen jedoch noch weitere Arbeiten an.

Hier weiß der Vorsitzende Engelhardt guten Rat. Bevor die Pflanzen in die Winterruhe geschickt werden, sollte man stets deren Bedürfnisse berücksichtigen, jede Pflanzenart reagiert anders auf die eiskalte Witterung. Wenn dann Hecken geschnitten sind, Beete abgedeckt, Stauden mit einem Frostschutz versehen und der letzte Rasenschnitt durchgeführt wurde, heißt es für den Hobbygärtner, ans kommende Frühjahr zu denken. Jetzt können noch Zwiebeln gesetzt und Stauden gepflanzt werden. Ute Minier hat in diesem Sommer den Kleingartenverein über zehn Tage lang auf der Landesgartenschau in Norderstedt vertreten und eine Besonderheit von dort mitgebracht. "Das ist ein Karamellstrauch, den ich jetzt in meinem Garten gepflanzt habe", erklärt sie, "er trägt kleine dunkelrote und recht harte Früchte, die essbar sind und nach Karamell schmecken". Zu guter Letzt widmet sich der Gartenfreund den ganz sensiblen Pflanzen. Für frostempfindliche Zwiebeln- oder Knollengewächse und für Kübelpflanzen, die keine Minusgrade vertragen, heißt dies: ab ins Winterquartier. "Knollen und Zwiebeln sollten aus dem Boden genommen werden und so wie Kübelpflanzen an einem frostgeschützten Ort überwintern", meint der Vorsitzende.

Wer noch Fragen rund um den Garten hat oder sich für einen Kleingarten interessiert, kann sich an Jörg Engelhardt, Telefon 04344-6245 wenden.

 
 
 

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