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| Wirtschaft und Politik | ||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | ||
| Montag, 16. Januar 2012 | ||
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Gebäudehöhe als Knackpunkt
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Gegenwart und Zukunft: Der Anblick Kleine Mühlenstraße Ecke Bahnhofstraße könnte nun der Zeichnung weichen. Foto Schmidt/Grafiken B2K |
Die Gemeindevertreter machten es sich nicht leicht, doch eines war klar: Es wird höchste Zeit, dass städtebaulich dort etwas passiert. Festgezurrt wurden auch die Planungsziele: Schaffung zusätzlichen attraktiven Wohn- und Geschäftsraums sowie Stellflächen sowie die Neuordnung und Aufwertung der Verkehrs- und Freiflächen im Bereich der Kreuzung Kleine Mühlenstraße/Bahnhofstraße. Ein Knackpunkt der Diskussion war die Höhe des Gebäudes.
Dr. Dieter Kopplin erläuterte seine Planung gemeinsam mit seinem Architekten Reinhold Bock und betonte, dass die derzeitige Planung des zurück gesetzten Hochhauses mit sechs Vollgeschossen und zwei Staffelgeschossen eine Wirtschaftlichkeit der Investition ausmachten. Er warb für sein Vorhaben, das nicht nur gut für ihn als Investor, sondern auch für Schönberg sei. "Ich bin bereit viel Geld in die Hand zu nehmen und etwas richtig Gutes dort hinzustellen. Vielleicht müssten die Gemeindevertreter dann die Kröte schlucken und die Höhe akzeptieren", warb Kopplin für Unterstützung des Projektes.
Dieter Winkler von der SPD-Fraktion machte gleich zu Beginn klar: "Die Höhe des jetzigen Silos ist für uns die Grenze." Die liegt bei 19 Metern und wäre mit den sechs Vollgeschossen erreicht. Die CDU hingegen setzt nicht die Höhe des Gebäudes in den Fokus, sondern die Optik. Und die, so betonte Claudia Petersen, sei durchaus gelungen und werde ohne die Staffelgeschosse sogar verschlechtert. Die EIS setzt auf die Rückmeldung aus der Bevölkerung. "Für uns ist entscheidend, was die Menschen sagen", meinte Jürgen Cordts. Er plädierte für eine frühzeitige Einwohnerversammlung, ebenso wie der Ausschussvorsitzende Sönke Stoltenberg.
Bürgermeister Wilfried Zurstraßen wies auf ein Gespräch mit der Landesplanung hin: Die empfahl nicht nur eine städtebauliche Verbesserung, sondern auch eine Sortimentsteuerung. Die solle, so der Bürgermeister, in Abstimmung mit dem Investor erfolgen, um das bestehende Gewerbe und das neu entstehende Einkaufszentrum zu schützen sowie das Sortiment in Schönberg zu verbessern. Eine Genehmigung durch die Landesplanung sei aber nicht notwendig, so die Rechtslage. Dennoch sei die Botschaft: "Weniger ist mehr." Auch wenn es an dem Standort von jeher eine sogenannte Landmarke (höheres Bauwerk) gegeben habe. Zurstraßen machte aber auch deutlich, dass der jetzt vorgestellte Entwurf eine deutliche Verbesserung gegenüber dem zunächst vorgelegten bedeute.
Dieter Kopplin kündigte an, "diese Planung, wenn sie denn die Zustimmung findet, mit sehr viel Herzblut und Engagement umzusetzen". "Wenn alles gut läuft, kann das Gebäude in zwei Jahren dort stehen", so der Schönberger Geschäftsmann.




