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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Kay-Christian Heine   
Dienstag, 18. Januar 2011

Gemeinde Stoltenberg zeigte starkes Ehrenamt

Seine Gemeinde hat es Bürgermeister Karl-Otto Knust bisher nicht sonderlich schwer gemacht, den Bürgern bescheinigt er ein harmonisches Miteinander. "Es ist deshalb einfach für mich, dieser Gemeinde vorzustehen", sagt er, gewandt an die Gäste des Neujahrsempfangs im Stoltenberger Dörpshus am vorvergangenen Sonntag.

 

Neujahrsempfang der Gemeinde Stoltenberg. Auf ein Neues! Karl-Otto Knust (links), Bürgermeister der Gemeinde Stoltenberg, prostet Gemeindewehrführer Alfred Lemburg zu. Foto: Heine 
Neujahrsempfang der Gemeinde Stoltenberg. Auf ein Neues! Karl-Otto Knust (links), Bürgermeister der Gemeinde Stoltenberg, prostet Gemeindewehrführer Alfred Lemburg zu. Foto: Heine


Kein Stress. Keine Probleme. Außerdem eine gute Zusammenarbeit mit der freiwilligen Feuerwehr. So gut, dass Knust sie gar als "Kulturträger" im Dorf bezeichnet. "Vieles ohne sie wäre fast undenkbar", sagt der Bürgermeister über die Kameraden. Beispiel Korntage. Oder auch das Radrennen "Fiefbergen Rund". Wehrführer Alfred Lemburg freut es, das zu hören. Logistisch sei da immer einiges zu wuppen, weiß er aus Erfahrung. Parkplätze ausweisen und Fahrzeuge einweisen, Wasser- und Stromanschlüsse, Essen, Getränke – für alles sorge die Feuerwehr.


Die Eröffnungsfeier der Korntage habe man vom Tourismusverband "einfach so über den Tisch geschoben" bekommen, erinnert sich Karl-Otto Knust. "Da haben wir erst einmal die Köpfe zusammenstecken müssen". Knust blickt den Wehrführer bei diesen Worten vielsagend an, der lächelt zurück. Es war "nicht ganz ohne Mühen", meinen beide. Am Ende sei die Eröffnung mit der Ankunft der Kornmajestäten per Boot aber "bisher einmalig" gewesen und alles habe gut geklappt.


Die Vorbereitungen für das Radsportereignis "Fiefbergen Rund" hingegen entwickelten sich langsam zur Routine, Feuerwehr und Helfer wüssten mittlerweile genau, wo was zu tun sei. "Das wird zum Selbstgänger", zeigt sich der Bürgermeister zufrieden.


Auch sonst zeichnet Karl-Otto Knust ein buntes und ausgewogenes Bild des Gemeinwesens in der Gemeinde. Ob Kindergarten, Nutzung der Fahrbücherei, das gemeinsame Bauen der Figur für den Strohfigurenwettbewerb, das gut angenommene Boßeln, Anleuchten oder Adventskaffee, alles fördere das Miteinander im Dorf sehr. Dazu trage auch das Ehrenamt entscheidend bei, hob Knust hervor. "Durch engagierte Bürger, die beispielsweise Kurse anbieten, haben die Stoltenberger viele Angebote, ohne dafür das Dorf verlassen zu müssen."

 

Die Zukunft sieht Knust unter anderem mit einem neuen Feuerwehrfahrzeug recht rosig. Wenn da nicht die kneifenden Gemeindefinanzen wären. Wie viele andere Kommunen auch sei Stoltenberg gezwungen, die Grundsteuern A und B für Wohneigentum und landwirtschaftliche Betriebe und auch die Gewerbesteuer zu erhöhen, gesteht Bürgermeister Knust. Dazu kommen "erhebliche Probleme" mit den bald 25 Jahre alten Pumpstationen, deren Wiederherstellung aus der Rücklage bezahlt werden müsse. Gebührenerhöhungen für das Abwasser sollen sich daraus aber nicht ergeben, meint Knust.

 
 
 

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