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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Rainer Runge   
Samstag, 02. Juli 2011

 

Gratulationen an die estnische Partnergemeinde

Seit fast 20 Jahren gibt es eine lebendige Partnerschaft zwischen der Gemeinde Haljala in Estland und dem Ostseebad Schönberg. Bürgermeister Wilfried Zurstraßen und seine Stellvertreterin Antje Klein reisten jetzt ins Baltikum und überbrachten an Haljalas Bürgermeister Leo Aadel sowie an Bürgervorsteher Margus Punane herzlichen Grüße zum Gemeindejubiläum. Haljala wird in diesem Jahr 770 Jahre alt. Die lange Geschichte verbindet Estland und Deutschland in ganz besonderer Weise, das unterstrich auch Schönbergs Bürgermeister Wildfried Zurstraßen in seiner Laudatio auf dem großen Platz zwischen dem Rathaus und der Kirche.

 

Im Jahre 1241 wurde Schönbergs Partnerort Haljala in Estland gegründet. Haljalas Bürgervorsteher Margus Punane (von links), Antje Klein, Bürgermeister Leo Aadel sowie Schönbergs Bürgermeister Wilfried Zurstraßen unterstrichen gemeinsam die Bedeutung des 770-jährigen Ortsjubiläums. Foto: Runge

Im Jahre 1241 wurde Schönbergs Partnerort Haljala in Estland gegründet. Haljalas Bürgervorsteher Margus Punane (von links), Antje Klein, Bürgermeister Leo Aadel sowie Schönbergs Bürgermeister Wilfried Zurstraßen unterstrichen gemeinsam die Bedeutung des 770-jährigen Ortsjubiläums. Foto: Runge

 

Die gemeinsame Geschichte reicht vom Deutschen Ritterorden über die Hanse, bis hin zur gemeinsamen Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Die Historie ist jedoch nicht nur durch Licht, sondern auch durch manchen Schatten geprägt. Es ist nicht nur die Ostsee, sondern sind Kultur und Geschichte, die die beiden Orte zueinander gebracht haben und die das Fundament der Partnerschaft sind. Es war der Beginn dieser Partnerschaft vor zwei Jahrzehnten, in der die Schönberger Freunde zu Zeitzeugen einer geradezu revolutionären Entwicklung in Estland wurden, einer Entwicklung, in der Estland von einem Teil der Sowjetunion zu einer unabhängigen Republik wurde und aus dem damaligen Kolchos Viru wieder die Gemeinde Haljala entstand.


Es wurde daran erinnert, dass die estnische Revolution nicht mit Gewehren statt fand, es war eine friedliche, eine singende Revolution. Die Esten haben mit kulturellem Selbstbewusstsein ihre Freiheit herbei gesungen. Die Partner aus Schönberg durften damals das große Sängerfest in der Hauptstadt Talinn miterleben und konnten dabei erahnen, welche Kraft die Esten aus ihrer Kultur und dieser Volksliedbewegung schöpften.


Zurstraßen unterstrich, dass das mit großer Bewunderung miterlebt wurde. Ebenso die enorme wirtschaftliche Aufbauleistung, die die nordischen Freunde aus eigener Kraft nach der Unabhängigkeit geschafft haben. "Wenn wir heute zum Gemeindejubiläum gratulieren, dann beglückwünschen wir Sie gleichermaßen zu Ihrem erfolgreichen Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit und zu Ihrer besonderen ökonomischen Aufbauleistung." Zurstraßen erklärte, wenn Anfang der 90er Jahre jemand gesagt hätte, Estland werde Mitglied der Europäischen Union und der Währungsunion, hätte daran mit Sicherheit niemand geglaubt. Auch die Vertreter der finnischen Partner sparten nicht mit Beifall, als festgestellt wurde, dass Estland nach einer wechselvollen Geschichte zuhause angekommen ist, im freien Europa.


Völkerverständigung und gute Nachbarschaft standen anfangs im Vordergrund der Partnerschaft. Inzwischen ist längst ein weiteres Ziel hinzugekommen: der Aufbau Europas. Alle bekräftigten, gemeinsam zu einer kreativen Partnerschaft beitragen zu wollen.


Die Zukunft sind dabei die jungen Menschen, und das gilt für ganz Europa. Deshalb ist der Schüler- und Jugendaustausch zwischen den Gemeinden ganz wichtig. "Ich möchte deshalb am heutigen Tag auch die Gelegenheit nutzen und mich bei allen ganz herzlich bedanken, die auf Schönberger Seite und auf Seite der Gemeinde Haljala diesen Schüleraustausch Jahr für Jahr organisieren. Lassen Sie uns auch weiterhin Gelegenheiten schaffen, damit sich Menschen aus Schönberg und Haljala begegnen und neue Freundschaften schließen können, das ist gut für Haljala und Schönberg und das ist gut für Europa", erklärte Zurstraßen. Mit einem bunten Programm wurde gemeinsam gefeiert und ein abschließendes Feuerwerk begeisterte Einheimische und Gäste gleichermaßen.

 
 
 

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Stakendorf

Was gibt es Schöneres, als am Stakendorfer Teich eine Kaffepause einzulegen
Teiche und Bäume prägen das hübsche Ortsbild

Das Dorf "Stakendorf in der klösterlich Preetzer Probstei" wird 1286 erstmals urkundlich im Bockholtschen Register erwähnt. Bis heute hat sich die dörfliche Struktur weitgehend erhalten. Die im Rahmen der Dorferneuerung liebevoll restaurierten alten Gebäude, die vielen Teiche und der umfangreiche Baumbestand prägen das Ortsbild. Mitten in Stakendorf steht ein Gedenkstein für Peter Plett. Als Dorflehrer lebte er hier von 1801 bis 1823. Noch vor dem englischen Arzt Edward Jenner entdeckte Peter Plett die Pockenschutzimpfung und führte diese auch durch. Über ein umfangreiches Rad- und Wanderwegenetz kann man den freien Badestrand und das einzigartige Naturschutzgebiet "Strandseelandschaft bei Schmoel" erreichen.

 

Dirk Rave 

 

 

 

 

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