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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Mittwoch, 02. November 2011

"Haus Brusus" in Laboe feierte Richtfest

Es ist vollbracht: Die Idee vom Mehrgenerationenhaus, die 2006 in einer Gruppe von drei Familien geboren worden war, ist verwirklicht. Die rund 20 Bewohner feierten am Freitag das Richtfest für ihr "Haus Brusus". Das Besondere: Jeder der zehn Parteien lebt den Gemeinschaftsgedanken, der in diesem besonderen Projekt, das trotz vieler Bekenntnisse zum gemeinsamen Wohnen von Jung und Alt immer noch Seltenheitswert und damit Beispielcharakter im Land besitzt. Rund 100 der insgesamt 790 Quadratmeter macht die Gemeinschaftsfläche aus. An dieser Zahl wird deutlich, welchen Stellenwert die Bewohner dem Gemeinschaftsleben einräumen.


Die künftigen Bewohner des gemeinschaftlichen Wohnprojektes Brusus im Laboer Lammertzweg feierten mit Nachbarn, Firmen, Freunden und Vertretern der Gemeinde ihr Richtfest. Foto Schmidt 

Die künftigen Bewohner des gemeinschaftlichen Wohnprojektes Brusus im Laboer Lammertzweg feierten mit Nachbarn, Firmen, Freunden und Vertretern der Gemeinde ihr Richtfest. Foto Schmidt

 
Der schönste Platz liegt auf dem Dach des dreigeschossigen Hauses: die Dachterrasse. Und auch die steht als Gemeinschaftsbereich allen rund 20 Bewohner zur Verfügung. Denn so können alle Beteiligten das Sahnehäubchen, das dieses Projekt krönt, gleichermaßen genießen: den Blick über die Kieler Förde.


Was mit einer Vision begann, in ein Konzept gegossen und schließlich mit viel Engagement, Mut und Ausdauer vorangetrieben wurde, ist nun in die Tat umgesetzt worden. Initiator Wilhelm Kuhn, der mit seiner Ehefrau Heidemarie sowie Ingerose Wesel die einzigen sind, die von Anfang an dabei waren, freuen sich über den planmäßigen Fortgang des Baus. Denn der Gedanke "Brusus" drohte 2008 beinahe zu scheitern, weil kein geeignetes Grundstück – gewünscht war ein zentraler Platz im Ortskern von Laboe – gefunden wurde. Doch dann entschied sich Familie Kuhn, ihr Grundstück bereitzustellen und das eigene Wohnhaus abzureißen. Die Entscheidung dafür fiel in der Gruppe, wie alles, was das gemeinsame Wohnen betraf. Im April soll das Haus bezugsfertig sein und derzeit steht dem Einzug nichts im Wege.


Entstanden ist in Regie des Architekten Jan Schulz, der selbst seit vielen Jahren in einem Mehrgenerationenhaus wohnt, ein Haus mit zehn Wohnungen in einer Größe von 54 bis 125 Quadratmetern auf vier Etagen. Und Heidemarie Kuhn freut sich nun auf ihre neue Wohnung, doch ein Stück Erinnerung an das alte Haus nimmt sie mit. "Hier kommen die Türen aus dem alten Haus rein", sagte sie und bekommt viel Lob von den Besuchern, die sich beim Richtfest die Räume und ihre Konstruktion genau betrachteten. Denn wer weiß, vielleicht gibt es ja doch bald mehr solcher gemeinschaftlicher Wohnprojekte, nicht nur in Laboe.

 
 
 

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Laboe

Hier lässt es sich Leben: das Ostseebad Laboe besitzt alles, was das Herz begehrt

Laboe - ein malerischer Traum an der Kieler Förde

Das Ostseebad Laboe mit cirka 6.000 Einwohnern liegt malerisch am Ausgang der Kieler Förde. Laboe wurde urkundlich erstmals 1240 erwähnt, der Name, ehemals "Lubodne", stammt aus dem slawischen, was soviel wie "Schwanenort" bedeutet. Dieser anmutige Großvogel ist denn auch das Wappentier Laboes. Laboe ist durch zwei verschiedene Teile mit unterschiedlichem Charme und Charakter geprägt, das Ober- und das Unterdorf. Im Unterdorf liegt der malerische Hafen mit Platz für rund 700 Boote. Der Tourismus ist eine Haupteinnahme- quelle der Gemeinde: jährlich über 350.000 Tagesgäste und 50.000 Übernachtungen. Unübersehbar ist in Laboe das Marineehrenmal für die gefallenen Seeleute beider Weltkriege; davor liegt ein altes U-Boot (die U995) vom Typ VII C am Strand.


Karin Nickenig



 




Bürgermeisterin

Karin Nickenig
04343-6244

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04343-421800 

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