|
|
| Wirtschaft und Politik | |||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | |||
| Mittwoch, 08. Februar 2012 | |||
|
Hotel "Stadt Kiel" stellte Insolvenzantrag
|
|||
|
Das Hotel Stadt Kiel hat die Insolvenz beantragt. Mit einer veränderten Speisekarte und neuem Konzept geht es mit gleichem Mitarbeiterstamm weiter. Foto: Schmidt |
Denn für die beiden Gastronomen steht fest: "Wir wollen weitermachen, aber dazu brauchen wir unsere Gäste." Die Lieferanten hätten allesamt ihre Unterstützung zugesagt, daran solle es also nicht liegen, wie Löwels erklärten. Sie sehen in dem Neubeginn eine Chance, den Betrieb wieder auf sichere Füße zu stellen. Die wichtigste Botschaft: Es geht nach dem 13. Februar uneingeschränkt weiter, alle Veranstaltungen und gebuchten Feiern werden unverändert stattfinden.
Nach dem 13. Februar geht’s mit neuem Konzept weiter
Dafür erarbeiteten die beiden Gastronomen gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Christian Krüger aus Kiel ein Konzept. Denn nach einer zweiwöchigen Schließzeit, die lange geplant war, geht es nahtlos weiter im Restaurantbetrieb. "Keiner braucht Sorge haben, dass seine Veranstaltung ausfallen muss", erklärte Christiane Löwel. Theatervorstellungen, Konzerte und neue Veranstaltungen wie ein "Ü-30-Ball" soll es weiter geben. Veränderungen wird der Gast an der Speisekarte bemerken. Die wird breiter aufgestellt, soll mehr Gerichte für Familien und Liebhaber des Gut-Bürgerlichen sowie traditioneller Holsteiner Küche beinhalten.
Dennoch bleibe man auch der anspruchsvollen Linie treu, so Thorsten Löwel. Aber: "Wir wollen die Zielgruppe Familien stärker ansprechen." So soll es beispielsweise einen familienfreundlichen Mittwoch geben, an dem Kinder bis zwölf Jahre in Begleitung ihrer Eltern kostenfrei mitessen. Stärker setzen Löwels künftig auch auf Brunch- und Lunch-Aktionen an den Wochenenden. Veränderungen gibt es auch in der Küche. Nachdem der langjährige Koch Dieter Radde den Betrieb verlassen und sein ehemaliger Lehrling, der nun ebenfalls eine andere Arbeitsstelle angetreten hat, das Kochen übernommen hatte, steht nun Restaurantmeister Thorsten Löwel selbst in der Küche.
Als Ursache für die wirtschaftliche Talfahrt sehen Löwels vor allem den "schlechten Sommer." Der hat uns das Genick gebrochen", erklärte Christiane Löwel die Situation. Zudem habe man bisher keine Rücklagen schaffen können, denn das Geld sei sofort wieder investiert worden. Die beiden blicken mit ihren Kindern Kira (vier Monate), Zoe und Finn optimistisch in die Zukunft. Die Schließzeit nutze man nun zum Groß-Reine-Machen und Frühjahrsputz. Und dann hoffe man darauf, dass die Gäste ihnen die Treue halten und so der schöne Saal und das gesamte Haus für Schönberg erhalten bleibe. "Wir wollen dafür jedenfalls alles tun", versichert das Ehepaar. Und eines wünschen sich die beiden sehr: "Wenn Gäste Kritik oder Anregungen haben, sollten sie nicht damit hinterm Berg halten, sondern es uns sagen. Nur dann können wir etwas verändern", so Thorsten Löwel.
| Christiane und Thorsten Löwel (hier mit der jüngsten Tochter Kira) blicken optimistisch in die Zukunft. Ihr Ziel: Wir wollen weitermachen, aber dazu brauchen wir unsere Gäste. Foto: Schmidt |






