| Freizeit und Kultur | |
| Geschrieben von Gabriele Butzke | |
| Mittwoch, 20. Januar 2010 | |
"Ein saugutes Jahr " - und das ohne SchweineEs ist ein Kreuz mit den Schweinen! Weil es heutzutage in den Schweinegilden niemanden mehr gibt, der privat ein Schwein hält und es versichern könnte, mussten die Gilden in sogenannte "Traditionsvereine" umgewandelt werden. So auch die Schweinegilde Krokau/Wisch von 1921, die 2005 die Umwandlung vollzog. Die alten Bräuche werden trotzdem hochgehalten. Das zeigte sich vorvergangenen Freitagabend auf der 89. Jahresversammlung im Schulungsraum der Krokauer Feuerwehr. 35 (der insgesamt 70) Mitglieder und ein Neuzugang hatten viel Spaß beim Schnacken, Trinken, Schinkenessen und Abhandeln der umfangreichen Tagesordnung.
Geschäftsführer Sven Gündel hegt und pflegt das alte Gildebuch, in dem seit 1921 alles getreulich aufgezeichnet wird. Foto: Butzke
Die Sitten sind streng. Zwei Euro muss jeder in den "Schnackpott" zahlen, der etwas zu sagen hat, aber kein Plattdeutsch spricht. Und wer einen Köm ausgeben möchte, muss dazu einen Antrag stellen, über den die Versammlung abstimmt. Aber das alles sei bestens dazu geeignet, die Teilnehmer "auf einen launigen Abend einzuschwören", wie der 1. Vorsitzende, Ältermann Hans-Peter Stuhr, bei der Eröffnung feststellte. Ein "saugutes" Jahr habe die Gilde hinter sich, gab er zu Protokoll – und das ohne Schweine.
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