Freizeit und Kultur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Freitag, 22. Januar 2010

Lachmöwen: Ein Fahrzeug mit "Blickschaden"

Seit einigen Jahren ist es in der Niederdeutschen Bühne Laboe gute Sitte, dass die Laienspieler mit einem Winterstück dafür sorgen, dass ihr Publikum keine Entzugserscheinungen bekommt. Nun ist es wieder soweit: Am Sonnabend, 23. Januar, 20 Uhr, feiert "Blickschaden", ein Schwank in drei Akten von Hans Gnant und Arthur Speck, Premiere. 

   

Blickschaden heißt das Winterstück der Laboer Lachmöwen. Foto: Schmidt
 

"Blickschaden" heißt das Winterstück der Laboer Lachmöwen. Dorfcasanova Lüder Blom (Bernd Steffen, links), hat nicht ganz uneigennützig dem Bauern Teedje Roggenkamp (Günther Steffen, rechts) einen Streich gespielt. Teedjes bester Freund Carsten (Hinni Haß, Mitte) hat alle Hände voll zu tun, die Streithähne auseinander zu bringen. Foto: Schmidt

 

In gewohnter verzwickter und turbulenter Manier geht es um die kleinen zwischenmenschlichen Dinge, die das Leben auf dem Lande so liebenswert machen. Die nächsten Vorstellungen laufen am Dienstag, 26., Sonnabend, 30. Januar, Dienstag, 2., Donnerstag, 4., Sonnabend, 6., Dienstag, 9., Freitag, 12., sowie Sonntag, 14. Februar. Vorstellungsbeginn ist jeweils 20 Uhr, sonntags 16 Uhr.


Bauer Teedje (Günther Steffen) hat ein neues Auto. Und was für eines! Nur er darf es fahren, den Fahrkünsten seiner Familie traut er nicht. Es kommt, wie es kommen muss ... Bei einem Besuch beim Tierarzt setzt Teedje seinen Wagen höchstpersönlich gegen einen Baum. Warum? Er hat zu lange einen Blick auf ein junges hübschen Mädchen riskiert. Das darf natürlich niemand wissen – was für eine Blamage. Schließlich erzählt er seiner Frau Hille (Traute Steffen) ständig etwas von unfallfreiem Fahren). Also wird der Wagen eingeschlossen und das Betreten der Garage strengstens verboten. Verzweifelt sucht er nach einer Lösung, als sein bester Freunde Carsten Glüsing (Hinni Haß/Jürgen Kruse) ihm zur Hilfe kommt. Das Auto könnte in eine Graben geschoben und als gestohlen gemeldet werden …


Hätte er vielleicht einfach nur nichts gesagt, denn seine Frau hat nun nichts besseres zu tun, als in die Garage zu schauen. Sie schnappt sich trotz strengsten Verbots die Zweitschlüssel und wie der Teufel, oder natürlich der Drehbuchschreiber, das so will: Sie wird doch prompt ebenfalls in einen Unfall verwickelt. Als nun auch noch Dorfcasanova Lüder Blom (Jan Steffen) sich als äußerst hilfsbereit erweist, hat das natürlich Folgen. Es kommt wie es kommen muss – jeder hat vor jedem etwas zu verbergen und der Dorfklatsch sorgt für ein Übriges. Die Geschichte, herrlich gespielt von den Laboer Laienmimen, ist Garant für einen amüsanten Abend. Und rechtzeitig zum Start ins neue Jahr ist übrigens die Fassade des Theaters in Weiß/Rot fertig. Die Regie in diesem Schwank führte mit Katharina Butting aus Plön eine gute "alte" Bekannte. Denn sie hatte bereits vor einigen Jahren mit den Laboer Lachmöwen einige Aufführungen inszeniert.


Die Theaterspieler bieten gemeinsam mit dem Schönberger Busunternehmen Ruser in diesem Jahr auch einen besonderen Theater-Fahr-Service an. Wer mehr dazu wissen, sich über die nächsten Termine informieren oder Karten bestellen will, wird fündig unter Tel. 04343-4946440, oder im Internet unter www.lachmoewen.de.