Eine goldige Berlin-Reise
Ganz im Zeichen der im Jahre 2004 beim 21. Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" gewonnenen Goldmedaille stand Sonntagvormittag im "Dörpshuus" der Neujahrsempfang der Gemeinde Passade. Wie sich das "Schönste Dorf" im Probsteier Herold präsentierte, konnte man in den an Stellwänden ausgehängten Artikeln nachlesen. Ein zwölfminütiger Film über die Reise einer 76-köpfigen Delegation nach Berlin Ende Januar 2005 und die Preisverleihung durch Ex-Verbraucher-Ministerin Renate Künast war der Höhepunkt des Neujahrsempfangs – eine schöne Erinnerung an eine ganz besondere Auszeichnung.

Ellen Rönnau (links) und Sabine Urban, die den Seniorenkaffee im Dörpshuus organisieren, erhalten von Hagen Klindt einen Blumenstrauß. Foto: Butzke
Als "attraktiven Ort" und "lebendige Gemeinde" bezeichnete Bürgermeister Hagen Klindt denn auch Passade. Beim Rückblick auf das Jahr 2009 konnte er eine Reihe von Aktivposten aufzählen: die 14 ausgewiesenen Baugrundstücke, von denen schon über die Hälfte verkauft sei; den sehr guten Platz beim Strohfigurenwettbewerb; das Dorffest, das die vielen Kinder und jungen Familien Passades begeisterte; die leistungsstarke Feuerwehr, bei der die 95.000 Euro Gemeindeanteil für ihr neues Fahrzeug "gut angelegtes Geld" sei.
Man komme 2010 noch ohne Kredite aus, betonte Klindt, denn die Rücklage sorge für einen ausgeglichenen Haushalt. Das sei voraussichtlich auch 2011 noch so, obwohl es keinen großen Spielraum mehr für Investitionen gebe. Trotzdem stehen zwei Vorhaben ganz oben auf der Wunschliste der Gemeinde. Die luftige Balkenkonstruktion der Decke im "Dörpshuus" soll aufgrund erheblicher Akustikprobleme im Saal durch eine darüber eingezogene feste Decke verstärkt werden. Außerdem soll der Wanderweg weiter ausgebaut werden.
Ein herzliches Dankeschön sagte Hagen Klindt dem 1. Kieler Wasserski-Club und seiner Geschäftsführerin Änne Rachau. Der Club, der im Sommer auf dem Passader See trainiert, sei ein guter Werbeträger und habe ganz hervorragende Jugendarbeit geleistet, betonte der Bürgermeister. Ellen Rönnau und Sabine Urban erhielten Blumen für den Seniorenkaffee, den sie einmal monatlich im Dörpshuus anbieten. Und auch an die drei Damen, die sich um die Sauberkeit und Ordnung im Dörpshuus kümmern, gingen Dankesworte und Blumen.
Noch lange nach dem offiziellen Teil saßen die Passader in ihrem "Dörpshuus" zusammen und genossen das köstliche Büfett. Die Kinder vergnügten sich derweil im Feuerwehrgerätehaus, wo sie malten, bastelten und tobten.
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