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Mehrwertsteuersenkung ermöglicht Investitionen
Im Großen und Ganzen zufrieden mit der Situation des Gastronomie- und Hotelgewerbes in der Region zeigte sich Sven Asbahr, Vorsitzender des DeHoGa-Ortsvereins Schönberg-Laboe-Probstei und Umgebung am vergangenen Mittwoch im Laboer Restaurant "Baltic Bay". Vor den zahlreich erschienenen Mitgliedern kritisierte er aber die zu Jahresbeginn für das Hotelgewerbe wirksam gewordene Mehrwertsteuersenkung als zu kompromissbehaftet und betonte die Notwendigkeit von Investitionen für die hiesigen Betriebe.

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Bei sich selbst zu Gast: Der DeHoGa-Ortsverband Schönberg-Laboe-Probstei und Umgebung tafelt für seine Mitglieder auf. Foto: Heine
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Die Mehrwertsteuersenkung von 19 auf sieben Prozent sei lediglich "ein nicht zufriedenstellender Kompromiss", sagte Asbahr und verwies auf den dadurch in den Betrieben gestiegenen Verwaltungsaufwand. Durch die neue steuerliche Regelung müssen Hotelbetriebe nun bei der Abrechnung zwischen Übernachtungen und dem dazugehörigen Frühstück unterscheiden. Nur für die Übernachtungen gilt der günstigere Steuersatz, nicht aber für das Frühstück, das weiterhin mit 19 Prozent abzurechnen ist.
Klaus-Dieter Dehn, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes des Kreises Plön, warnte auf der Veranstaltung davor, die Neuregelung infrage zu stellen. Die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent ermögliche den Betrieben dringende Investitionen und eine moderatere Preisgestaltung. Außerdem sei die Mehrwertsteuersenkung eine fällige Angleichung an die Situation in vielen anderen EU-Mitgliedsstaaten, so Dehn. Investitionen seien schon deshalb nötig, um mit dem Hotelgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern Schritt halten zu können, sagte Dehn außerdem. "Zeigt den Gästen, dass ihr investiert!", forderte er die Gastronomen deshalb auf.
Sven Asbahr versäumte nicht festzustellen, dass den Gästen "das Geld nicht mehr so locker" sitze, wie es einmal gewesen sei. Zudem seien die Zimmerpreise "seit Jahren" nicht erhöht worden und die Energiepreise liefen davon. In der Summe sorge dies alles für eine spürbare wirtschaftliche Belastung der Gastronomiebetriebe.
Nicht zuletzt deshalb hatte der Ortsverband den Strompool-Energieexperten Peter Zimmermann eingeladen, der in einem Vortrag vielfältige Möglichkeiten der effizienteren Energienutzung vom Einsatz von Energiesparlampen über die Modernisierung der Heizungsanlagen bis hin zur Installation von Solarpaneelen aufzeigte.
Bei den anstehenden Wahlgängen bestätigten die Mitglieder Hans Löwel und Gert Ramp in ihren Ämtern als zweiter Vorsitzender beziehungsweise Schriftführer. Turnusmäßig für die Kassenprüfung gewählt wurde der Laboer Jörn Frach.
Pit Dorn, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Probstei, nutzte die Gelegenheit, dem DeHoGa für die "gute Zusammenarbeit" bei der Präsentation der Region auf der jüngsten "Grünen Woche" in Berlin zu danken. Die Probstei habe so dort viel für ihr Image tun können. Das hätten die spontanen Buchungen als Reaktion auf die dortige Präsenz der Probstei als Urlaubsregion gezeigt, so Dorn.
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