Polizeimeldungen
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Sonntag, 08. Januar 2012

Elch-Zerstörung in Schönberg aufgeklärt

Es war ein trauriger Anblick: Der Elch, den die Partnergemeinde Älvdalen der Gemeinde Schönberg im Jahr 2005 anlässlich des 30. Jubiläums der Partnerschaft geschenkt hatte, lag zerbrochen am Boden. Es war die Tat eines jungen Probsteiers, wie die Polizei jetzt mitteilte. Die Schönberger Beamten hatten den Vorgang aufgrund des großen öffentlichen Interesses sehr intensiv verfolgt und schließlich einen Jugendlichen aus einem Nachbardorf ermittelt, der dann die Tat auch gestanden hatte.

 

  Der Elch, ein Geschenk der Partnergemeinde Älvdalen, wurde zerstört. Der Täter ist ermittelt und hat sich für seine Tat entschuldigt. Er wird Sozialstunden leisten und ist zu Schadenersatz verpflichtet. Die Gemeinde will nun einen neuen Elch beschaffen. Foto: Gemeinde/hfr

Der Elch, ein Geschenk der Partnergemeinde Älvdalen, wurde zerstört. Der Täter ist ermittelt und hat sich für seine Tat entschuldigt. Er wird Sozialstunden leisten und ist zu Schadenersatz verpflichtet. Die Gemeinde will nun einen neuen Elch beschaffen. Foto: Gemeinde/hfr

 

Der Jugendliche hatte unter Alkoholeinfluss die etwa 300 bis 400 Kilogramm schwere Elch-Skulptur zu Fall gebracht. Der Jugendliche sei ein Ersttäter, informierte die Polizei in Schönberg. Er habe die Tat gestanden und sich auch persönliche beim Bürgermeister entschuldigt. Doch ohne Strafe kommt der junge Probsteier nicht davon. 15 Arbeitsstunden musste er ableisten und natürlich den Schaden von rund 4.000 Euro ersetzen. Denn so viel kostet ein neuer Elch, wie die Recherchen der Gemeinde in der schwedischen Partnerkommune ergeben hatten. Die Polizei habe gute Arbeit geleistet, bestätigte Bürgermeister Wilfried Zurstraßen.


Schadensregulierung – das war auch der Antrieb für die beiden Polizisten Oliver Hirsch und Dirk Hackbarth, wie sie betonen. Denn sie seien oft angesprochen worden, hätten ein großes Interesse in der Einwohnerschaft festgestellt und hatten daher die Ermittlungen aufgrund ihrer Personenkenntnisse vor Ort gezielt aufgenommen. Dadurch, so schildern die Beamten den Hergang, seien sie auf eine Gruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden gestoßen, die in der Nachbarschaft der "Alten Apotheke", dem Standort des Elches gefeiert hatten. Nach Einzelbefragungen der Jugendlichen habe man den Täter ermittelt und dann die Tat gestanden habe. Er sei bisher nicht auffällig gewesen, ein Ersttäter also. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft hatte der Jugendliche 15 Arbeitsstunden zu leisten und den Schaden zu ersetzen. Wie dieser Ersatz vonstatten gehen kann, werde nun in einem Gespräch zwischen Bürgermeister, Täter und den Eltern geklärt, kündigte Wilfried Zurstraßen an. Er werde dieses Gespräch gleich zu Beginn des Jahres führen. Fest stehe, dass ein neuer Elch an den alten Standort kommen soll und der, so Zurstraßen, werde nicht aus der Gemeindekasse bezahlt.