Auf den zweiten Platz kam mit 2.862 Punkten ein Tier, das Betrachtern eher einen Schauer über den Rücken jagt, das aber überaus dekorativ zwischen den Bäumen prangt – die Fiefbergener Spinne. Bürgermeister Wilfried Taubner und das gesamte Strohfigurenbauer-Team freuten sich riesig über den Preis. Mit 1.795 Punkten Dritte wurden die "Wischer Strandpiraten", die kecken Störche mit Schatzkiste und Rumfass. Stellvertretend für das 22-köpfige Team nahm Bürgermeister Heinz Lamp den gläsernen Pokal mit den goldenen Ähren und dem Logo des "Probsteier Herold" entgegen.
Der Herold hat den Strohfiguren-Wettbewerb in diesem Jahr zum vierten Mal durchgeführt, wie Redaktionsleiter Uwe Jacobsen in seiner Begrüßungsrede betonte. 1.456 Leser haben die Stimmzettel ausgefüllt und abgegeben, davon 547 Probsteier und 909 Touristen. "Die nördlichsten ausländischen Teilnehmer kamen aus Sonderburg in Dänemark", so Jacobsen. "dann hatten wir noch drei Schweizer, vier Australier, zwei Amerikaner und zwei Paraguayer dabei." Aus allen Stimmkarten zog Kornkönigin Hannah Kübli den Schwartbucker Philipp Töne als Gewinner des Teilnehmerpreises.
"Rundum zufrieden" zeigte sich Hagen Klindt, Vorsitzender des Tourismusverbandes Probstei, mit dem Verlauf der diesjährigen "Probsteier Korntage" und ihrem "Highlight", dem Strohfiguren-Wettbewerb. Er sei erstaunt, wieviel Kreativität die Dörfer jedes Jahr wieder beim Entwerfen und Bauen der Figuren entwickelten, sagte er. Insgesamt hätten die 50 Veranstaltungen in vier Wochen die "Geschichte und Kultur der Probstei in Vergangenheit und Gegenwart" gezeigt, so Klindt, die Besucher hätten eindrucksvoll erlebt, dass die Probstei nicht nur aus der Ostseeküste besteht.
Hagen Klindt regte an, den Abschluss der "Probsteier Korntage" jedes Mal im Bauerngarten von Lore Paustian zu feiern, weil hier – zusammen mit dem Binden der Erntekrone – ein schöner Schlusspunkt gesetzt werden könnte. Das sieht auch Bendfelds Bürgermeister Ingo F. Lage so, der unter Anspielung auf das Binden der Erntekrone den Begriff der "Krönungsfeier" prägte. In diesem Jahr, meinte er, gebe es keinen neutraleren Ort als Bendfeld für die Prämierung der Strohfiguren, denn schließlich habe die Gemeinde diesmal ausnahmsweise nicht am Wettbewerb teilgenommen. "Aber was schert uns der Preis", feixte der Bürgermeister, "wir haben die Krone."