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Kiddies-Fun-Center vor dem Aus Drucken E-Mail
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Freitag, 13. Januar 2012
Kalle Stutt möchte am liebsten seine 8.000 Quadratmeter große Anlage verkaufen und sein Fitness-Studio ins Gewerbegebiet verlagern. Doch bisher scheitert dieser Plan an planungsrechtlichen Voraussetzungen. Foto: Schmidt

Seit neun Jahren sorgt das Kiddies Fun-Center in der Strandstraße in Schönberg für Kinderfreizeitspaß. Doch das ist nun vorbei, denn der Kreis Plön hat Eigentümer und Betreiber Karl-Friedrich Stutt den Betrieb untersagt.

 

Kiddies-Fun-Center vor dem Aus

Seit neun Jahren sorgt das Kiddies Fun-Center in der Strandstraße in Schönberg für Kinderfreizeitspaß. Doch das ist nun vorbei, denn der Kreis Plön hat Eigentümer und Betreiber Karl-Friedrich Stutt den Betrieb untersagt. Begründet wird das Schreiben der Behörde vom 28. Dezember mit dem Fehlen einer baurechtlichen Genehmigung. Für Karl-Friedrich Stutt ist das nicht nachvollziehbar.
 

 

Kalle Stutt möchte am liebsten seine 8.000 Quadratmeter große Anlage verkaufen und sein Fitness-Studio ins Gewerbegebiet verlagern. Doch bisher scheitert dieser Plan an planungsrechtlichen Voraussetzungen. Foto: Schmidt  

Kalle Stutt möchte am liebsten seine 8.000 Quadratmeter große Anlage verkaufen und sein Fitness-Studio ins Gewerbegebiet verlagern. Doch bisher scheitert dieser Plan an planungsrechtlichen Voraussetzungen. Foto: Schmidt

 


Er hatte doch seinerzeit "alle Dinge mit dem Bau- und Ordnungsamt in Schönberg besprochen und geklärt", sagte der 62-Jährige. Er stehe nun vor einer ungewissen Zukunft, denn die Kinder-Spaß-Anlage war neben dem Fitness-Studio das wichtigste Standbein für den Betrieb.


Was war geschehen? Im Sommer 2010 hatte es eine Brandschau in der gesamten Anlage gegeben – mit Folgen. Denn es waren nicht nur fehlende Brandschutzeinrichtungen wie selbstschließende Türen, Rauchmelder und Sicherheitslampen aufgefallen, sondern es war den Mitarbeitern des Kreises Plön auch aufgefallen, dass die Anlage baurechtlich gar nicht zugelassen war, sprich die vor neun Jahren geänderte Nutzung eines Teils der Tennis- und Squash-Halle als Kinderspaß-Anlage mit Geräten, Trampolinen und Bistro, nicht beantragt und genehmigt worden war. Dies, so die Behörde könne aber nachgeholt und die Anlage entsprechend legalisiert werden. Ein Betrieb wurde bis Ende 2011 geduldet, nachdem alle kurzfristig geforderten Brandschutzauflagen umgesetzt worden waren. "Wir haben richtig investiert, einen Fluchtplan ausgehängt, Sicherheitslampen installiert und Rauchmelder installiert", erklärte Stutt. Doch mehr, so der Geschäftsmann, sei nicht finanzierbar. Unter anderem waren zusätzliche Ausgänge und Brandschutztüren gefordert. Ein nachträglicher Antrag auf Nutzungsänderung wäre mit erheblichen Investitionen verbunden gewesen, die finanziell nicht leistbar seien. "Welche Bank gibt mir in meinem Alter noch einen Kredit", so Stutt weiter.


Doch nun wisse er nicht, wie es weiter gehen solle. Sein Wunsch sei es, die gesamte Anlage, bis auf die an den TSV verpachteten Tennisplätze, an einen Investor zu verkaufen, der dort, wie bereits berichtet, einen Famila-Markt errichten möchte. Doch das scheitert am Bebauungsplan. Der müsste nämlich dafür entsprechend geändert werden. Die Ortspolitiker aber, die Wunsch und Pläne bereits kennen, haben aufgrund des jetzt entstehenden neuen Einkaufszentrums das Einzelhandelsgutachten im Blick und sehen weder Verträglichkeit noch Notwendigkeit, einen weiteren Standort für einen Supermarkt auszuweisen. Doch Stutt äußerte die Sorge, seinen Betrieb ganz und gar schließen zu müssen. Er wolle sich gern auf das Fitness-Studio ("das läuft gut") konzentrieren und den Betrieb in das Gewerbegebiet verlegen, um dort zu investieren.

 
 
 

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