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Kirche im Aufschwung - Gemeinden profitieren Drucken E-Mail
Geschrieben von Kay-Christian Heine   
Donnerstag, 23. Februar 2012
Raum für Begegnungen: Synodale des Kirchenkreises Plön-Segeberg während ihrer 9. Synode im Preetzer Haus der Diakonie. Foto: Heine

Der Kirchenkreis Plön-Segeberg setzt finanziell besser ausgestattet als bisher Segel mit Kurs Nordkirche. Das war Tenor in der 9. Kirchenkreissynode im Preetzer Haus der Diakonie.

 

Kirche im Aufschwung - Gemeinden profitieren

Der Kirchenkreis Plön-Segeberg setzt finanziell besser ausgestattet als bisher Segel mit Kurs Nordkirche. Das war Tenor in der 9. Kirchenkreissynode im Preetzer Haus der Diakonie. Im Fokus des Treffens der 72 stimmberechtigten Synodalen stand, ganz weltlich, der Haushalt 2012 und, mehr geistlich, eine Zuversicht verbreitende Rede des scheidenden Propstes, Dr. Klaus Kasch.

 

 

 

 

Raum für Begegnungen: Synodale des Kirchenkreises Plön-Segeberg während ihrer 9. Synode im Preetzer Haus der Diakonie. Foto: Heine

Raum für Begegnungen: Synodale des Kirchenkreises Plön-Segeberg während ihrer 9. Synode im Preetzer Haus der Diakonie. Foto: Heine

 

Die gute Botschaft des Tages verbreitete Holger Neitz, Vorsitzender des Kirchenkreis-Finanzausschusses. Bei rund 16,15 Millionen Euro Haushaltsvolumen werde das zu erwartende Kirchensteueraufkommen knapp 12,5 Millionen Euro betragen, zitierte er den Haushaltsplan. Das sind runde 1,2 Millionen Euro mehr als noch im vergangenen Jahr – dem Wirtschaftsaufschwung sei Dank. Der Gemeindeanteil daraus steigt um knapp 290.000 Euro auf gute 5,43 Millionen Euro an.


Nun könne der Kirchenkreis zwischenzeitlich angegriffene Rücklagen wieder auffüllen, sagte Neitz. "Wir haben die vorsichtige Gewissheit, dass 2011 finanziell ein gutes Jahr war, 2012 wird voraussichtlich ein ebenso gutes und wir sind für die kommenden Jahre zuversichtlich", verbreitete Neitz Optimismus. Nutznießer der besseren Einnahmesituation sind auch die 35 Gemeinden im Kirchenkreis. Sie erhalten einen mit gut 5,4 Millionen um knapp 290.000 Euro größeren Gemeindeanteil als noch im Vorjahr.

 

Sorgenkind Diakonie


Sorgenkind ist nach wie vor die Diakonie. "Das viele investierte Geld zeigt, dass sie nicht zum Eigennutz der Kirche, sondern zum Nutzen der Menschen arbeitet", sagte Propst Dr. Klaus Kasch. Das Preetzer Haus der Diakonie sei zwar als Ausdruck dessen "Zentrum vieler kirchlicher Angebote". Allerdings sei das Diakonische Werk mitunter "bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten engagiert", meinte Kasch. Der Haushaltsplan sieht für das kommende Jahr gut 90.000 Euro Mehrzuwendungen an das Diakonische Werk und eine im Vergleich zum Vorjahr gute Versechsfachung der Rücklagenstützung auf gut 133.000 Euro vor.


Sorge bereiten Propst Kasch auch säumige Beitragszahler. Die Zahl der offenen Forderungen sei allein im Kindertagesstättenbereich in den vergangenen beiden Jahren von 110.000 Euro auf 160.000 Euro gestiegen. Die Folge sei nach Kaschs Worten eine "ständig wachsende Zahl von Mahn- und Vollstreckungsverfahren".

 

Wichtige Stütze Ehrenamt


In den zum Kirchenkreis gehörenden Gemeinden gibt es knapp 137.000 kirchenzugehörige Gemeindeglieder. Das macht bei knapp 245.000 Einwohnern eine Kirchenmitgliedschaftsrate von 56 Prozent. Der Kirchenkreis beschäftigt 65 Pastoren und 988 hauptamtliche Mitarbeiter, davon 341 Kräfte in 48 Kinderbetreuungen und 246 Mitarbeiter in der Diakonie. "Kleine und schwache Zahlen" seien das verglichen mit der Zahl ehrenamtlich im Kirchenkreis engagierter Menschen, meinte Propst Kasch. Die seien "so vielseitig und zahlreich, dass sie in keiner Statistik zu fassen sind". Beispielhaft nannte der Propst die Kirchenmusiker, die zur "Geselligkeit in den Gemeinden" genauso beitrügen, wie zu "wichtigen Events" und großen Konzerten bis hin zu Musicals, deren Vorbereitungen "ganze Gemeinden monatelang auf Trab" hielten.

 

Chance für den Glauben


In der aus den Landeskirchen Pommern, Mecklenburg und Nordelbien hervorgehenden Nordkirche sah Kasch vor allem eine Chance für die Gemeinschaft der Christen in Norddeutschland. "Die Nordkirche kann dem christlichen Glauben Raum geben, um gegen kapitalistisches Leistungsdenken, die Entwertung der Schwachen und im norddeutschen Raum öffentlich einzutreten für die Würde des Menschen", sagte er. Die Nordkirche könne so helfen, den christlichen Glauben zu einem Faktor werden zu lassen, der die Werte und Überzeugungen vieler Menschen bestimme.
Anerkennende Worte fand Kasch außerdem für die Leistungen der Konfi-Fußballer der Kirchengemeinde Schönberg, die nach der Kirchenkreismeisterschaft auch die Nordelbische Meisterschaft und dann beim EKD-Wettbewerb in Berlin den 3. Platz errungen haben.


Propst Dr. Klaus Kasch hat bei dieser Synode seinen wohl letzten Bericht für den Kirchenkreisvorstand abgegeben. Bald wird er in den Ruhestand gehen. Den siebenköpfige Wahlauschuss zur Bestimmung seiner Nachfolge haben die Synodalen bereits gewählt.

 

 

Beschließen im Preetzer Haus der Diakonie soliden Haushalt für 2012: die Synodalen des Kirchenkreises Plön-Segeberg. Foto: Heine

Beschließen im Preetzer Haus der Diakonie soliden Haushalt für 2012: die Synodalen des Kirchenkreises Plön-Segeberg. Foto: Heine

 

 
 
 

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