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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Donnerstag, 21. Januar 2010

"Kommunalpolitisch über den Tellerrand blicken"

Das Laboer Lachmöwentheater war am Sonntag gerammelt voll. Doch diesmal standen nicht die Plattschnacker um Traute Steffen auf der Bühne, sondern Bürgermeisterin Karin Nickenig hatte zum Neujahrsempfang geladen. Sie konnte nicht nur die Laboer Bürger, sondern auch Jürgen Cordts als Vertreter der Gemeinde Schönberg sowie andere Gäste aus der Politik begrüßen. Kreispräsident Peter Sönnichsen nutzte die Gelegenheit, in seinem Grußwort auf das gute Miteinander von Kreis und Kommunen hinzuweisen. 

 

 

 

Nicht wegzudenken: Der Laboer Herrenkochclub bewirtet die Gäste beim Neujahrsempfang mit Rübenmus samt allem, was dazu gehört. Foto: Schmidt
 

Nicht wegzudenken: Der Laboer Herrenkochclub bewirtet die Gäste beim Neujahrsempfang mit Rübenmus samt allem, was dazu gehört. Foto: Schmidt

 

Leider sei es notwendig, in diesem Jahr die Kreisumlage zu erhöhen, aber der Kreis baue sich dafür keine goldenen Wasserhähne ein, sondern sorge über das Ausgleichsprinzip auch für entsprechende Infrastruktur in den Dörfern, so Sönnichsen. Der Kreispräsident richtete einen Appell an die Gemeinde: Man müsse bei den kommunalpolitischen Überlegungen auch über den Tellerrand blicken. Als Stichwort nannte er die Fehmarn-Belt-Querung. "Die wird allein durch die Verkehrsader B 502 auch die Gemeinde Laboe und das Amt Probstei betreffen", so Sönnichsen. Ein touristisch so gut aufgestellter Ort wie Laboe könne davon ganz sicher profitieren.


"Wir haben im Kreis Plön 85 Städte und Gemeinden und das Pfund, mit dem wir wuchern, sind die Bürger", ging der Kreispräsident auch auf das Ehrenamt ein. Denn das werde immer wichtiger, gerade in finanziell schwierigen Zeiten. Auf die nahm er dann auch mit dem Hinweis Bezug: "Wir müssen nicht sparen, wir müssen kürzen." Doch die Zustimmung der Bürger sinke mit dem Maße, in dem die eigene Betroffenheit wachse, so der Kreispräsident weiter. Diesen Spagat sieht auch die Bürgermeisterin, die mit ihrem Motto "Gebremstes Wachstum" auf der Suche nach einem Kompromiss ist. Doch er wird in vielen Fällen kaum gelingen, denn sie sieht in den anstehenden politischen Entscheidungen "explosiven Zündstoff": "Zu immer mehr Ausgaben ist die Gemeinde verpflichtet. Ebenso dazu, das Portemonnaie des Bürgers dabei mit einzubeziehen", sprach Karin Nickenig die kommenden Entscheidungen an. Das betreffe Steuern, kostendeckende Gebühren und eben eine Straßenausbaubeitragssatzung, sagte die Gemeindechefin und löste reichlich Grummeln im Saal aus. "Mit gebremstem Wachstum müssen wir politische Schwerpunkte schaffen, die dem Ort gut tun. Wer nicht an seine Zukunft glaubt, der hat keine", sagte Nickenig in Anlehnung an ein Motto "eines geschätzten Kollegen einer Nachbargemeinde".


Für den richtigen Schwung sorgte das musikalische Programm. Das wurde vom Gospelchor "Black Swans" unter der noch jungen Leitung von Michael Kallabis bestritten.


Für die richtig deftige Stärkung nach dem gut zweistündigen Bühnenprogramm mit Ehrungen und Reden sorgten die Männer in den weißen Kochjacken – der erste Laboer Herrenkochklub um Rolf Aulitzky. Der Klassiker – Rübenmus mit Kassler und Kochwurst – kam gut an. Zudem hatten die Köche einen "Sparkoch" aufgestellt und baten damit um einen Zuschuss zum Neubau der Schulküche, der im März beginnen soll. Die Ausbeute war eher klein, bloß 39,20 Euro kamen zusammen.

 
 
 

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Laboe

Hier lässt es sich Leben: das Ostseebad Laboe besitzt alles, was das Herz begehrt

Laboe - ein malerischer Traum an der Kieler Förde

Das Ostseebad Laboe mit cirka 6.000 Einwohnern liegt malerisch am Ausgang der Kieler Förde. Laboe wurde urkundlich erstmals 1240 erwähnt, der Name, ehemals "Lubodne", stammt aus dem slawischen, was soviel wie "Schwanenort" bedeutet. Dieser anmutige Großvogel ist denn auch das Wappentier Laboes. Laboe ist durch zwei verschiedene Teile mit unterschiedlichem Charme und Charakter geprägt, das Ober- und das Unterdorf. Im Unterdorf liegt der malerische Hafen mit Platz für rund 700 Boote. Der Tourismus ist eine Haupteinnahme- quelle der Gemeinde: jährlich über 350.000 Tagesgäste und 50.000 Übernachtungen. Unübersehbar ist in Laboe das Marineehrenmal für die gefallenen Seeleute beider Weltkriege; davor liegt ein altes U-Boot (die U995) vom Typ VII C am Strand.


Karin Nickenig



 




Bürgermeisterin

Karin Nickenig
04343-6244

Gemeindewehrführer
Kurt Jahn
04343-421800 

Internet
www.laboe.de

 
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