Menu Content/Inhalt
Portal arrow Gemeinden arrow Lutterbek arrow Kunstvolle Zeugnisse bäuerlichen Lebens
Drucken E-Mail
Freizeit und Kultur
Geschrieben von Kay-Christian Heine   
Mittwoch, 14. Dezember 2011

 

Kunstvolle Zeugnisse bäuerlichen Lebens

Mit Skizzen von Pferden auf Zeitungsrändern hat Anna Göttke-Krogmann in den 1960er Jahren ihr künstlerisches Schaffen begonnen. Bis heute ist daraus ein umfangreiches Werk aus Fliesenbildern und Zeichnungen mit Motiven aus vergangenen Tagen bäuerlichen Lebens geworden, ergänzt um eine Reihe Bücher über das Leben der Landfrauen, von Kinderspielen, Liedern und Reimen, von der Natur und der Arbeit auf dem Bauernhof. Die "Galerie im Lutterbeker" hat der im Oldenburgischen lebenden alten Dame von 84 Jahren nun eine Ausstellung gewidmet.

 

Schönheit und handwerklicher Ausgereiftheit: Anna Göttke-Krogmann zeigt Fliesenbilder im Lutterbeker. Foto: Heine   

Schönheit und handwerklicher Ausgereiftheit: Anna Göttke-Krogmann zeigt Fliesenbilder im Lutterbeker. Foto: Heine

 

Anna Göttke-Krogmann hört es nicht so gern, wenn jemand sie Künstlerin nennt. "Ich habe mir doch alles selbst beigebracht und niemals einen Kurs besucht", sagt sie bescheiden und lacht dabei. Diese Art von Bescheidenheit habe sie immer an den Tag gelegt, erinnert sich ihr Sohn Ulrich in seiner Laudatio. "Wie findest Du das?", habe seine Mutter immer gefragt, wenn ein Bild fertig war. "Es ist aber nichts Besonderes", sei dabei ein häufig gehörter Nachsatz gewesen.


Anna Göttke-Krogmanns Fliesenbilder zeigen zumeist Szenen aus der Vergangenheit des Familienhofes in Kroge-Ehrendorf bei Lohne und legen Zeugnis ab von der Feldarbeit in der frühen Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts. Andere zeigen Sommerblumen, Kräuter und Gräser sowie die umgebende Landschaft. In Zeichnungen hat Anna Göttke-Krogmann Menschen porträtiert, Kindheitsszenen festgehalten und wiederum ländliche Arbeitsszenen verewigt. Sohn Ulrich: "Meine Mutter hat ihre Vergangenheit als Bäuerin quasi ins Reine gezeichnet."


Zu verdanken habe sie alles ihrem vor einigen Jahren verstorbenen Sohn Martin, der nach schwerer Krankheit schon in seiner frühen Kindheit pflegebedürftig geworden war. "Die sich daraus ergebende Häuslichkeit hat mir meine künstlerische Arbeit erst ermöglicht", sagt Anna Göttke-Krogmann heute.


Viele ihrer Motive mögen in ihrer auffallenden ästhetischen Schönheit und handwerklicher Ausgereiftheit idyllisch verklärt anmuten. Aber sie sind doch Überlieferungen des alten ländlichen Lebens. Das beweist ein Zusammenschnitt filmischer Dokumente ihres Vaters Georg Kühling aus den 1930er- bis 1940er-Jahren. Diese Bilder helfen dem Publikum, die Arbeiten Anna Göttke-Krogmanns einzuordnen. Sie zeigen, teils schon auf Farbfilm aufgenommen, entbehrungsreiche und schwere Handarbeit, aber auch das Spiel der damals noch kleinen Anna mit ihren zehn Geschwistern und andere Familienszenen, das Sänger- und Schützenfest, Vereinsleben und Militärmanöver während der Kriegsjahre. Die auf dem Bildschirm vorbeiziehenden Szenen sind heute Geschichtsbuchwissen, doch eine Altersgenossin Anna Göttke-Krogmanns wird still bei ihrem Anblick. Und dann ist sie mit einem Mal da, die Idylle: Die Göttke-Krogmannsche Kinderschar sitzt in einer der Filmszenen pausbäckig im Gras unter blühenden Obstbäumen beim Picknick und lässt riesige Brotscheiben in lachenden Mündern verschwinden – ein Klischee erweist sich als wahr.


Anna Göttke-Krogmanns Zeichnungen und Fliesenbilder sind bis zum 2. Februar in der "Galerie im Lutterbeker", Dorfstraße 11, zu sehen. Infos unter Telefon 04343-9442 und unter www.lutterbeker.de.

 
 
 

Ausgezeichnet!

Qualitaetssuchmaschine 2009
 

Lutterbek

Die Lutterbeker Schmiede - das Schmuckstück der Gemeinde wird derzeit restauriert

Lutterbek - ehemaliger Sitz des Klosters Preetz

Im Jahre 1240 begab es sich, dass erstmals Schriftkundige (wahrscheinlich Nonnen aus dem Kloster Preetz) in die Probstei kamen und über die Dörfer, deren Menschen und Leben berichteten und dieses niederschrieben. Das Dorf am "lauteren Bach" hatte einen derart prägenden Eindruck bei den Nonnen hinterlassen, dass der Sitz des Klosters in Preetz nach Lutterbek verlegt wurde, wenn auch nicht für eine sehr lange Zeit. Heute prägt das Veranstaltungslokal "Lutterbeker" das Erscheinungsbild und die Bekanntheit des Ortes am lauteren Bach. Das ehemalige Kloster, die alte Wassermühle, die Schmiede, die Dorfschule oder der Höker - diese Gebäude stehen noch, werden aber nicht mehr in ihrer ehemaligen Funktion genutzt.

 

Wolf Mönkemeier

 

 

 

 

 

Bürgermeister

Wolf Mönkemeier

04343-9954


Gemeindewehrführer
Thomas Krause
04343-5167
0174-3295387

 
developed by mediahof - www.mediahof.de