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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Dienstag, 07. Februar 2012

 

Hafenliegegebühr in Laboe befindet sich im Mittel

Die Diskussion um die Hafenliegegebühren brodelt. Ein Blick zu den Nachbarn entlang der Kieler Förde zeigt, dass die Laboer mit einem Preis von derzeit zwölf Euro je Quadratmeter Wasserfläche für einen Winterliegeplatz im mittleren Bereich liegen. Dennoch erscheint den Laboer Winterliegern die Steigerung um 70 Prozent als zu extrem, wie sie dem PH geschildert hatten.

 

Auch im Hafen Möltenort in Heikendorf liegen die Schiffe im Winter im Wasser. Doch die Gebühren dafür sind nicht vergleichbar, weil der Hafen eine andere Betriebsstruktur hat, als seine Nachbarn. Die Mitglieder der Möltenorter Seglerkameradschaft selbst sind hier stark beteiligt. Foto: Schmidt  

Auch im Hafen Möltenort in Heikendorf liegen die Schiffe im Winter im Wasser. Doch die Gebühren dafür sind nicht vergleichbar, weil der Hafen eine andere Betriebsstruktur hat, als seine Nachbarn. Die Mitglieder der Möltenorter Seglerkameradschaft selbst sind hier stark beteiligt. Foto: Schmidt

 

Mit einer moderaten Erhöhung hingegen müsse man sich wohl abfinden, aber Bootseignern wie Silke Schröder (Nordmark) geht es vor allem um einen rechtlich einwandfreien Ablauf. "Wo und wann wurde die Steigerung beschlossen", fragt sie. Werkleiter Ulrich Thon beruft sich auf den Beschluss vom 16. Dezember 2010, als die Gemeindevertreter die neue Satzung verabschiedet hatten.


Damit war die Erhöhung der Sommerliegegebühren von 27 auf 30 Euro beschlossen sowie die Erhöhung der Winterliegegebühren auf zwölf Euro, die bis dato sieben Euro betrug. Damit, so zeigt ein Vergleich, gab es in Laboe scheinbar eine Art Sozialbeitrag, denn die Nachbarn verlangten teilweise mehr als das Doppelte. Der Versuch von Werkleiter Ulrich Thon nun nachzuziehen, löste aber, wie berichtet, kräftig Unmut und Wechsel-Pläne aus. Der Blick nach nebenan zeigt:

Beim vergleichbaren Nachbarn Marina Wendtorf beispielsweise zahlt der Bootseigner pauschal einen Winterliege-Beitrag von 250 Euro. Der Hafenmeister ist regelmäßig vor Ort und erreichbar.


Im Laboer Jachthafen Baltic Bay nimmt die Nachfrage nach Winterplätzen aufgrund des günstigen Betrages zu, weiß Betriebsleiter Martin Gürke zu berichten. Er hält für seine Gäste Schwimmstege und modernste Ausstattung vor, gewährt eine Steg- und Leinenkontrolle. "Die Bootseigner nehmen das gern in Anspruch und das Eis schadet den Booten nichts", so Gürke. Das ganze kostet als reiner Winterplatz 25 Prozent des Sommerliegeplatzes, also im Verhältnis weniger als im Laboer Kommunalhafen. Denn dort kostet der Sommerplatz 30 Euro, der Winterplatz zwölf (25 Prozent wären 7,50 Euro). Ein Vergleich absoluter Zahlen würde hinken, das in Baltic Bay die Liegegebühr nach laufendem Meter Bootslänge und nicht, wie im Kommunalhafen, nach Quadratmetern Wasserfläche berechnet wird. Ein Blick weiter in Richtung Kiel: In den Häfen der Sporthafen Kiel GmbH wie Schilksee, Stickenhörn und Düsternbrook zahlt man 16 Euro für den Quadratmeter Wasserfläche im Winter, ohne Strom und Wasser. Ein Vergleich mit dem Sportboothafen Möltenort lässt sich auch schwer anstellen, da der Hafen privat betrieben wird und mit großem Engagement der Mitglieder des Vereins Möltenorter Seglerkameradschaft.


Bleibt abzuwarten, wie die Ortspolitiker nach einem Rundblick entlang der Ostseeküste entscheiden, wenn Werkleiter Ulrich Thon am 15. Februar den Vorschlag für eine Absenkung von zwölf auf neun Euro durch die Einführung eines Jahresliegerbeitrages vorstellen wird.

 
 
 

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