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| Wirtschaft und Politik | ||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | ||
| Freitag, 03. Februar 2012 | ||
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Laboer Eigner gehen auf die Barrikaden
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Die Gebühr für die Schiffe, die im Winter im Wasser bleiben, erhöht sich nach derzeit gültiger Satzung die Liegegebühr für den Winter von sieben auf zwölf Euro pro Quadratmeter. Für die Nordmark bedeutet das eine Erhöhung um 446,20 Euro für die Winterzeit. Foto: Schmidt |
Diese Steigerung sei nicht vertretbar, räumte Ulrich Thon auf PH-Nachfrage ein. Er bereite nun eine entsprechende Änderung vor, die er den Mitgliedern des Werkausschusses in der nächsten Sitzung vorlegen werde. Wie ist die Situation? Bisher haben Bootsbesitzer in Laboe für einen Sommerliegeplatz 24 Euro je Quadratmeter und für einen Winterliegeplatz – im Hafenbecken – sieben Euro je Quadratmeter gezahlt. Diese Sätze waren nun aufgrund der maroden Finanzlage angehoben worden.
Am 16. Dezember 2010 beschlossen die Gemeindevertreter eine neue Satzung. Demnach sind nun für einen Sommerliegeplatz 30 Euro fällig, für den Winterliegeplatz zwölf Euro je Quadratmeter Wasserfläche. "Das ist unser Ende", erklärte Silke Schröder, als sie ihren Gebührenbescheid in Händen hält. In ihrem Fall muss sie für die "Nordmark" 426,20 Euro mehr zahlen, nur für den Winterplatz. "Diese Steigerung steht in keinem Verhältnis zu den Leistungen, die wir hier in Anspruch nehmen. Die Toiletten sind geschlossen, der Hafenmeister ist nicht da, die Stege sind nicht gestreut und der Zustand im Hafen spricht für sich. Kaputte Lampen, defekte Wasserhähne – wofür sollen wir so viel mehr bezahlen". Sie frage sich, wo denn in den vergangenen zehn Jahren ihre Liegegebühren geblieben seien und habe den Eindruck, die Finanzen sollen zulasten der Winterlieger saniert werden.
In dasselbe Horn stößt auch Bernd Mattick, der mit seinem Eigenbau "Malin" ebenfalls gut 400 Euro mehr berappen muss – für nichts, wie er sagt. Thomas Kannegießer, Eigner des Seglern "Gefion" räumt ein, man hätte sich sicher auf eine Erhöhung von zehn oder 15 Prozent eingestellt, wie sie auch für den Sommerplatz fällig wurde, aber doch nicht auf einen solchen Sprung. "Das können wir nicht erwirtschaften", sagt der Schiffseigner. Zudem habe man keinerlei Ankündigung dieser Erhöhung erfahren, eine Satzung hänge nicht aus und so sei man überrascht worden und habe keine Zeit, sich in aller Eile einen anderen Liegeplatz zu suchen, beklagen die Betroffenen. Nicht nur für ihn ist ein anderer Liegeplatz im Winter eine echte Alternative. Denn auch Silke Schröder blickt auf vergleichbare Nachbarn wie Mönkeberg und Wendtorf, die allesamt günstiger seien.
Karl-Christian Fleischfresser fackelt gar nicht lange. Er wolle sich nicht ärgern und geht im nächsten Winter an einen anderen Platz, für den er nur 200 Euro zahle. Wohin, will er nicht verraten. Werkleiter Ulrich Thon räumte ein, dies sei in der Tat unvertretbar und auch nicht gewollt. Den Grund sieht er in der veränderten Struktur. Denn bisher hatte es für Winterlieger zwei Gebührensätze gegeben. Sommerlieger hatten einen ermäßigten Satz von sieben Eruo bezahlt, reine Winternutzer wurden mit 15 Euro belastet. Dies war nun vereinheitlicht worden und mit zwölf Euro festgelegt.
Das Ergebnis ist für alle unbefriedigend. Ulrich Thon kündigte an, diese Satz zu überarbeiten. "Ich möchte jetzt den Jahresliegerbeitrag einführen und der betrage dann neun Euro", so Thon. Diese Entscheidung soll der Werkausschuss dann in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 15. Februar beraten.




