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Wirtschaft und Politik
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Geschrieben von Astrid Schmidt
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Montag, 05. Juli 2010 |
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Laboer Hafenumfeld mit Entwicklungspotenzial
Nun geht es endlich weiter in Sachen Neugestaltung des Laboer Hafenumfeldes. In einer eigens für dieses Thema einberufenen gemeinsamen Sitzung verabschiedeten vergangene Woche die Mitglieder des Werkausschusses und des Bauausschusses den Antrag auf Fördermittel. Insgesamt belaufen sich die geplanten Kosten für die derzeitige Planung auf rund 3,2 Millionen Euro. Entstanden waren sie im Rahmen eines groß angelegten mehrteiligen Bürgerworkshops. Diese Ideen, so erläuterte Planer Arne Siller, seien hier nun eingeflossen und Grundlage für das umfangereiche Konzept.
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Hier am Hafen gibt es viel Entwicklungspotenzial, das ist allen Beteiligten klar. Dass hier auch die Parkplätze anders gestaltet und damit reduziert werden, muss aber auch klar sein. Foto: Schmidt
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Ein seltenes Bild: Einigkeit quer durch alle Fraktionen. "Wir dürfen keine Zeit verlieren, der Antrag auf Fördermittel muss endlich auf den Weg." Denn das Förderprogramm der EU, aus dem sich die Gemeinde nun eine Quote von rund 70 Prozent der Gesamtkosten erhofft (nach derzeitigen Richtlinien) läuft in diesem Jahr aus und wird auch keine Fortsetzung finden, wie Siller erklärte. Er stellte noch einmal die konkrete Planung vor und erntete dafür – wiederum einhellig von allen Fraktionen – große Anerkennung. Die Planung unterteilte Siller in zwei Bauabschnitte: 1. Das Hafenvorfeld mit Kosten von rund 1,45 Millionen Euro und einer geschätzten Bauzeit von etwa acht Monaten. Derzeit sucht der aus Richtung Steinkampberg kommende Gast in Laboe den freien offenen Blick auf das Wasser vergebens. Dafür findet er eine "große ungeordnete Parkplatzfläche mit keinerlei Aufenthaltsqualität", so der Ist-Zustand. Das soll sich ändern. Dazu gehören unter anderem die Reduzierung des Parkraumes und die Neuordnung von Stellplätzen. (Das wird auch in die aktuelle Untersuchung des ruhenden Verkehrs im Ort einfließen.)
Das Herzstück im Hafenvorfeld soll eine neue Hafentreppe sein, die mittig auf einer Länge von 3,30 Meter im Bereich des Holzlagerkais entstehen soll. "Sitzstufen aus Holz laden zum Verweilen ein, was eine vielfältige Nutzung des Bereiches ermöglicht, wie unter anderem Kleinkunst oder musikalische Darbietungen auf einem Schwimmponton als Bühne", beschrieb Siller das Entwicklungspotenzial an der Stelle. Dort soll auch konsumfreies Konsumieren möglich sein. "Die Menschen wollen ans Wasser", wiederholte er ein Motto, das Leitlinie der gesamten Planung ist: "Laboe ran ans Wasser."
Im Bereich der Fischküche/Hafenpromenade soll die bisher sehr beengte Promenadenführung für Fußgänger ausgeweitet werden. Die Verschiebung der Hafenkante in Form einer neuen Spundwand erfolgt in Richtung Wasserfläche, was zusätzlichen Raum zum Flanieren biete. Wellenförmig geschwungene Bankelemente sollen die Promenade zum Festplatz hin abgrenzen. Außerdem plant die Gemeinde im Kreuzungsbereich Hafenstraße/Strandstraße als "städtebauliches Solitär" den Bau eines Info-Punktes für Touristen. Zusätzlich seien an diesem Standort auch öffentliche Toiletten angedacht, so Siller weiter. Damit hatte er der Bürgermeisterin Karin Nickenig ein Stichwort gegeben, das sie nutzte, um auf die nach wie vor unbefriedigende Situation der öffentlichen WCs hinzuweisen. Hier müsse dringend etwas getan werden. "Die derzeit beauftragte Gesamtplanung für die öffentlichen Toiletten soll auf dieses Gebäude erweitert werden", drängte sie. Thema werde das auch im nächsten Bauausschuss sein, so die Bürgermeisterin im PH-Gespräch.
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