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Laboer Schulküche bleibt ein Streitobjekt
Der Küchenstreit zwischen der Gemeinde Laboe und dem Laboer Herrenkochklub konnte nicht beigelegt werden. Im Gegenteil. Die Fronten sind verhärtet, der Kochklub denkt an gerichtliche Schritte. Grund: Die Gemeindevertreter konnten sich in ihrer Sitzung am Dienstag nicht dazu durchringen, den Wünschen und Kompromiss-Vorschlägen der Herren Köche entgegen zu kommen.
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Nur 6 von 19 Gemeindevertretern und Verwaltungsmitarbeitern fanden sich zur Besichtigung der fertig gestellten Schulküche ein. Foto: Schmidt
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Sie sprachen sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die sich zuvor in der Einwohnerfragestunde doch mit großer Verwunderung zu den Geschehnissen geäußert hatte, für die Nutzungsvereinbarung aus.
Darin ist vorgesehen, dem Laboer Herrenkochklub zehn Jahre lang unentgeltlich die Nutzung einzuräumen. Der Kochklub allerdings hatte, wie berichtet, eine 20-jährige Nutzung erhofft. Zudem hatten sie ihre geleisteten Stunden als detaillierte Auflistung als Anhang dem Vertrag beifügen wollen. Auch diesen Wunsch lehnten die Ortspolitiker ab.
Zum einen wolle man sich nicht so langfristig binden, zum anderen sei die aufgelistete Höhe der Eigenleistungen nicht mehr kontrollierbar, im Vorfeld habe es an jeglicher Information darüber gefehlt, erläuterte Bürgermeisterin Karin Nickenig auf PH-Anfrage im Nachhinein. Sie persönlich bedauere diese Entwicklung sehr, doch sehe sie keine Handhabe, dagegen zu steuern. "Hier muss die Politik entscheiden", so die Bürgermeisterin. Für den Laboer Herrenkochklub ist dieses Verhalten unverständlich. "Wir werden einen Anwalt einschalten und gerichtliche Schritte erwägen. Anders kommen wird offenbar nicht zu unserem Recht", erklärte Rolf Aulitzky dem PH, nachdem er durch die Bürgermeisterin über den Ausgang der Beschlussfassung informiert worden war.
Bei einer der Sitzung vorangegangenen Besichtigung konnten sich die Gemeindevertreter übrigens von der Qualität und dem Umfang der Arbeiten in der Schulküche selbst überzeugen. Allerdings machten von dieser Gelegenheit nur sechs der 19 Gemeindevertreter Gebrauch, die SPD fehlte komplett. Hausherr und Schulleiter Roland Reimer (die Schule ist einer der Nutzer) machte darauf aufmerksam, dass hier eine tolle Küche entstanden ist, die die Schule dringend brauche und damit ihren Schwerpunkt Gesundheitserziehung noch weiter ausbauen könne. Im Vorfeld habe es eine gute Zusammenarbeit mit der Vhs als zweiten Nutzer gegeben. "Mit dem Herrenkochklub war es teilweise schwieriger, weil oft die Einsicht fehle, dass es sich hier um eine schulische Einrichtung handelt, die nur auch anderweitig genutzt werden kann", so Reimer. Dennoch seien viele gute Ideen eingeflossen, wie unter anderem der Mittelblock. Die Schulküche wird nun erstmals im Rahmen des Ferienpasses vom Jugendzentrum in Betrieb genommen, bevor es nach den Ferien einen großen Kochtag der Schule geben wird.
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