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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | ||
| Dienstag, 03. August 2010 | ||
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Das macht am meisten Spaß: Die Nachwuchsköche belegen die Pizza mit ihren Lieblingszutaten, Rolf Aulitzky (links) und Peter Benk freuen sich über die Begeisterung. Foto: Schmidt |
"Als wir gefragt wurden, ob wir mit den Kindern kochen können, war das für uns selbstverständlich. Wir machen das schließlich für unseren Ort, auch wenn wir zurzeit mit der Gemeinde im Klinsch liegen", so Aulitzky. Kochen und Backen steht übrigens dank der neuen Schulküche auch im Programm der offenen Ganztagsschule für das neue Schuljahr, für das sich die Schüler bereits eintragen konnten.
Finn, Marisa, Annika und Annkathrin sind sich einig: Pizza backen mit dem "Laboer Herrenkochklub" – dieses Angebot der Laboer Ferienpassaktion ist echt toll. Die Grundschüler hatten Glück. Sie waren gleich im ersten Durchgang dabei, andere mussten warten, so groß war der Ansturm.
"Ihh, das klebt ja richtig fest", staunen die Kinder. Finn Niklas versucht die Finger vom Teig zu ziehen. Doch sie bleiben haften. "Da hilft ein wenig Mehl", hilft der Hobby-Koch Rolf Aulitzky mit einem Tipp. Und schon ist der Junge den Teig los. Gemeinsam kneten sie die Unterlage für Finns Lieblingspizza – Salami. Thunfisch ist auch nicht schlecht, findet er. Doch vorher muss der Teig noch ausgerollt werden. Das übernimmt Marisa. Sie nimmt das Nudelholz und rollt und rollt, bis der Teig nur noch einen Zentimeter hoch ist und so breit, dass er auf das Blech passt. Schließlich beginnen die Kinder mit dem Belegen – der schönsten und dazu leckersten Arbeit. Denn Naschen ist inklusive. Annkathrin und Annika streichen die Tomatensoße auf den Teig, oben drauf Salami, Paprika und natürlich Käse und dann ab in den Ofen damit. Der ist schon vorgeheizt, der Tisch schon gedeckt. Denn es wird nicht nur gemeinsam gebacken, sondern auch gegessen. "Die Kinder sind mit Feuereifer dabei", erzählt Aulitzky, dem es sichtlich Freude macht mit dem Kochnachwuchs.
"Wir haben so viele Anmeldungen, dass es eine Warteliste gibt. Das reicht für weitere vier Koch- und Backtage", berichtete Susanne Biermann vom Laboer Jugendzentrum. In ihrer Regie entsteht Jahr für Jahr ein gut gefülltes Jugendprogramm, doch sie ist dabei auf die Mitarbeit und Bereitschaft Laboer Vereine und anderer Organisationen angewiesen. Daher sei sie "froh und dankbar", dass die Freizeitköche trotz ihrer Querelen mit der Gemeinde beim Ferienpass mit von der Partie sind. Wie berichtet, streiten die Köche mit der Gemeinde um die kostenfreie Nutzungsdauer.
Gewünscht werden 20 Jahre aufgrund erbrachter Eigenleistungen, die Gemeinde will aber nur zehn Jahre zugestehen, weil sie keine so langfristigen Verträge mehr abschließen will.





