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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Donnerstag, 15. Juli 2010

Laboes neuer Werkleiter: Ulrich Thon

Vor zwei Monaten fiel die Entscheidung in der Gemeindevertretung über eine der wichtigsten Personalien der Gemeinde Laboe: den hauptamtlichen Werkleiter. Nun stellte Bürgermeisterin Karin Nickenig der Presse den Mann vor, auf dem hohe Erwartungen ruhen. Ulrich Thon, 53 Jahre alt, Maschinenbauingenieur, dreifacher Familienvater und in Neumünster zu Hause, wird am 23. August die Leitung des Eigenbetriebes und damit die Regie über die Betriebsteile Bauhof, Schwimmhalle, Tourismusbetrieb und Hafen übernehmen. Den Ausschlag für diese Wahl habe vor allem die "fachliche Qualifikation" gegeben, erklärte die Bürgermeisterin.

   

Ulrich Thon, 53 Jahre alt, Maschinenbauingenieur, dreifacher Familienvater und in Neumünster zu Hause, wird am 23. August die Leitung des Eigenbetriebes und damit die Regie über die Betriebsteile Bauhof, Schwimmhalle, Tourismusbetrieb und Hafen übernehmen. Foto: Schmidt
 

Ulrich Thon, 53 Jahre alt, Maschinenbauingenieur, dreifacher Familienvater und in Neumünster zu Hause, wird am 23. August die Leitung des Eigenbetriebes und damit die Regie über die Betriebsteile Bauhof, Schwimmhalle, Tourismusbetrieb und Hafen übernehmen. Foto: Schmidt

 

Werkleiter des erst vor wenigen Monaten gegründeten Laboer Eigenbetriebes - keine leichte Aufgabe, findet der Mann vom Niederrhein. Auch wenn er bisher eher "große Organisationseinheiten" der freien Wirtschaft gewohnt war. Bis 1998 in einem großen Industriekonzern, dann als Leiter des Ausbesserungswerkes der Deutschen Bahn in Neumünster und schließlich als Technikchef der Berliner S-Bahnbetriebe. Dort geriet er dann Anfang 2009 in die Schlagzeilen. Ulrich Thon stand in der Kritik, durch seinen harten Sparkurs bei der Instandsetzung der Züge verantwortlich für das Berliner S-Bahn-Chaos im vergangenen Jahr zu sein.

"Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und viele Untersuchungen" hätten aber ergeben, dass ein "konstruktiver Mangel" die Ursache gewesen sei, erklärte Thon dazu. Seinen Ruf, auf seinem Kurs "nicht gerade der Freund der Arbeitnehmer" gewesen zu sein, erklärte er mit einem "klaren Auftrag". "Der lautete: Sanierung eines maroden Unternehmens und den hatte ich umzusetzen", so Thon. Hinzu gekommen sei noch ein Mentalitätsproblem. "Es gab einen Ost-West-Konflikt. Ich wurde dort als Wessi nie akzeptiert", so Thon.

Schließlich sei er nun froh gewesen, aufgrund des beruflichen Umfeldes Berlin verlassen zu können, und "dankbar", dass die Laboer sich für ihn entschieden haben. Damit gehe auch eine Steigerung der Lebensqualität einher, denn seine Familie war nach seinem Wechsel nach Berlin in Neumünster geblieben.

"Fünf Jahre Wochenend-Ehe sind genug", nannte er weitere Beweggründe für den Wechsel nach Laboe. Dort sehe er seine Aufgabe "nicht in einer Sanierung wie beim S-Bahn-Betrieb". "Hier gilt es zum Wohle der Gemeinde die Gesamtsituation zu verbessern", sagte Thon und wirft dabei seinen "20jährigen Erfahrungsschatz" in die Waagschale. Gleichwohl bleibt der Hinweis der Bürgermeisterin mit Blick auf die defizitäre Schwimmhalle nicht ungehört, es gelte auch hier vor allem die Kostenstruktur zu verbessern, drängt sie.

Angesprochen auf die für ihn neue Konstellation – seine Vorgesetzten sind Ehrenamtler, nämlich Werkausschuss und Bürgermeisterin - beschreibt Thon seine Aufgabe vor allem als die eines Beraters. Seinen Schwerpunkt will er auf eine "enge Verzahnung und eine hohe Transparenz" legen. "Es gibt viel zu tun. Wenn man mit einem wachen Auge durch Laboe geht, entdeckt man unheimlich viel Potential, das es zu nutzen gilt", so Thon. Damit greift er den Ansatz der Bürgermeisterin auf. Die sieht darin eine Entlastung ihres Amtes und "die Basis für eine Ehrenamtlichkeit in Laboe".

Am 23. August nun wird der Profi sein Büro in der zweiten Etage im Laboer Rathaus beziehen. Gut erholt wird er ans Werk gehen, denn bis dahin macht er drei Wochen Urlaub mit der Familie. Eine Woche Segelkurs auf dem Ratzeburger See und zwei Wochen Bregenzer Wald in einer Jugendherberge", verrät Ulrich Thon.
 
 
 

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Laboe

Hier lässt es sich Leben: das Ostseebad Laboe besitzt alles, was das Herz begehrt

Laboe - ein malerischer Traum an der Kieler Förde

Das Ostseebad Laboe mit cirka 6.000 Einwohnern liegt malerisch am Ausgang der Kieler Förde. Laboe wurde urkundlich erstmals 1240 erwähnt, der Name, ehemals "Lubodne", stammt aus dem slawischen, was soviel wie "Schwanenort" bedeutet. Dieser anmutige Großvogel ist denn auch das Wappentier Laboes. Laboe ist durch zwei verschiedene Teile mit unterschiedlichem Charme und Charakter geprägt, das Ober- und das Unterdorf. Im Unterdorf liegt der malerische Hafen mit Platz für rund 700 Boote. Der Tourismus ist eine Haupteinnahme- quelle der Gemeinde: jährlich über 350.000 Tagesgäste und 50.000 Übernachtungen. Unübersehbar ist in Laboe das Marineehrenmal für die gefallenen Seeleute beider Weltkriege; davor liegt ein altes U-Boot (die U995) vom Typ VII C am Strand.


Karin Nickenig



 




Bürgermeisterin

Karin Nickenig
04343-6244

Gemeindewehrführer
Kurt Jahn
04343-421800 

Internet
www.laboe.de

 
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