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| Gesundheit und Natur | ||
| Geschrieben von Kay-Christian Heine | ||
| Donnerstag, 24. März 2011 | ||
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Symbol der Solidarität und des Mitgefühls: Teilnehmer der Menschenkette in Lutterbek. Foto: Heine |
Gegen 13 Uhr fassen sich die Beteiligten bei den Händen und bilden so eine Menschenkette entlang der Dorfstraße vor dem "Lutterbeker". Einige singen Lieder des Widerstands gegen die Atomkraft, andere haben sich Papiere mit japanischen Kanji-Schriftzeichen an die Kleidung geheftet. Sie gehören der Soka Gakkai an, der "Gesellschaft für Frieden, Kultur und Erziehung", einer ursprünglich japanischen, zum Mahayana-Buddhismus gehörenden Religionsgemeinschaft. "Nam Myoho Renge Kyo" ist auf den Papieren zu lesen – das zentrale Mantra dieser Form des Buddhismus und gleichsam Essenz seiner Lehre, erklärt die Lutterbekerin Uschi Freitag. "Dieser Kernsatz steht für das wahre Wesen des Lebens, für Frieden, Fürsorge, Nächstenliebe, Anteilnahme und vieles mehr", sagt sie. Gefühle und Dinge, die alle an der Menschenkette Teilnehmenden den in Japan von Naturkatastrophe und Unfall betroffenen Menschen entgegenbringen möchten.
Miteinander ein Symbol setzen wolle man hier, sagen auch die Organisatoren der Kundgebung. Nicht im großen Format, ohne viel Getöse soll das passieren, als eine Geste der Anteilnahme nicht nur am Schicksal der Menschen, sondern aller betroffener Lebewesen, betonen sie.
Werner Kalinka, CDU-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Plön-Nord und Vorsitzender des CDU-Fraktionsarbeitskreises Innen und Recht, hat sich nicht eingereiht in die Menschenkette. Aber ist da, er zeigt sich. Und er begrüßt die Menschenkette als sichtbares Zeichen. "Nach Japan haben wir keinen Spielraum mehr", sagt er über die Atompolitik und die Art der Nutzung von Kernenergie und fragt: "Wenn nicht jetzt innehalten, wann dann?"
Schon zuvor hatte Kalinka schriftlich geäußert, dass es aus seiner Sicht nicht die Frage sei, ob es in Deutschland und anderswo "nachhaltige Konsequenzen" bei der Nutzung von Atomenergie geben müsse, sondern wie tiefgreifend diese zu sein haben. "Je schneller und früher der Ausstieg aus der Kernenergie gelingt, desto besser", heißt es in dem Papier weiter. Denn daran könne kein Zweifel bestehen: "Ist Kernkraft im hoch industrialisierten und hoch spezialisierten Japan nicht sicher, ist sie dies auch in anderen Teilen der Welt nicht.





