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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Andreas Kay   
Montag, 12. Juli 2010

Lutterbeker Wehr bestand Roten Hahn Stufe II
 

  Am vorvergangenen Sonnabend um 8.30 Uhr war es vorbei mit der sonst üblichen Ruhe in Lutterbek. Klar und deutlich hallten die Kommandos von Wehrführer Thomas Krause durch das Dorf. Schließlich stellte sich die Feuerwehr Lutterbek der Bewertungskommission des Kreises Plön um die Leistungsbewertung "Roter Hahn Stufe II" abzulegen.

Gruppenführer Birger Löptin (links) wirkt bei der Ausgabe der Einsatzbefehle sehr konzentriert. Foto: Kay
 

Gruppenführer Birger Löptin (links) wirkt bei der Ausgabe der Einsatzbefehle sehr konzentriert. Foto: Kay


Wie vorausschauend die Wahl dieser eher unüblichen Uhrzeit war, zeigte sich schnell. Bereits ab 8.30 Uhr war es deutlich über 20 Grad warm und die Kameraden kamen schon bei der Anzugskontrolle durch die Bewertungskommission, die wieder einmal von Hermann Bumann angeführt wurde, ins Schwitzen. Schließlich mussten sie nicht nur die Ausgehuniform präsentieren sondern auch noch in voller Einsatzschutzkleidung antreten. Anschließend prüften die Bewerter die schriftlichen Unterlagen, das Gerätehaus und das knapp zwei Jahre alte Löschfahrzeug. "Alles in einem tadellosen sehr gepflegten Zustand", lobte Bumann dann auch die Wehr. Der eigentliche Prüfungsteil kam aber noch.

Auf der Hofstelle Vöge wurde ein Entstehungsbrand in einer Maschinenhalle simuliert. Wehrführer Krause erkundete unter den Augen von mittlerweile knapp 20 interessierten Lutterbeker Bürgern die Lage an der Einsatzstelle. Anschließend informierte er seinen Gruppenführer Birger Löptin. Dieser gab dann schnell und präzise die Einsatzbefehle an seine Gruppe. Während sich die Atemschutzgeräteträger mit Gerät ausrüsteten, begann die in die Übung gut integrierte Jugendwehr unter Anleitung von Aktiven Kameraden mit der Absperrung der Gemeindestraße nach Wendtorf. Nachdem die Wasserversorgung schnell aufgebaut wurde und der Angriffstrupp unter Einsatz von Atemschutzgeräten in die Halle vordrang, um den Brandherd zu lokalisieren und das Feuer zu bekämpfen, sicherten weitere Kameraden die Nachbargebäude vor einem Übergreifen der Flammen. Die Bewerter waren nun überall zu finden, ob direkt beim Angriffstrupp, beim Wehrführer oder an der Tragkraftspritzenpumpe beim Maschinisten. Überall beantworteten die Feuerwehrleute die Fragen der Bewerter oder erläuterten Eigenschaften der Geräte.

Nachdem das Feuer gelöscht war und keine weiteren Gefahren von der Einsatzstelle ausgingen, endete der Einsatz und die Gesichter der Feuerwehrmitglieder entspannten sich zusehends. Als Hermann Bumann anschließend die einzelnen Phasen der Übung analysierte sagte er: "Die hier gezeigte Leistung war sehr sehr gut. Besonders das Zusammenwirken von Wehrführer und Gruppenführer hat uns gefallen. Hier wurde sehr viel miteinander kommuniziert. Ihr habt insgesamt 288,75 Punkte erreicht. Das ist ein ausgesprochen gutes Ergebnis. Darauf dürft Ihr zurecht stolz sein", sparte Bumann dann auch nicht mit Lob für die Wehrmitglieder. Wehrführer Thomas Krause resümierte anschließend: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Übungsablauf. Jeder hat konzentriert seinen Job gemacht. Wir können auf das Ergebnis wirklich stolz sein." Der stellvertretende Bürgermeister Hans-Jürgen Woltmann gratulierte im Namen der Gemeinde und hob die hohe Einsatzbereitschaft der Wehr hervor. Damit hat die Lutterbeker Wehr als insgesamt dreizehnte Wehr im Amt Probstei den zweiten Stern bei der Leistungsbewertung errungen. Amtswehrführer Jürgen Bandowski erklärte, dass mittlerweile 19 Wehren aus dem Amt Probstei die Bewertung Stufe I absolviert haben. Die dritte Stufe der Leistungsbewertung haben mittlerweile schon drei Wehren absolviert. Mit einem gemeinsamen Imbiss endete der für die Feuerwehr Lutterbek sehr erfolgreiche Sonnabendmorgen.
 
 
 

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Lutterbek

Die Lutterbeker Schmiede - das Schmuckstück der Gemeinde wird derzeit restauriert

Lutterbek - ehemaliger Sitz des Klosters Preetz

Im Jahre 1240 begab es sich, dass erstmals Schriftkundige (wahrscheinlich Nonnen aus dem Kloster Preetz) in die Probstei kamen und über die Dörfer, deren Menschen und Leben berichteten und dieses niederschrieben. Das Dorf am "lauteren Bach" hatte einen derart prägenden Eindruck bei den Nonnen hinterlassen, dass der Sitz des Klosters in Preetz nach Lutterbek verlegt wurde, wenn auch nicht für eine sehr lange Zeit. Heute prägt das Veranstaltungslokal "Lutterbeker" das Erscheinungsbild und die Bekanntheit des Ortes am lauteren Bach. Das ehemalige Kloster, die alte Wassermühle, die Schmiede, die Dorfschule oder der Höker - diese Gebäude stehen noch, werden aber nicht mehr in ihrer ehemaligen Funktion genutzt.

 

Jens Peters 

Bürgermeister

Jens Peters

04343-9189


Gemeindewehrführer
Thomas Krause
04343-5167
0174-3295387

 
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